- Und ich staune bloss
Ein Cannabis-Rezept online, von der Krankenkasse bezahlt und von Schweizer Fachärzten verordnet.
1. Termin buchen (online)
2. Videokonferenz mit Facharzt
3. Rezept an die Apotheke
4. Cannabis erhalten
Super. Nun kann es jeder erhalten, die Schwelle liegt tief, der Aufwand ist minimal. Es ist nicht nur Cannabis. Es gibt auch Online-Wegovy (und Verwandte): Bei X können Sie die Abnehmspritze Wegovy® bequem online anfragen. Fragebogen ausfüllen – bei Eignung Rezept und Medikament erhalten. Oder Tadalafil/Cialis: Kaufen Sie Tadalafil (Wirkstoff in Cialis) ganz bequem online von zu Hause aus in 5 mg, 10 mg oder 20 mg. Sie erhalten das notwendige Rezept.
Ich finde das schon abenteuerlich. Einerseits kennt man den Patienten ja nicht. Und andererseits wüsste ich als Kunde ziemlich gut, was im Fragebogen oder im Gespräch zu sagen ist. Und durch diese Massenversorgung steigen die Krankenkassenkosten doch maximal. Natürlich zahlt man Tadalafil (und Verwandte) selber. Aber Wegovy & Cannabis zahlt eventuell/wahrscheinlich die Krankenkasse. Und die Arztkonsultationen zahlt die Krankenkasse. Und bei Wegovy hatte ich Patienten mit BMI klar unter 35 ohne Begleiterkrankungen, denen ich sagte, die Krankenkasse zahle Wegovy nicht. Und dann gingen diese in ein Fachzentrum und dort übernahm es dann die Krankenkasse. Ich meine, ich finde es toll, dass man einfacher abnehmen kann. Aber müsste man bei dieser Masse und diesem Ansturm nicht die Preispolitik und den Zugang besser regeln? Sonst könnte man es vielleicht am Kiosk kaufen …

Herrliberg






