- Das geschwollene Bein: Ein Symptom mit vielen Ursachen
Hinter diesem scheinbar einfachen Symptom verbirgt sich jedoch eine bemerkenswert breite Differenzialdiagnose – von harmlosen Flüssigkeitsretentionen bis hin zu potenziell lebensbedrohlichen Erkrankungen wie der tiefen Venenthrombose oder einer kardialen Dekompensation.
Der aktuelle Beitrag bietet hierzu eine ausgezeichnet strukturierte Âklinische Orientierung. Die Autoren führen systematisch durch die wichtigsten pathophysiologischen Mechanismen und Differenzialdiagnosen von Beinödemen – von kardialen, renalen und hepatischen Ursachen über venöse Erkrankungen bis hin zu lymphatischen Störungen. Dabei verbinden sie fundierte Hintergrundinformationen mit klaren diagnostischen und therapeutischen Handlungsschritten für den klinischen Alltag.
Gerade in der Geriatrie gewinnt dieses Thema besondere Relevanz, da Beinödeme bei älteren Patientinnen und Patienten häufig multifaktoriell entstehen. Eine strukturierte klinische Einordnung ist deshalb entscheidend, um sowohl gefährliche Ursachen rasch zu erkennen als auch unnötige Diagnostik zu vermeiden.
Als Herausgeber des Geriatrie Forums freue ich mich besonders über Beiträge, die wissenschaftliche Evidenz mit praktischer klinischer Entscheidungsfindung verbinden. Genau dies gelingt den Autoren in überzeugender Weise. Ich danke dem Autorenteam herzlich für diesen sorgfältig ausgearbeiteten und ausgesprochen praxisrelevanten Beitrag.
Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.

Chefarzt Geriatrie
Stv. Leiter Department Innere Medizin
5017 Barmelweid
mathias.schloegl@barmelweid.ch






