Wissen Aktuell

ESMO in the ALPS 2025

Das 6. «ESMO in the Alps» wurde im KKL Luzern mit einer inspirierenden Eröffnungsrede von Prof. Dr. med. Miklos Pless, (Winterthur) dem Präsidenten des Swiss Cancer Institute eröffnet. Schweizer Experten hatten die neuesten Erkenntnisse aus der Onkologie ausgewählt, die auf dem ESMO-Kongress 2025 in Berlin präsentiert wurden, und kommentierten sie. Der zweite Teil dieses Berichts bietet eine Übersicht zu den Brust-, gynäkologischen und urogenitalen Krebserkrankungen.



Urogenitale Karzinome

Die Experten Prof. Silke Gillessen Sommer, EOC und Prof. Arnoud Templeton, St. Claraspital Basel stellten vier Studien zu diesem Thema vor.

Teil 1: Urothelkarzinom

Disitamab vedotin (DV) + Toripalimab (T) vs. 1L-Chemotherapie bei metastasiertem Urothelkarzinom mit HER2-Expression: DV + Tor + CAPOX zeigte eine überlegene ORR und ein längeres PFS bei akzeptablem Sicherheitsprofil; eine reduzierte CAPOX-Dosis verbesserte die Verträglichkeit bei gleichbleibender Wirksamkeit.

KN-905/EV303: Perioperative EV-P bei CIS unfitten Patienten mit cMO MIBC: EFS und OS- Benefit. In der Studie KEYNOTE-905/EV-303 zeigte die Kombination aus einem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat und einer Immuntherapie statistisch signifikante und klinisch bedeutsame Verbesserungen hinsichtlich des ereignisfreien Überlebens und des Gesamtüberlebens.

Die Kombination von Enfortumab Vedotin (EV) – einem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat – und Pembrolizumab vor und nach einer radikalen Zystektomie und einer pelvinen Lymphknotenentfernung könnte laut den auf dem Präsidialsymposium des ESMO-Kongresses 2025 vorgestellten Ergebnissen ein potenzieller neuer Behandlungsstandard für Patienten mit muskelinvasivem Blasenkrebs (MIBC) sein, die nicht für eine Behandlung mit Cisplatin in Frage kommen. «KEYNOTE-905/EV-303 wurde als positive Studie erwartet, da die Studienbehandlung mit einer alleinigen Operation verglichen wird und beide systemischen Therapien als hochwirksam bekannt sind, aber die von den Forschern berichteten Hazard Ratios (HRs) für das ereignisfreie Überleben und das Gesamtüberleben sind bei dieser gefährdeten Patientengruppe besonders beeindruckend», sagte Dr. Jonathan Rosenberg vom Memorial Sloan Kettering Cancer Center, New York, USA, zur Diskussion der Studienergebnisse (siehe Kasten).

IMvigor011: Dr. Powles (London) und Kollegen berichteten über die primäre Analyse der globalen, randomisierten, doppelblinden Phase-3-Studie IMvigor011, in der ctDNA-gesteuertes Atezolizumab im Vergleich zu Placebo untersucht wurde. Atezolizumab als adjuvante Therapie zeigte bei Patientinnen und Patienten mit muskelinvasivem Blasenkrebs, die durch serielle molekulare Tests auf Restkrankheit als ctDNA+ identifiziert wurden, eine statistisch signifikante Verbesserung des krankheitsfreien Überlebens und des Gesamtüberlebens im Vergleich zu Placebo. Der klinische Nutzen war in wichtigen Untergruppen im Allgemeinen konsistent. Patientinnen und Patienten, die bei den Tests durchgehend ctDNA– waren, wiesen ein geringes Risiko für ein Rezidiv und den Tod auf. Das Sicherheitsprofil von Atezolizumab war verträglich, es gab keine neuen Erkenntnisse.

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass durch serielle ctDNA-Überwachung Patienten mit muskelinvasivem Blasenkrebs identifiziert werden können, die von einer adjuvanten Behandlung mit Atezolizumab profitieren, während Patienten, die bei den Tests durchgehend ctDNA– sind, vor einer unnötigen Behandlung verschont bleiben.

Enfortumab Vedotin + Pembrolizumab wurde als Standard Erstlinientherapie für lokal fortgeschrittenes oder metastasierendes Urothelkarzinom mit anhaltendem Überlebens-Benefit und konsistenten Resultaten bei verschiedenen Patientensubgruppen, inklusive ältere Patienten bestätigt.

Teil 2: Prostatakarzinom

Beim metastasierenden Hormon-sensitiven Prostatakarzinom mHSPC werden 4 klinische Gruppen unterschieden: Synchrones, hohes Volumen, synchrones geringes Volumen metachronisch (rezidiviert) hohes Volumen, metachronisch (rezidiviert) geringes Volumen. In der EMBARK- Studie, die von Dr. Neil Shore (Myrtle Beach, South Carolina) vorgestellt wurde, wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von Enzalutamid + ADT mit Enzalutamid allein bei biochemisch rezidiviertem Prostatakarzinom verglichen. Die Resultate legen nahe, dass Enzalutamid eine wichtige Ergänzung der Behandlung von Patienten mit hochriskantem biochemisch rezidivierendem Prostatakarzinom sein könnte und möglicherweise den Behandlungsstandard für diese Patientengruppe verändern wird. Die Ergebnisse der Studie sprechen für einen früheren Einsatz von Androgenrezeptor-Inhibitoren im Behandlungsverlauf, was die Behandlungsergebnisse für die Patienten deutlich verbessern könnte.

CAPitello-281

In CAPitello wurde Capivasertib + Abiraterone mit Placebo + Abiraterone bei Patienten mit PTEN defizientem de novo metastasierendem Hormon-sensitivem Prostatakarzinom in Phase III verglichen. Die Schlussfolgerungen von Prof. Karim Fizazi (Institut Gustave Roussy and Centre Oscar Lambret), zu CAPitello-281 waren: Patienten mit PTEN-defizientem mHSPC haben eine schlechte Prognose und profitieren nur in geringem Masse von der derzeitigen Standardtherapie. CAPItello-281 erreichte sein primäres Ziel und zeigte einen statistisch signifikanten rPFS-Vorteil mit Capi + Abi gegenüber Placebo + ABI. – Medianes rPFS im Capi + Abi-Arm 33,2 Monate gegenüber 25,7 Monaten im PBO + Abi-Arm; p = 0,034. Konsistente Vorteile wurden auch bei sekundären Endpunkten und in klinisch relevanten vordefinierten Untergruppen beobachtet. Das OS war noch nicht ausgereift, und eine weitere Nachbeobachtung ist geplant. Post-hoc-Analysen bei erhöhten PTEN-Cut-offs zeigen eine grössere Behandlungswirkung mit Capi+Abi. Die häufigsten Nebenwirkungen <3 Grad wie Hautausschlag und Hyperglykämie sind bei AKT-Hemmung zu erwarten. Abi + CAPi stellt eine potenzielle First-in-Class-Therapie bei Patienten mit PTEN-defizientem mHSPC dar.

PSMAddition 177Lu-PSMA-617

Die von Prof. Scott Tagawa (New York) präsentierte Phase-III-Studie zeigte, dass die Zugabe von 177Lu-PSMA-617 zu ADT + ARPI das radiografische progressionsfreie Überleben (rPFS) bei PSMA-positivem metastasiertem hormonsensitivem Prostatakrebs (mHSPC) im Vergleich zur Standardtherapie mit ADT + ARPI allein signifikant verbesserte, mit einem günstigen Trend beim Gesamtüberleben, einer überschaubaren Sicherheit und ohne wesentliche Auswirkungen auf die Lebensqualität. Die Zugabe der Radioligandentherapie führte zu einer 28-prozentigen Verringerung des Risikos einer radiologischen Progression oder des Todes. PSMAddition ist die erste Phase 3 Studie mit einer zielgerichteten Radioligandentherapie bei Patienten mit mHSPC.

Prostatakarzinom: mHSPC Take Home Messages

Eine ADT- und ARPI-basierte systemische Therapie ist für die meisten Patienten immer noch der Standard of Care. Die Zugabe von Capivasertib führt zu einem geringen Nutzen im rPFS (HR 0,81), jedoch noch nicht im OS, und fügt zusätzliche Toxizität hinzu. Das ändert die Praxis nicht. Die Zugabe von sechs Zyklen 177Lu-PSMA-617 führt zu einem Benefit beim rPFS, aber nicht beim OS, und fügt erhebliche Toxizität hinzu. (Inklusive Langzeitoxizität, ändert die Praxis nicht.)

Metastasierendes kastrationsresistentes Prostatakarzinom: mCRPC und 177Lu-PSMA-617

Das «VISION ARPI + Taxan-Protokoll» bezieht sich auf eine Sekundäranalyse der VISION-Studienergebnisse, die auf dem ESMO-Kongress 2025 vorgestellt wurde oder damit in Zusammenhang steht und den Nutzen einer Kombination aus 177Lu-PSMA-617-Radioligandentherapie mit Androgenrezeptor-Pathway-Inhibitoren (ARPIs) und Taxan-basierter Chemotherapie bei Patienten mit metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakrebs (mCRPC) untersucht. Die Analyse legt nahe, dass die Zugabe von ARPIs zu 177Lu-PSMA-617 die Gesamtüberlebensrate verbessern kann, selbst nach einer vorherigen taxanbasierten Behandlung.

PSMAfore

Die PSMAfore-Studie, war eine Phase-III-Studie die 177Lu-PSMA-617 (eine gezielte Radioligandentherapie) mit einer Umstellung auf ARPI (Androgenrezeptor-Pathway-Inhibitor) bei PSMA-positivem metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakrebs (mCRPC) verglich. Sie zeigte eine verlängerte radiografische progressionsfreie Überlebenszeit, jedoch aufgrund hoher Crossover-Raten keine statistisch signifikante Gesamtüberlebenszeit, unterstützte jedoch die Anwendung in dieser Taxan-naiven Situation. Die im August 2025 vorgestellte und auf der ESMO diskutierte endgültige Analyse der Studie hob die überschaubare Sicherheit und die Vorteile bei anderen sekundären Endpunkten hervor.

CCTG PR21: Phase-II-Studie 177Lu-PSMA-617 vs. Docetaxel bei PSMA+ mCRPC

Dr. Kim Chi (Vancouver) präsentierte die Studie PR.21 der Canadian Cancer Trials Group (CCTG), eine randomisierte Phase-II-Studie zum Vergleich von 177Lu-PSMA-617 mit Docetaxel bei mCRPC-Patienten mit PSMA-positiver Erkrankung.

Dr. Chi stellte fest, dass 177Lu-PSMA-617 das radiografische progressionsfreie Überleben (rPFS) bei Taxan-naiven Patienten mit mCRPC im Vergleich zu einem Wechsel zu einem Androgenrezeptor-Pathway-Inhibitor (ARPI) verlängert. Mit 177Lu-PSMA-617 betrug das mediane rPFS 11,6 Monate und das mediane Gesamtüberleben (OS) 24,5 Monate. Primärer Endpunkt: rPFS (ITT) HR 1.01; p = 0.51. Das mediane rPFS betrug 8,6 Monate unter 177Lu-PSMA-617 und 10,7 Monate unter Docetaxel.

Prostatakrebs: mCRPC, Take Home Messages

OS mit Docetaxel signifikant besser gegenüber 177LuPSMA-617 bei Patienten mit mCRPC nach ARPI. Wir müssen die Chemophobie überwinden; einige (fitte) Patienten profitieren von Taxanen.

Brust und Gynäkologische Krebserkrankungen

Die Experten Dr. med. Elena Kralidis, Brust-Zentrum Zürich, und Prof. Dr. med. Stefan Aebi, Luzerner Kantonsspital, präsentierten Ergebnisse zu Brust- und gynäkologischen Krebserkrankungen.

DESTINY-Breast05

Dr. Sara Tolaney (Dana-Farber Cancer Institute, Boston) stellte eine Zwischenanalyse von DESTINY-Breast05 vor: Trastuzumab Deruxtecan (T-DXd) reduzierte bei Patientinnen mit hochriskantem, HER2-positivem frühem Brustkrebs und residueller invasiver Erkrankung nach neoadjuvanter Therapie das Rezidivrisiko im Vergleich zu Trastuzumab Emtansine (T-DM1) um rund 50 %. Eine längere Nachbeobachtung ist nötig, um einzelne Signale (u. a. ZNS-Ereignisse) zu bestätigen. Diskutiert wurde zudem der prä- vs. postoperative Einsatz von T-DXd.

Prä-operativ:
1. pCR-Rate verbessert, weniger axilläre Operationen
2. Kürzerer Verlauf. T-DXd 4 Zyklen vs. 14 Zyklen
3. Weniger Toxizität da nur während 4 Zyklen gegeben
4. Könnte in besserer Lebensqualität für Patienten resultieren

Post-operativ:
1. Könnte eine de-eskalierte präoperative Therapie ermöglichen, die diejenigen Patienten mit pCR T-DXd verschont, aber diejenigen mit RD erhalten schlussendlich 14 Zyklen

monarchE: Primäre OS-Daten zur adjuvanten Therapie mit Abemaciclib + ET bei HR+/HER2- Brustkrebs

Wie Prof. Stephen Johnston (London) darlegte, hat die monarchE-Studie einen wichtigen Meilenstein in der Behandlung von Hormonrezeptor-positivem (HR+), HER2-negativem, lymphknotenpositivem, hochriskantem Brustkrebs im Frühstadium erreicht. Eine zweijährige adjuvante Behandlung mit Abemaciclib in Kombination mit einer endokrinen Therapie (Verzenio) führte zu einer statistisch signifikanten und klinisch bedeutsamen Verbesserung der Gesamtüberlebensrate (OS) im Vergleich zu einer alleinigen endokrinen Therapie (ET) und bestätigte somit den langfristigen Nutzen einer CDK4/6-Therapie.

POSITIVE trial

Die POSITIVE-Studie untersuchte die Sicherheit des Abbruchs der endokrinen Therapie bei hormonrezeptorpositivem Brustkrebs, um eine Schwangerschaft zu versuchen. An dieser Studie nahmen 518 Frauen im Alter von bis zu 42 Jahren (Durchschnittsalter 37 Jahre) teil, die eine 18- bis 24-monatige endokrine Therapie abgeschlossen und diese dann abgebrochen hatten, um eine Schwangerschaft zu versuchen. Die Patientinnen wurden zwischen 2014 und 2019 in die Studie aufgenommen (bevor die CDK 4/6-Inhibitoren Abemaciclib und Ribociclib zugelassen und bei Brustkrebs im Frühstadium eingesetzt wurden). Es war eine dreimonatige Auswaschphase (Zeit ohne Medikamenteneinnahme vor dem Versuch einer Schwangerschaft) erforderlich, und die Studienteilnehmerinnen hatten bis zu zwei Jahre Zeit, um für eine Schwangerschaft auf die endokrine Therapie zu verzichten. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse kommen die Autoren zu dem Schluss, dass eine vorübergehende Unterbrechung der ET für eine Schwangerschaft das Risiko für Brustkrebsereignisse nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 71 Monaten nicht erhöht. Mehr als zwei Drittel der Frauen hatten eine Lebendgeburt und die meisten nahmen die endokrine Therapie gemäss Protokoll wieder auf. Wir müssen die Nachbeobachtung fortsetzen, aber diese Daten sind sicherlich beruhigend. Eine weitere Nachbeobachtung ist bis 2029 geplant.

Fünf-Jahres-Follow-up der Wirksamkeitsergebnisse der NATALEE-Studie und aktualisierte Gesamtüberlebensrate

Adjuvante Therapie mit Ribociclib plus nichtsteroidalen Aromatasehemmern bei Patientinnen mit HR-positivem/HER2-negativem Brustkrebs im Frühstadium. Diese vorab festgelegte 5-Jahres-Nachbeobachtung der Wirksamkeitsergebnisse aus der NATALEE-Studie, die von Prof. John Crown (Dublin) präsentiert wurde, zeigte, dass Ribociclib in Kombination mit nichtsteroidalen Aromatasehemmern das Risiko eines Rezidivs über den 3-Jahres-Behandlungszeitraum hinaus weiter senkte, was den Einsatz als adjuvante Therapie bei Patientinnen mit HR-positivem/HER2-negativem Brustkrebs im Frühstadium unterstützt. Es wurde ein anhaltender positiver Trend hinsichtlich der Verbesserung der Gesamtüberlebenszeit zugunsten von Ribociclib + NSAI beobachtet.

TROPION BREAST02

In der Studie TROIAN BREAST02 wurde der Wirkstoff Datopotamab Deruxtecan (auch Dato-DXd oder Datroway genannt) bei Patientinnen mit zuvor unbehandeltem, lokal rezidivierendem, inoperablem oder metastasiertem, dreifach negativem Brustkrebs (TNBC) untersucht. Teilnahmeberechtigt waren Patientinnen, die nicht für eine Therapie mit PD-1/PD-L1-Inhibitoren infrage kamen. Datopotamab Deruxtecan wurde mit einer vom Prüfer ausgewählten Chemotherapie (Paclitaxel, Nab-Paclitaxel, Capecitabin, Carboplatin oder Eribulin) verglichen.

Die primären Endpunkte waren progressionsfreies Überleben (PFS) und Gesamtüberleben (OS). Datopotamab Deruxtecan zeigte im Vergleich zur Chemotherapie eine statistisch signifikante und klinisch bedeutsame Verbesserung sowohl des progressionsfreien Überlebens (PFS) als auch des Gesamtüberlebens (OS), einschliesslich einer Verbesserung des medianen Gesamtüberlebens um fünf Monate. Dies sind die ersten positiven Ergebnisse einer First-Line-Studie zu TNBC, die einen signifikanten Überlebensvorteil für ein ADC zeigen.

TROP2-gerichtete ADCs Sacituzumab Govitecan und Datopotamab Deruxtecan erreichen ihre primären Endpunkte in Phase-III-Studien ASCENT-03

Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs) gegen TROP2 rücken weiter in frühere Behandlungslinien vor, darunter auch die Erstlinienbehandlung des dreifach negativen Brustkrebses. In ASCENT-03 wurden ADCs gegen TROP2 mit einer Chemotherapie bei Patientinnen mit zuvor unbehandeltem, fortgeschrittenem TNBC verglichen, die nicht für eine Immuntherapie infrage kommen. In der ASCENT-03-Studie mit 558 Patientinnen und Patienten war das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) unter Sacituzumab Govitecan im Vergleich zur Chemotherapie signifikant länger (9,7 vs. 6,9 Monate; HR 0,62; 95-%-KI 0,50–0,77; p<0,0001). Nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 13,2 Monaten sind die Daten zum Gesamtüberleben (OS) noch nicht ausgereift. Die objektiven Ansprechraten (ORR) waren ähnlich (48 % vs. 46 %), die mediane Ansprechdauer (DOR) war unter Sacituzumab Govitecan länger (12,2 vs. 7,2 Monate). Die Rate behandlungsbedingter unerwünschter Ereignisse Grad ≥3 betrug 66 % unter Sacituzumab Govitecan und 62 % unter Chemotherapie; Therapieabbrüche waren unter Sacituzumab Govitecan seltener (4 % vs. 12 %).

Prof. Dr. Dr. h.c. Walter F. Riesen

riesen@medinfo-verlag.ch

info@onco-suisse

  • Vol. 15
  • Ausgabe 7
  • Dezember 2025