Editorial

Herzlich willkommen Frau Prof. Dr. med. Cornelia Betschart!



Als Herausgeber/-innen dieser Zeitschrift ist es unser dezidiertes Kredo, dass wir einen wichtigen Teil in der Weiter- und Fortbildung in unserem Fach der Frauenheilkunde beitragen dürfen. Dafür garantieren unsere kompetenten Autorinnen und Autoren, die Advisory-Board-Mitglieder und nicht zuletzt auch wir als Herausgeber/-innen.

Vielleicht ist Ihnen ein neues Gesicht unter den oben dargestellten Herausgeber/-innen aufgefallen. Mit grosser Freude darf ich mitteilen, dass wir eine neue Herausgeberin in unserem Team aufgenommen haben. Frau Prof. Dr. med. Cornelia Betschart ist nun Mitglied unseres Herausgeber-Teams. Ich durfte mit ihr zuerst als Leitende Ärztin und dann als meine Stellvertreterin in der Klinik für Gynäkologie am Universitätsspital Zürich zusammenarbeiten. Ihre medizinische Kompetenz, ihr Interesse an der Aus-, Weiter-, und Fortbildung und ihre Menschlichkeit durfte ich so aus nächster Nähe kennen und schätzen lernen. Wir sind froh, dass Cornelia, trotz ihrer vielen beruflichen Pflichten, ihre Kompetenzen auch unserer Zeitschrift und unseren Leserinnen und Lesern zur Verfügung stellt. Herzlich willkommen Cornelia!

Gebs-Führerschein!

Kürzlich war ich im Auftrag des SIWF an einer Klinikvisitation zur Rezertifizierung einer Weiterbildungsstätte. Ich bin immer sehr neugierig, wie die visitierten Frauenkliniken die Weiterbildung ihrer Facharzt-Anwärter organisieren und welche Kreativität sie in der Führung und Ausbildung der Mitarbeitenden entwickeln. Nicht selten werden unserem Visitationsteam wunderbare Ideen präsentiert.

So wurde uns der «Gebs-Führerschein» vorgestellt. In Form einer Checkliste werden wichtige Themen in der Einführungsphase erarbeitet. Auf der Neun-Punkte-Liste zur Geburt müssen im Selbststudium etwa die Richtlinien zur physiologischen Geburt, zum vorzeitigen Blasensprung, zur Terminüberschreitung und zur Zwillingsgeburt gelesen werden. Das «erledigt-Visum» erhält die Assistenzärztin, wenn die Inhalte mit der Oberärztin besprochen worden sind. Und so geht es weiter mit neun peripartalen Komplikationen, fünf Problemen in der Schwangerschaft und sieben Wochenbett-Themen. Die «Frischlinge» müssen möglichst schnell dienstfähig gemacht werden. Eine exponentielle Wissensvermehrung ist gerade zu Beginn einer ärztlichen Karriere erwünscht und Haftpflichtfälle gilt es, möglichst zu verhindern. Die Klinik muss die permanente Schulung von Krisensituationen, wie zum Beispiel der Schulterdystokie ausweisen können.

Bei unseren Klinikvisitationen freue ich mich immer am meisten, wenn ich eine umfassende Begeisterung für die Vielfältigkeit unseres Berufes, die qualitativ hochstehende Patientenbetreuung und die fundierte Aus- und Weiterbildung unseres Nachwuchses feststellen darf. Wenn es dann noch gelingt, dass das ganze Team dahintersteht und dies so sichtbar ist, wie ich das kürzlich erlebt habe, dann fördert das meine Zuversicht in das zukünftige Wohlergehen unseres Faches.

Prof. Dr. med. Gabriel Schär

Aarau

gabriel.schaer@usz.ch

info@gynäkologie

  • Vol. 16
  • Ausgabe 1
  • Februar 2026