Ballonangioplastie der Lungenarterien

Chronisch Thromobembolische Pulmonale Hypertension (CTEPH) ist eine seltene, aber prognostisch bedeutsame Erkrankung, die durch eine ungenügende Auflösung von Thromboembolien in den Lungenarterien entsteht. Obwohl die pulmonale Endarteriektomie die kurative Therapie der Wahl darstellt, werden wenigstens die Hälfte aller CTEPH-Patienten nicht operiert oder leiden nach einer Operation weiterhin an Lungenhochdruck. Für diese Patienten steht ein neues interventionelles Therapieverfahren, die Ballonangioplastie der Lungenarterien (BPA), zur Verfügung. Registerdaten zeigen eine hämodynamische und symptomatische Verbesserung mit einer 30-Tages-Mortalität von unter 2%.

Lā€™ā€Šhypertension pulmonaire thromboembolique chronique (CTEPH) est une maladie rare mais dā€™ā€Šimportance pronostique causĆ©e par une rĆ©solution insuffisante de thromboembolies dans les artĆØres pulmonaires. Bien que lā€™ā€ŠendartĆ©riectomie pulmonaire soit le traitement curatif de choix, au moins la moitiĆ© des patients avec CTEPH ne subissent pas de chirurgie ou continuent de souffrir dā€™ā€Šā€Šhypertension pulmonaire aprĆØs la chirurgie. Une nouvelle thĆ©rapie interventionnelle, lā€™ā€Šangioplastie par ballonnet des artĆØres pulmonaires (BPA), est disponible pour ces patients. Les donnĆ©es du registre montrent une amĆ©lioration hĆ©modynamique et symptomatique avec un taux de mortalitĆ© Ć  30 jours infĆ©rieur Ć  2 %.

Epidemiologie und Pathophysiologie

Die CTEPH ist eine relativ seltene, aber potentiell lebensbedrohliche Erkrankung der pulmonalen arteriellen Gefässe und ist Teil der Gruppe 4 der WHO Klassifikation für pulmonale Hypertension. CTEPH ist die Folge von Thromboembolien der Lungenarterien, die sich nicht auflösen und in fibröses Material umwandeln, was zu einer chronischen Obliteration der Pulmonalarterien führt. Dies führt schlussendlich auch zu einem Remodelling der Mikrozirkulation, was wiederum den pulmonalen Hypertonus verstärkt. Die Hypertension ist also bedingt durch die fibrotische Verlegung der Gefässe und durch eine beeinträchtigte Mikrozirkulation. Die Inzidenz nach akuter Lungenembolie ist schwierig zu erfassen und schwankt je nach Studie zwischen 0.1-9.1%, was nahelegt, dass der direkte Übergang von einer symptomatischen akuten Lungenembolie zu einer CTEPH selten passiert und nicht vorauszusagen ist (1).

Klinik und Diagnostik

Es gibt keine verlässlichen CTEPH spezifischen Symptome, die es erlauben, die Erkrankung von anderen Formen der pulmonalen Hypertension zu unterscheiden. Die Diagnostik gestaltet sich selbst an spezialisierten Zentren schwierig mit durchschnittlicher Dauer von 14 Monaten zwischen Symptombeginn und Diagnose. Nicht alle CTEPH-Patienten berichten in ihrer Vorgeschichte über eine LE. Die wichtigsten prädisponierenden Faktoren für eine CTEPH sind in absteigender Reihenfolge ventrikulo-atriale Shunts oder Schrittmachersonden, Zustand nach Splenektomie, grosse und rezidivierende venöse Thrombose- Ereignisse, Hypothyreose mit Hormonersatz, entzündliche Darmerkrankungen, und Karzinome (2).
Die diagnostischen Kriterien umfassen eine invasiv bestƤtigte pulmonale Hypertension mit einem pulmonalen Mitteldruck (mPAP) von >20mmHg und einem Wedge Druck ≤15mmHg, segmentale Perfusionsdefizite bei erhaltener Ventilation im V/Q Szintigramm (Abbildung 1 C) sowie eine CT (Abbildung 1 A, B) oder invasive Angiographie mit den typischen vaskulƤren LƤsionen einer CTEPH. Dazu gehƶren ringfƶrmige Stenosen, Webs, hochgradige oder chronische Verschlüsse und TortuositƤten. Diese VerƤnderungen sind teilweise schwierig zu erkennen mittels CT oder der nicht selektiven Pulmonalisangiographie, weswegen diese Verfahren alleine nicht zum Auschluss einer CTEPH genügen. Vorteilhaft ist die Anwendung des Dual Energy CT (Abbildung 1 D), welche sowohl Anatomie als auch Perfusion darstellt und/oder die Anwendung der selektiven Angiographie einzelner Pulmonalarterien. Symptomatische Patienten nach akuter LE mit einem Perfusionsdefizit auf dem V/Q scan > 3 Monate nach LE sollten am PH-Zentrum abgeklƤrt werden. Das Screening für CTEPH bei asymptomatischen Risiko Patienten ist gemƤss den neusten ESC-Richtlinien eine Klasse IIb, C Indikation (3).

Chirurgie und BPA

Die Therapie der Wahl bei der symptomatischen CTEPH ist die pulmonale Endarterektomie. Der Eingriff bedingt eine tiefe Hypothermie mit Kreislaufstillstand. Die MortalitƤt der chirurgischen BPA ist ca. 5% und an sehr erfahrenen Zentren weniger. Die OperabilitƤt sollte von einem interdisziplinƤren Team beurteilt werden. Die Thromben sollten der Chirurgie zugƤnglich sein, d.h. im Hauptstamm, lobƤr und segmental, und es sollten keine prohibitiven KomorbiditƤten vorhanden sein und keine sonstigen Limitationen, die das Risiko-Nutzen-VerhƤltnis relevant einschrƤnkten (z.B. Gebrechlichkeit). GemƤss dem europƤischen CTEPH Register waren von 679 untersuchten Patienten 36.5% als nicht operabel eingestuft und von den operablen Patienten wiederum wurden 14% nie operiert. Mit der Operation wird meistens eine Normalisierung des mPAP und Symptomfreiheit erreicht, der Therapieansatz ist also durchaus kurativ. In 17-31% kommt es allerdings zu einer nicht ausreichenden Drucksenkung wegen inkompletter Entfernung der Obstruktionen, Reperfusionsƶdem oder schwerer sekundƤrer Mikrovaskulopathie.
Zusammenfassend werden also fast 50% der CTEPH-Patienten keiner Operation unterzogen (4), und weitere 20% haben weiterhin einen Lungenhochdruck. Als Alternative für diese Patienten hat sich in der letzten Dekade die Ballonangioplastie der Lungenarterien etabliert, für welche die aktuellen PH Richtlinien eine Klasse IIb, C Indikation vorsehen, da die Technik aus Japan kommend in Europa erst gerade Fuss fasst. Welche Patienten am besten von einer BPA profitieren, bleibt derzeit unklar.

Entwicklung der BPA

Die erste BPA wurde 1988 in Leiden, Holland bei einem 30-JƤhrigen mit CTEPH erfolgreich durchgeführt mit einer mPAP Senkung von 46 auf 35 mmHg (5).
Eine erste 18 Patienten umfassende Serie wurde an der Harvard Medical School in Boston zwischen 1994 und 1999 behandelt (6). Hinsichtlich Effizienz war die BPA nach durchschnittlich nur 2.6 Interventionen in insgesamt 6 Segmenten erfolgreich (mPAP Senkung von 43 auf 34 mmHg), allerdings traten Reperfusionsƶdeme in 61% auf, was in 17% eine mechanische Ventilation bedingte und die MortalitƤt war mit 5.7% deutlich zu hoch. Die Sicherheitsbedenken verhinderten eine Entwicklung der Therapie lƤngerfristig. Erst eine modifizierte Form der BPA entwickelt in Okayama, Japan hat der Methode neuen Aufwind gegeben und die aktuelle Entwicklung weltweit erst ermƶglicht. Die japanischen Ƅrzte haben pro Sitzung weniger Segmente behandelt und die Ballondilatation Ƥusserst vorsichtig durchgeführt (kleine Durchmesser, tiefe Inflationsdrucke), und keine Stents verwendet. Ein Vorgehen, dass sich wesentlich von der perkutanen Koronarintervention unterscheidet, bei welcher das Credo Ā«the bigger the betterĀ» gilt und an welcher sich die Aerzte in Boston orientiert hatten (6). Eine erste Serie aus Okayama umfasste 68 Patienten, welche nach insgesamt 255 Sessionen (durchschnittlich 4 pro Patient) mit 2-3 Segmenten pro Sitzung untersucht wurden. Das mittlere Alter betrug 62 Jahre, und 78% waren Frauen. Der mPAP wurde von 45 auf 24mmHg (p < 0.019) reduziert und das Herzzeitvolumen von 2.2 auf 3.2 l/min (p = 0.02) gesteigert. Perforationen kamen in 2% vor, eine mechanische Beatmung war in 5.9% der Patienten notwendig und eine ECMO bei 2.9%. Die Sterblichkeit betrug nur 1.5%, womit wesentliche Fortschritte sowohl in der Effizienz als auch der Sicherheit demonstriert wurden. Zurzeit findet BPA weltweit an verschiedenen ausgewƤhlten Zentren Anwendung und es gibt > 10 Register mit Daten von > 600 Patienten. Eine Übersicht über die Patientencharakteristika und die erreichte Widerstandssenkung sowie die MortalitƤt sind in Tabelle 2 aufgeführt. Zusammengefasst lƤsst sich eine Widerstandssenkung um 50% erreichen, bei einer periprozeduralen MortalitƤt von durchschnittlich 1.8%.

Durchführung

Das prinzipielle Setup der Ballonangioplastie-Eingriffe ist vergleichbar mit der perkutanen Koronarbehandlung. Die Anatomie ist allerdings wesentlich komplexer, da anstelle von 3 GefƤssen 20 Segmentarterien zu intubieren sind und je nach Befund behandelt werden müssen. Der Zugang ist femoral venƶs unter LokalanƤsthesie. Der Biox sollte wƤhrend der Intervention > 95% sein, O2-Gabe ist also erforderlich. Die Therapie wird unter fortgeführter Antikoagulation durchgeführt (INR Ziel 2-2.5) und die periprozedurale Antikoagulation erfolgt mit niedrigen Heparindosen (2000 IE pro Stunde). Für die Durchführung der BPA verwendet man einen koronaren 6F Führungskatheter, gestützt durch einen kürzeren 8F Katheter, den man im Pulmonalishauptstamm positioniert (mother-in-child Technik). Für die Sondierung der Stenosen oder Verschlüsse werden KoronardrƤhte verwendet (0.6 g bis 12 g). Die Kontrastmittelapplikation erfolgt über Handinjektion. Die BPA sollte in den Lungensegmenten mit der schlechtesten Perfusion gemƤss Szintigraphie beginnen. Ein gutes primƤres Ziel stellt der rechte Unterlappen dar, wegen seiner Grƶsse und dem relativ grossen Blutfluss. Nach distaler Positionierung des Koronardrahts erfolgt die Ballondilatation mit konventionellen Koronarballonen. Deren Effekt ist in Abbildung 2 illustriert. Bei Patienten mit einem pulmonalen Mitteldruck > 40 mmHg sollten die Ballondiameter vorsichtig gewƤhlt werden (2.0 mm) und die Inflationsdrucke sollten 6-8 bar nicht übersteigen, um das Risiko eines GefƤssschadens mit konsekutivem Reperfusionsƶdem zu verringern. In Folgesitzungen oder bei einem Mitteldruck unter 40 mmHg erfolgt die Ballon Diameterwahl grosszügiger, mit dem Ziel, die Rest-Stenose < 50% zu halten (typischerweise Diameter zwischen 4-7 mm) und einen guten venƶsen Rückfluss zu ermƶglichen. Ungleich der Koronarintervention werden praktisch nie Stents verwendet, da diese einerseits zu viele Komplikationen verursachen (6) und in der Regel gar nicht benƶtigt werden, da Recoil und Thrombose eine untergeordnete Bedeutung haben. Die wesentlichen Schritte der Intervention werden meist in tiefer Inspiration durchgeführt, weswegen die Patienten fƤhig sein sollten, Atemmanƶver verlƤsslich auszuführen. Auch die Anzahl der behandelten Segmente pro Sitzung hƤngt vom mPAP ab. WƤhrend bei einem mPAP > 40 nicht mehr als 2-3 LƤsionen angegangen werden sollten, sind bei tieferen LƤsionen einzig das Kontrastmittel, die Bestrahlungszeit und die Ermüdung des Patienten die limitierenden Faktoren.

Komplikationen

WƤhrend der BPA kƶnnen in ca. 1-2% Lungenblutung auftreten bedingt durch Drahtperforation der distalen Ƅste oder Perforation bei zu grossen Ballonen. Bereits sehr kleine Blutungen, die angiographisch nicht zwingend erkennbar sind, führen zu Husten (mit oder ohne HƤmoptoe), womit dieser ein wichtiges Kriterium darstellt, die Intervention zu pausieren. Im Nachgang der Intervention (24-72h) ist das Reperfusionsƶdem (RPO) die gefürchtetste Komplikation, die durch vaskulƤre SchƤden (Kontrastapplikation, Führungsdraht) und Cytokinbedingte Inflammation entsteht. In den rezentesten Registern ist die Auftretenswahrscheinlichkeit ca. 5%. Das Risiko für RPO ist bei einem mPAP >40mmHg erhƶht. Das RPI kann zu einem ARDS mit Notwendigkeit einer mechanischen Ventilation oder ECMO führen.

Nachsorge

Die Patienten sollten wegen den akuten Komplikationsgefahren wie Blutung oder Reperfusionsödem während mindestens 12h auf einer IMC kardiopulmonal überwacht, bei Risikopatienten während 24-48h. Ein konventionelles Lungenröntgen zwecks Ausschluss von Reperfusionsödem wird routinemässig durchgeführt. Die Entlassung kann bei gutem Verlauf am Folgetag erfolgen. Die Behandlungsintervalle richten sich nach der Nierenfunktion und der applizierten Strahlendosis. Die medikamentöse Therapie beinhaltet eine konventionelle OAK (Klasse I Indikation (3) und meist den guanylate Cyclase Stimulator Riociguat, dem einzigen zugelassenen Medikament für die Behandlung der inoperablen oder persistenten/rezidivierenden CTEPH.

Berner Erfahrung

Seit 2018 wurden am Inselspital 9 Patienten in 41 Sitzungen behandelt ohne relevante Komplikationen (keine Perforation, mechanische Ventilation oder Todesfall). Zwei der Patienten haben ihre Behandlung nach Erreichung eines mPAP < 25 mmHg bereits abgeschlossen. Eine detaillierte Auswertung wird spƤter publiziert werden.

Ausblick

Derzeit bestehen kaum randomisierte Daten, welche die konservative medikamentöse Therapie mit der BPA (mit oder ohne medikamentöse Therapie) vergleichen. Kürzlich wurde die allererste Studie (NCT02634203) vorgestellt, welche die BPA mit medikamentöser Therapie verglichen hat bei inoperablen Patienten. Der Effekt der BPA auf den Lungengefässwiderstand nach 26 Wochen Therapie war signifikant grösser als der durch Riociguat in Höchstdosis (7). Ob die medikamentöse Therapie mit Riociguat nach erfolgreicher BPA sistiert werden kann, bleibt derzeit noch unklar.

Copyright bei Aerzteverlag medinfo AG

Prof. Dr. Dr. Lorenz RƤber

Leiter Herzkatheterlabor
Universitätsklinik für Kardiologie
Inselspital
Freiburgstrasse 18
3010 Bern

lorenz.raeber@insel.ch

Dr. med. Jacqueline Pichler Hefti

Universitätsklinik für Kardiologie und Interdisziplinäres Zentrum
für pulmonale Hypertonie, Universität Bern, Inselspital,
Freiburgstrasse 18
3010 Bern

Prof. Dr. med. Irene M. Lang

Department Innere Medizin II, Abteilung für Kardiologie, Medizinische
UniversitƤt Wien
Währinger Gürtel 18-20
A-1090 Wien, Oesterreich

LR und JPH melden keinerlei Interessenkonflikte in Bezug auf dieses Manuskript. IL erhielt Forschungsgelder von AOPOrphan und Actelion sowie Sprecherhonorare von AOPOrphan, Actelion, Medtronic, Ferrer und Astra Zeneca.

  • Die CTEPH ist eine relativ seltene aber prognostisch bedeutsame Langzeitkomplikation der akuten Lungenembolie, die schwierig zu diagnostizieren ist.
  • Die Goldstandarddiagnostik umfasst Lungen-Perfusions-Szintigraphie, CT Angio und Rechtsherzkatheter mit Angiographie.
  • Die BPA stellt in erfahrener Hand eine sichere Option für CTEPH-
    Patienten dar, die durch ein interdisziplinƤres PH-Zentrum als inoperabel eingestuft werden.
  • Die BPA erlaubt eine PVR Reduktion von 60% des Ausgangswerts.
  • Es werden 5-8 Behandlungssitzungen benƶtigt, um diese Resultate zu erreichen.

Messages Ć  retenir

  • La CTEPH est une complication Ć  long terme relativement rare mais dā€™ā€Šimportance pronostique de lā€™ā€Šembolie pulmonaire aiguĆ« qui est difficile Ć  diagnostiquer.
  • Lā€™ā€Š Ć©talon ore du diagnostic comprend la scintigraphie de perfusion pulmonaire, lā€™ā€Šangio par tomodensitomĆ©trie et le cathĆ©ter du cœur droit avec angiographie.
  • La BPA est une option expĆ©rimentĆ©e et sĆ»re pour les patients avec CTEPH qui sont classĆ©s comme inopĆ©rables par un centre interdisciplinaire dā€™ā€Š hypertension pulmonaire
  • La BPA permet une rĆ©duction du PVR de 60 % par rapport au niveau de rĆ©fĆ©rence.
  • 5 Ć  8 sĆ©ances de traitement sont nĆ©cessaires pour atteindre ces rĆ©sultats.

1. Coquoz N, et al. Multicentre observational screening survey for the detection of CTEPH following pulmonary embolism. Eur Respir J 2018;51:1702505.
2. Lang I, et al. Balloon pulmonary angioplasty in chronic thromboembolic pulmonary hypertension. Eur Respir Rev. 2017:26:165119.
3. GaliĆØ N, et al. 2015 ESC/ERS Guidelines for the diagnosis and treatment of pulmonary hypertension: The Joint Task Force for the Diagnosis and Treatment of Pulmonary Hypertension of the European Society of Cardiology (ESC) and the
European Respiratory Society (ERS):. Eur Heart J. 2016;37:67-119.
4. Pepke-Zaba J, et al. Chronic thromboembolic pulmonary hypertension (CTEPH): results from an international propspective registry. Circulation 2011;124:1973-1981.
5. Voorburg JA, et al. Balloon angioplasty in the treatment of pulmonary hypertension caused by pulmonary embolism. Chest 1988;94:1249-1253.
6. Feinstein JA, et al. Balloon pulmonary angioplasty for treatment of chronic
thromboembolic pulmonary hypertension. Circulation 2001;103:10-13.
7. Jais X, et al. Late Breaking Clinical Trial Presentation at ERS Madrid, Madrid, Spain on Sept 30, 2019.

VƩganisme et risque cardiovasculaire

Le vĆ©ganisme connaĆ®t un intĆ©rĆŖt mĆ©diatique croissant en prĆ“nant un style de vie dĆ©passant un rĆ©gime exclusivement vĆ©gĆ©tal favorable Ć  la santĆ© pour rejeter toute forme dā€™ā€Šexploitation animale. BasĆ© sur un rĆ©cent rapport de la Commission fĆ©dĆ©rale sur lā€™ā€Šalimentation, cet article dĆ©crit lā€™ā€Šinsuffisance des Ć©vidences scientifiques pour recommander ce type de rĆ©gimes pour la prĆ©vention et le traitement des maladies cardiovasculaires ischĆ©miques.

Der Veganismus gewinnt zunehmend an Medieninteresse, indem er sich für einen Lebensstil einsetzt, der über eine ausschliesslich pflanzliche, gesundheitsfördernde Ernährung hinausgeht und alle Formen der Tierausbeutung ablehnt. Basierend auf einem
aktuellen Bericht der Eidgenƶssischen ErnƤhrungskommission beschreibt dieser Artikel den Mangel an wissenschaftlichen
Erkenntnissen, um solche DiƤten zur PrƤvention und Behandlung ischƤmischer Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu empfehlen.

CrƩƩ en 1944 en Grande-Bretagne, le vĆ©gĆ©talisme ou vĆ©ganisme en tant que style de vie prĆ“ne un rĆ©gime exclusivement vĆ©gĆ©tal. Au-delĆ  de ce simple choix alimentaire, le vĆ©ganisme rejette par principes Ć©thiques et philosophiques la lĆ©gitimitĆ© de toute forme dā€™ā€Šexploitation animale. Selon ses adeptes les plus militants, le vĆ©ganisme constituerait la solution Ć  privilĆ©gier, dans le respect des animaux, de lā€™ā€Šā€Šenvironnement, tout en favorisant une alimentation Ć©quilibrĆ©e comme source de santĆ© et de bien-ĆŖtre pour les humains. Au cours de ces derniĆØres annĆ©es, lā€™ā€ŠactivitĆ© et les revendications des mouvements vĆ©ganes ont trouvĆ© un Ć©cho de plus en plus large dans les mĆ©dias, en suscitant dĆ©bats et incertitudes chez les consommateurs qui montrent un intĆ©rĆŖt croissant pour les consĆ©quences sur leur santĆ© de tout ce quā€™ā€Šils mangent.
La publication rĆ©cente du rapport de la Commission fĆ©dĆ©rale de lā€™ā€Šalimentation intitulĆ© Ā«ā€Šā€‰RĆ©gimes vĆ©gĆ©taliens: analyse des avantages et des inconvĆ©nients sur le plan nutritionnel et pour la santĆ©ā€Šā€ŠĀ»ā€Š a servi de base Ć  la rĆ©daction du prĆ©sent article focalisĆ© sur le risque cardiovasculaire (CV) des rĆ©gimes vĆ©ganes et sur les recommandations pour la prĆ©vention des maladies cardiovasculaires ischĆ©miques (MCVI) (1).

CaractƩristiques des rƩgimes vƩganes

Par dĆ©finition, un rĆ©gime Ā«ā€Šā€‰vĆ©ganeā€Šā€ŠĀ»ā€Š exclut tout ingrĆ©dient dā€™ā€Šorigine animale, mais dont le spectre des autres nutriments peut varier. Ce type de rĆ©gime se diffĆ©rencie donc des autres formes de rĆ©gimes tels que :
a) Ā«ā€Šā€‰vĆ©gĆ©tarienā€Šā€ŠĀ»ā€Š ou Ā«ā€Šā€‰ovo-lacto-vĆ©gĆ©tarienā€Šā€ŠĀ»ā€Š si aucun ingrĆ©dient ni auxiliaire technologique dā€™ā€Šorigine animale ne sont inclus, Ć  lā€™ā€Šexception du lait, des composants du lait tels que le lactose, des œufs, des composants de lā€™ā€ŠÅ“uf et du mielā€Š;
b) Ā«ā€Šā€‰ovo-vĆ©gĆ©tarienā€Šā€ŠĀ»ā€Š si aucun ingrĆ©dient ni auxiliaire technologique dā€™ā€Šorigine animale ne sont inclus, Ć  lā€™ā€Šexception des œufs, des composants de lā€™ā€ŠÅ“uf et du mielā€Š;
c) Ā«ā€Šā€‰lacto-vĆ©gĆ©tarienā€Šā€ŠĀ»ā€Š si aucun ingrĆ©dient ni auxiliaire technologique dā€™ā€Šorigine animale ne sont inclus, Ć  lā€™ā€Šexception du lait, des composants du lait et du miel.
d) Ā«ā€Šā€‰vĆ©gĆ©talienā€Šā€ŠĀ»ā€Š si aucun ingrĆ©dient dā€™ā€Šorigine animale nā€™ā€Šest prĆ©sent.
La suppression de la viande, du poisson, des œufs et des produits laitiers comporte une perte de macro- et micronutriments nĆ©cessitant dā€™ā€ŠĆŖtre remplacĆ©s par dā€™ā€Šautres sources alimentaires ou par supplĆ©mentation pour sā€™ā€Šassurer dā€™ā€Šune alimentation Ć©quilibrĆ©e (Tab. 1).
De nombreuses Ć©tudes europĆ©ennes publiĆ©es depuis 2015 ont examinĆ© les rĆ©gimes vĆ©ganes et calculĆ© lā€™ā€Šapport des nutriments en sā€™ā€Šappuyant sur des listes dā€™ā€Šaliments spĆ©cifiques des pays concernĆ©s. En ce qui concerne les macronutriments, les valeurs de consommation moyennes satisfont souvent aux recommandations nutritionnelles gĆ©nĆ©rales. Toutefois, leur variabilitĆ© est trĆØs importante, ce qui peut sā€™ā€ŠavĆ©rer problĆ©matique dans le cas des apports en protĆ©ines. Selon le peu dā€™ā€ŠĆ©tudes ayant collectĆ© des donnĆ©es sur lā€™ā€Šingestion de fruits et lĆ©gumes, il apparaĆ®t quā€™ā€Šen moyenne, lā€™ā€Šapport journalier recommandĆ© (trois portions de lĆ©gumes et deux portions de fruits) est couvert, mais lĆ  encore avec une trĆØs grande variabilitĆ© de cette consommation. Ces Ć©lĆ©ments laissent supposer quā€™ā€Šil nā€™ā€Šy a pas de preuve quā€™ā€Šun rĆ©gime vĆ©gane soit toujours associĆ© Ć  un apport riche en fruits et lĆ©gumes. Cā€™ā€Šest pourquoi, il est difficile de prĆ©sumer quā€™ā€Šun rĆ©gime vĆ©gĆ©talien procure de facto les avantages de ce mode alimentaire sur la santĆ©. Or, il sā€™ā€Šagit lĆ  dā€™ā€Šun des axiomes de la plupart des prises de position en faveur dā€™ā€Šun rĆ©gime vĆ©gane (1, 2).
Les donnĆ©es relatives aux micronutriments sont souvent limitĆ©es par le manque dā€™ā€Šinformations spĆ©cifiques concernant les choix alimentaires des sujets dā€™ā€ŠĆ©tudes, ainsi que le type et les doses des supplĆ©mentations. La plupart des Ć©tudes montrent que la supplĆ©mentation en vitamine B12, bien que nĆ©cessaire, nā€™ā€Šest que partiellement suivie (50-70  % des participants), ce qui peut occasionner un risque CV accru. Si dā€™ā€Šautres carences sont possibles (vitamine D, calcium, etc.) Ć  lā€™ā€Šinverse, par comparaison aux omnivores, les vĆ©ganes montrent des apports et un profil sanguin plus riches en micronutriments tels que le magnĆ©sium, les vitamines C, B1 et B6, lā€™ā€Šacide folique, les carotĆ©noĆÆdes et les polyphĆ©nols, dā€™ā€Šoù un potentiel bĆ©nĆ©fique pour la santĆ©. En somme, les rĆ©gimes vĆ©ganes bien planifiĆ©s pourraient couvrir les besoins Ć©nergĆ©tiques et nutritionnels, mais ils exigent de trĆØs bonnes connaissances nutritionnelles, ainsi quā€™ā€Šune supplĆ©mentation basĆ©e sur un monitoring sanguin rĆ©gulier des micronutriments les plus importants.

PrƩvalence du vƩganisme, caractƩristiques et motivations de ses adeptes

En Europe, il est estimĆ© que 2 Ć  5  % de la population suivent un rĆ©gime vĆ©gĆ©tarien, vĆ©gane inclus. En Suisse, la rĆ©cente enquĆŖte de lā€™ā€Šassociation Swissveg a fait Ć©tat de 11 % de vĆ©gĆ©tariens et de 3 % de vĆ©ganes parmi les 1296 personnes Ć¢gĆ©es de 15 Ć  74 ans sondĆ©es en 2017. Ces rĆ©sultats contrastent fortement avec les donnĆ©es de lā€™ā€ŠĆ©tude menuCH de 2015 comptant 2000 participants adultes, puisque la prĆ©valence des vĆ©gĆ©tariens sā€™ā€Šest chiffrĆ©e Ć  1.77 % et celle des vĆ©ganes Ć  0.38  %. Des donnĆ©es plus prĆ©cises manquent, mais selon les EnquĆŖtes suisses sur la santĆ©, il apparaĆ®t quā€™ā€Šentre 1992 et 2017 la proportion de personnes dĆ©clarant ne jamais manger de viande a tout de mĆŖme triplĆ©, passant de 2 Ć  6 %.
Les diffĆ©rents sondages montrent, quā€™ā€Šen Suisse aussi, il sā€™ā€Šagit avant tout de femmes jeunes jouissant dā€™ā€Šun bon niveau de formation et habitant ou travaillant plutĆ“t en ville. Leurs principales motivations de renoncer Ć  la viande correspondent au bien-ĆŖtre des animaux (78 %), ainsi quā€™ā€ŠĆ  des considĆ©rations Ć©thiques (60 %) et Ć©cologiques (58 %). Mais seuls 35 % dā€™ā€Šentre elles ont invoquĆ© la santĆ©.

RƩgimes vƩganes et leur impact sur le risque cardiovasculaire

PrivilĆ©giant la consommation de fruits, de lĆ©gumes, de fibres et dā€™ā€Šhydrates de carbone, lā€™ā€Šapport rĆ©duit en graisses et graisses saturĆ©es, ainsi que lā€™ā€ŠĆ©viction des protĆ©ines animales, notamment de viande rouge et de charcuterie, les rĆ©gimes vĆ©ganes ont montrĆ©, par comparaison aux rĆ©gimes omnivores, des effets plutĆ“t positifs sur les lipides sanguins, le poids et le contrĆ“le glycĆ©mique. Ceci peut prĆ©sager dā€™ā€Šun impact favorable sur le risque de maladies cardiovasculaires ischĆ©miques (MCVI), de type cardiopathie ischĆ©mique (CPI) ou accident cĆ©rĆ©brovasculaire (AVC).
Historiquement, Key TJ et al avaient publiĆ© en 1999 les rĆ©sultats dā€™ā€Šune analyse groupĆ©e de 5 Ć©tudes prospectives de cohorte faisant Ć©tat dā€™ā€Šune diminution, toutefois non-significative, des taux de mortalitĆ© par CPI (-26  %), ainsi que par AVC (-30 %) chez les personnes vĆ©ganes par comparaison aux personnes omnivores (3). Largement reportĆ©s comme Ć©tant favorables, en dĆ©pit des limitations mĆ©thodologiques majeures, ces donnĆ©es mĆ©ritent cependant dā€™ā€ŠamĆ©liorer le niveau dā€™ā€ŠĆ©vidence scientifique en faveur du vĆ©ganisme. Or, la revue de littĆ©rature scientifique Ć©tablie jusquā€™ā€Šen 2018 ne recense malheureusement aucune Ć©tude dā€™ā€Šintervention de type RCT, ce qui permettrait de valider adĆ©quatement le bĆ©nĆ©fice des diĆØtes vĆ©ganes sur le risque de MCVI. De fait, lā€™ā€Šessentiel des connaissances actuelles repose sur des Ć©tudes observationnelles.
A ce jour, nous ne disposons malheureusement dā€™ā€Šaucune Ć©tude observationnelle ayant cherchĆ© Ć  dĆ©terminer si les rĆ©gimes vĆ©ganes pourraient ĆŖtre associĆ©s Ć  une incidence rĆ©duite dā€™ā€Šun premier Ć©vĆØnement CV, quā€™ā€Šil sā€™ā€Šagisse dā€™ā€Šune CPI ou dā€™ā€Šun AVC. Bien que lā€™ā€Šopinion gĆ©nĆ©rale, voire mĆŖme certaines prises de position, accordent volontiers des vertus bĆ©nĆ©fiques aux rĆ©gimes vĆ©ganes, des recherches plus approfondies sā€™ā€Šimposent clairement afin de prouver les avantages potentiels de tels rĆ©gimes pour la prĆ©vention ou le traitement des MCVI (2). En revanche, le risque de mortalitĆ© CV associĆ© spĆ©cifiquement aux rĆ©gimes vĆ©ganes a pu ĆŖtre analysĆ© dans les trois Ć©tudes mentionnĆ©es dans le tableau 2 (4-5). Se basant sur les donnĆ©es de Ā«ā€Šā€Šlā€™ā€ŠAdventist Health Study-2ā€ŠĀ»ā€Š, une grande Ć©tude prospective de cohorte rĆ©alisĆ©e auprĆØs de 73 308 membres de la communautĆ© adventiste nord-amĆ©ricaine, dont 5 548 vĆ©ganes et 35 359 omnivores, Orlich MJ et al ont rapportĆ© des rĆ©sultats contradictoires au terme des 5.6 ans de suivi (4). Alors quā€™ā€Šils ont observĆ© une rĆ©duction statistiquement significative du taux de mortalitĆ© CV globale (-42 %) et coronarienne (-55 %) chez les hommes, ce fut lā€™ā€Šinverse chez les femmes au vu dā€™ā€Šune augmentation non significative de ces risques atteignant respectivement + 18 % et + 39 %.
Ces donnĆ©es contrastent fortement avec les rĆ©sultats dā€™ā€ŠAppleby PN et al dĆ©coulant des 2 Ć©tudes de cohortes prospectives Ā«ā€Šlā€™ā€ŠOxford Vegetarian Studyā€ŠĀ»ā€Šet Ā«ā€Šlā€™ā€ŠEPIC-Oxford Cohort Studyā€ŠĀ»ā€Š (5). PoolĆ©es pour cette analyse, ces 2 cohortes totalisĆØrent 60 310 personnes recrutĆ©es au sein de la population de Grande Bretagne, dont 2 258 exclusivement vĆ©ganes et 18ā€‰ā€Š431 omnivores suivis pendant 15 ans ou plus. Globalement, le risque de mortalitĆ© coronarienne fut lĆ©gĆØrement rĆ©duit (-10 %) chez les vĆ©ganes par comparaison aux omnivores, alors que le risque fut nettement accru, mais de maniĆØre non significative, tant pour la mortalitĆ© par AVC (+ 61 %) que par mortalitĆ© CV globale (+ 21 %).
Ces Ć©tudes de cohorte comportent toutes trois diverses limitations mĆ©thodologiques qui affaiblissent le niveau dā€™ā€ŠĆ©vidence en faveur des bĆ©nĆ©fices, voire des dĆ©savantages liĆ©s aux rĆ©gimes vĆ©ganes sur le risque CV.
En conclusion, les donnĆ©es scientifiques acquises Ć  ce jour demeurent trop incertaines pour prĆ©coniser les rĆ©gimes vĆ©ganes tant Ć  titre de prĆ©vention que de traitement des MCVI. Cā€™ā€Šest sans doute une des raisons principales au fait que de tels rĆ©gimes nā€™ā€Šont pas Ć©tĆ© inclus dans les recommandations alimentaires pour la prĆ©vention des MCVI Ć©dictĆ©es par les SociĆ©tĆ©s suisses, europĆ©ennes amĆ©ricaines de cardiologie.

DeuxiĆØme impression de l’article paru dans Ā«la gazette mĆ©dicaleĀ» 02_2019

Pr Roger Darioli

PrƩsident de la Fondation Suisse Nutrition SantƩ
5, chemin des Fleurs
1007 Lausanne

roger.darioli@unisante.ch

L’ auteur n’ a aucun lien d’ intĆ©rĆŖt financier, ni de connivence avec les mouvements vĆ©ganes, les dĆ©fenseurs de la cause
animale ou les producteurs de viande, pas plus qu’ avec l’ industrie alimentaire. De plus, cet article a Ć©tĆ© rĆ©digĆ© en toute indĆ©pendance, sans aucune contribution financiĆØre. De mĆŖme, le rapport du groupe d’ expert de la Commission fĆ©dĆ©rale de l’ alimentation a Ć©tĆ© rĆ©digĆ© en toute indĆ©pendance sur la base des connaissances scientifiques publiĆ©es entre 2007 et 2018.

  • Der 1944 in Grossbritannien gegründete Vegetalismus oder Veganismus als Lebensweise befürwortet eine ausschliesslich pflanzliche ErnƤhrung, die als Quelle der Gesundheit für den Menschen gilt und alle Formen der Tierausbeutung aus ethischen und philosophischen Gründen ablehnt.
  • Die Vermeidung von Fleisch, Fisch, Eiern und Milchprodukten bedeutet den Verlust von Makro- und MikronƤhrstoffen, die durch andere Lebensmittelquellen und ErgƤnzungsmittel ersetzt werden müssen, um das Risiko von gesundheitsschƤdigenden ErnƤhrungsmƤngeln zu vermeiden, die insbesondere das Herzkreislaufsystem betreffen.
  • Bis heute haben wir keine wissenschaftliche Publikation, die den Einfluss einer veganen ErnƤhrung auf die primƤre PrƤvention von kardiovaskulƤren Krankheiten untersucht hat. Nur das kardiovaskulƤre MortalitƤtsrisiko wurde in drei prospektiven Kohortenstudien analysiert, die zu gegenlƤufigen Ergebnissen zwischen Nutzen und Risiko führten. Aufgrund des Fehlens ausreichender wissenschaftlicher Erkenntnisse ist Veganismus nicht in den ErnƤhrungsempfehlungen zur PrƤvention und Behandlung von kardiovaskulƤren Erkrankungen enthalten.

Messages Ć  retenir

  • CrƩƩ en 1944 en Grande-Bretagne, le vĆ©gĆ©talisme ou vĆ©ganisme en tant que style de vie prĆ“ne un rĆ©gime exclusivement vĆ©gĆ©tal considĆ©rĆ© comme source de santĆ© pour les humains, en rejetant toute forme dā€™ā€Šexploitation animale par principes Ć©thiques et philosophiques.
  • La suppression de la viande, du poisson, des oeufs et des produits laitiers comporte une perte de macro- et micronutriments nĆ©cessitant d’ ĆŖtre remplacĆ©s par d’ autres sources alimentaires et par supplĆ©mentation pour prĆ©venir le risque de carences nutritionnelles prĆ©judiciables Ć  la santĆ©, notamment cardiovasculaire.
  • A ce jour nous ne disposons dā€™ā€Šaucune publication scientifique ayant Ć©valuĆ© lā€™ā€Šinfluence dā€™ā€Šun rĆ©gime vĆ©gane sur la prĆ©vention primaire des MCVI. Seul le risque de mortalitĆ© CV a Ć©tĆ© analysĆ© dans trois Ć©tudes prospectives de cohorte qui ont produit des rĆ©sultats opposĆ©s entre bĆ©nĆ©fices et risques. Vu lā€™ā€Šabsence dā€™ā€ŠĆ©vidence scientifique suffisante, le vĆ©ganisme ne figure pas dans les recommandations alimentaires pour la prĆ©vention et le traitement des MVCI.

1. Rapport du Groupe d’experts de la Commission fĆ©dĆ©rale de l’alimentation. RĆ©gimes vĆ©gĆ©taliens: analyse des avantages et des inconvĆ©nients sur le plan nutritionnel et pour la santĆ© (2018).
2. Melina V, Craig W, Levin S.l. Position of the Academy of Nutrition and Dietetics: Vegetarian Diets. J Acad Nutr Diet. 2016;116:1970-80.
3. Key TJ, Fraser GE, Thorogood M Appleby PN, Beral V, Reeves G, Burr ML, Chang-Claude J, Frentzel-Beyme R, Kuzma JW, Mann J, McPherson K.Mortality in vegetarians and nonvegetarians: detailed findings from a collaborative analysis of 5 prospective studies. Am J Clin Nutr 1999; 70, 516S–524S.
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Neues zur arrhythmogenen Kardiomyopathie

Prof. F. Duru

Am 26. und 27.9.2019 fand im Hotel Belvoir, Rüschlikon, zum 4. Mal das «Zurich Symposium on Arrhythmogenic Cardiomyopathies» unter der Leitung von Prof. Dr. med. Firat Duru und Prof. Dr. med. Corinna Brunckhorst, Universitätsspital Zürich, statt. Das Symposium ist eine wichtige Fortbildungsaktivität des Zurich Arrhythmogenic Right Ventricular Cardiomyopathy (ARVC) Programms des Herzzentrums der Universität Zürich. Das Hauptaugenmerk des Zürcher ARVC-Programms ist, vermehrtes Bewusstsein für diese herausfordernde Krankheit zu schaffen.

Der erste Tag des Symposiums war der Diagnose und Therapie der arrhythmogenen Kardiomyopathien (ACM) mit State-of-the-art-Update-Sessionen gewidmet. Der Tag wurde mit der Verleihung der ARVC-Preise abgeschlossen. Der zweite Tag umfasste Sessionen, die die Sicht des Spezialisten wiedergaben, sowie einen Überblick über die Welt der arrhythmogenen Kardiomyopathien. Das Symposium wurde mit einem Wrap-up und einer Session über Guidelines abgeschlossen.

Prof. C.Brunckhorst

Der Einladung von Prof. Corinna Brunckhorst und Prof. Fiat Duru waren viele international renommierte Spezialisten auf dem Gebiet der Kardiomyopathien gefolgt.
Der folgende Beitrag ist der Diagnose und Therapie von ACM gewidmet.

Arrhythmogene Kardiomyopathien – derzeitige Herausforderungen in der Diagnose

Prof. R. N. W. Hauser

Zu den derzeitigen Herausforderungen gehören Über- und Unterdiagnose von ACM. Überdiagnose, d.h. Cor adiposum und andere irrtümlicherweise als ACM unter Einsatz der kardialen Magnetresonanz (CMR) und der LGE CMR interpretierte Zustände. Überdiagnosen können auch aufgrund der EKG-Parameter entstehen (Epsilonwellen, Athleten) oder durch nicht-pathogene Varianten sowie durch ACM-Phänokopien, stellte Prof. Dr. Richard N. W. Hauer, Utrecht, fest.
Unterdiagnose kann entstehen durch Unkenntnis von linksventrikulärer oder rechtsventrikulärer Subtricuspid-Beteiligung oder wegen des Mangels an Kriterien im frühen Krankheitsstadium und bei jungen Personen.

Differenzialdiagnose von phƤnotypischen ACM-Varianten

Die arrhythmogene rechtsventrikuläre Dysplasie ist eine genetisch determinierte Kardiomyopathie, die charakterisiert ist durch den progressiven Ersatz des rechtsventrikulären Myokards durch Fett und fibröses Gewebe und ventrikuläre Arrhythmien rechtsventrikulären Ursprungs. Eine linksdominierte Form von ARVD führte dazu, dass sich einige Experten auf die Krankheit als «arrhythmogene Kardiomyopathie» beziehen, so Prof. Dr. Hugh Calkins, Baltimore.

Prof. H. Calkins

Der Referent betonte, dass nichts sicher ist ausser dem Wechsel. Wir befinden uns am Beginn einer neuen Ƅra der Ā«arrhythmogenen KardiomyopathieĀ». Dieser weitgefasste Begriff wird es Patienten ermƶglichen, für eine systematische genetische und klinische Untersuchung in unsere Kliniken zu kommen. Dieser Ansatz zur Evaluation und zum Management wird die Pflege der Patienten verbessern, wird Leben retten und die Weichen für die nƤchste Phase unserer Forschung stellen. Unsere Aufgabe als AVRC-Forschungsgemeinschaft ist es, die Führung bei der Definition von Patientenuntergruppen festzulegen, um die notwendigen Voraussetzungen für Forschung und Patientenversorgung zu schaffen. Ā«Wir beherrschen ARVC weitgehend, ALVC ist in Reichweite und ich würde den Begriff nicht spezifisches ACM als Definition für alle anderen vorschlagen. Weiter würde ich vorschlagen, dass wir die Patienten als mit familiƤrer ACM oder mit nicht familiƤrer Form von ACM kategorisierenĀ», so der Referent.

Die Rolle des Imaging in der Diagnose der arrhythmogenen Kardiomyopathie

Hat der Patient eine arrhythmogene Kardiomyopathie? Es gibt 3 mƶgliche Szenarien: Der Patient prƤsentiert sich mit einer arrhythmogenen Kardiomyopathie, es handelt sich um einen Zufallsbefund (EKG) oder um ein Familienscreening. Bilder des Herzens werden zur BestƤtigung eines Verdachts auf arrhythmogene Kardiomyopathie gemacht oder um PhƤnokopien auszuschliessen, so Prof. Dr. Perry Elliot, London.

Prof. P. Elliot

Der Referent fasst die folgenden Lehren zusammen:
Der Kontext ist der Schlüssel zur Diagnose. Der Familienphänotyp ist wichtig. Die sklavische Einhaltung von Cut-offs sollte vermieden werden. Die Narbe (insbesondere LV) ist wirklich wichtig. Flexibilität beim Verständnis von Phänotypen. «Zuckende» Herzen mit strukturellen Abnormitäten.

Genetische Testung zur Diagnose und Risikostratifizierung von ACM

Warum genetische Testung? Zur Diagnose? Zum Bevölkerungsscreening für Lebensstilberatung? Als Werkzeug für ein Familienscreening? Zur Risikovorhersage? Dies waren die eingangs ans Publikum gestellten Fragen von Prof. Dr. J. Peter von Tintelen, Amsterdam.

Prof. J. P. von Tintelen

Die Guidelines stimmen darin überein, dass die genetische Testung bei Indexpatienten nützlich / empfohlen / indiziert ist. Macht es bei Familienmitgliedern Sinn, die Genetik in die diagnostischen Kriterien einzuschliessen? Der genetische Test ist ein Wahrscheinlichkeitstest, kein binärer Test. Das Ergebnis hängt von der Varianteninterpretation und vom Phänotyp ab. Der Referent zitiert eine Arbeit (Clin Genet 2019, in press) in der eine Reevaluation von genetischen Varianten, die vorher mit arrhythmogener rechtsventrikulärer Kardiomyopathie unter Einschluss von bevölkerungsbasierten Kohorten und von Proteomik-Daten assoziiert waren. Bei ungefähr 10% der Patienten, von denen vorher berichtet wurde, dass sie ARVC verursachen, war es unwahrscheinlich, dass sie mit hoch penetrantem monogenem ARVC assoziiert waren.
Genetische Tests für die Diagnose: In der Diagnostik dient der genetische Test der Bestätigung des Index-Patienten (Phänotyp gesteuert, relevante Gene).
Das Resultat des genetischen Tests sollte nicht Teil der klinischen Kriterien sein (klinische Merkmale bestimmen die Interpretation von Varianten; das VerhƤltnis Signal zu Rauschen; Expertise).
Genetik und Risikostratifizierung: Starke Genotypen sind TMEM43, PLN, FLNC, RBM20, BAG3, multiple (mƶglicherweise) pathogene Varianten: starke PhƤnotypen. LV-Dysfunktion: DSP, nicht desmosomale Gene.

Arrhythmogene (rechtsventrikulƤre Kardiomyopathie – die Rolle der medikamentƶsen Therapie

James Taylor war ein berühmter englischer Cricketspieler, der sich im Alter von nur 25 Jahren nach der Diagnose einer ventrikulären Tachykardie zurückzog. Erhielt einen ICD, berichtete Frau Dr. Larissa Fabritz, Birmingham. Die ESC Guidelines empfehlen Patienten mit ARVC, kompetitiven Sport zu vermeiden (I/C).

Dr. L. Fabritz

Die Rolle der medizinischen Therapie: Medizinische Kunst ist die regelmässige medizinische Überprüfung durch multidisziplinäre Expertenteams. Medikation (allein, zusätzlich zu ICD, Ablation) umfasst symptomatische Behandlung, medizinische Therapie zur Prävention einer Krankheitsprogression, so die Referentin. James Taylor berichtete von den Shocks durch den ICD: «Wie wenn man von einem Cricket-Ball in voller Geschwindigkeit auf der Brust getroffen wird und seinen Finger in eine elektrische Steckdose steckt.»
Zur Wirksamkeit von anti-arrhythmischen Medikamenten bei ARVC sind nur wenig systematische Daten verfügbar. Die Auswirkung der medizinischen Therapie auf die Mortalität ist nicht bekannt. Die ESC-Guidelines empfehlen Betablocker bis auf die maximale Dosis auftitriert als First-Line-Therapie zur Verbesserung der Symptome (I/C).
Die Referentin fasste ihre Überlegungen zur medizinischen Behandlung von Patienten mit ARVC wie folgt zusammen:
Die Behandlung benötigt Verbesserung. Eine engere und verbreitertere Zusammenarbeit in multidisziplinären Teams ist erforderlich. Eine Zusammenarbeit zur Erforschung der Wirksamkeit der symptomatischen Behandlung und zur Verhütung der Krankheitsprogression sowie zum besseren Verständnis der Pathomechanismen ist unabdingbar.

Indikationen für ICD bei arrhythmogener rechtsventrikulärer Dysplasie

Plötzlicher Herztod (SCD) und ARVD/C sind Krankheiten, die mit starken Arrhythmien einhergehen. Es existiert eine verdeckte Phase mit hohem SCD-Risiko. Jüngere Patienten mit ARCD/C erleiden einen SCD. Belastungssynkopen bei jungen Patienten mit ARVD/C sind höchstwahrscheinlich auf abgebrochenen SCD zurückzuführen. MMVT ist bei älteren Patienten häufig, so Prof. Dr. Harikrishna Tandri, Baltimore.

Prof. H. Tandri

Die ICD-Therapie ist zur Sekundärprävention geeignet. Die Patienten müssen die Kriterien der Task Force erfüllen (Patienten mit reanimiertem SCD und Patienten mit dokumentierter synkopaler ventrikulärer Tachykardie).
Die Herausforderungen im Management sind Patienten ohne vorgƤngige VT/VF, die aufgrund des genetischen Mutationsstatus oder aufgrund der Familienanamnese diagnostiziert wurden, Patienten mit Synkopen ohne dokumentierte Arrhythmien, mit VT/VF wƤhrend EP-Untersuchung , mit signifikanter PVC/NSVT-Last oder solche mit schwerer struktureller Krankheit.
Prädiktoren für eine ICD-Therapie sind Synkope (23% Ereignisrate nach 48h), stärkster Prädiktor für Vorhofflimmern, NSVT und PVC sind mit ventrikulärer Tachykardie assoziiert, die Familienanamnese alleine trägt zu niedrigem Risiko bei. Die Elektrophysiologie sagt keine künftigen Ereignisse voraus, so der Referent.
Subkutaner ICD: Attraktive Option für die Primärprävention, >75% der Ereignisse sind tempokontrollierbar, Die Grösse ist immer noch ein Problem, ein prospektives Register ist am Laufen.
Was verursacht ventrikulƤre Tachykardie bei ARVD/C?
Eine Synkope ist stark mit Arrhythmie assoziiert. ASVT sagt ICD-Therapie voraus, Familiengeschichte für SCD, SAECG sind wahrscheinlich nicht nützlich; Familienmitglieder, die die Kriterien ohne Familienkriterien erfüllen, haben ein höheres Risiko; die Rolle des Genotyps und elektro-anatomisches Mapping sind nicht verfügbar, so die Folgerungen des Referenten.

Was verursacht VT ARVD/C?
Frühes ARVC
o Hohe PrƤvalenz von schneller ventrikulƤrer Tachykardie in der verdeckten Phase
o Beginn wƤhrend Bewegung
o Betablocker sind sehr wirksam

Indikationen für VT-Ablation bei ARVD/C sind wiederkehrende ICD-Shocks, Nebenwirkungen der medikamentösen Therapie, fortwährende VT, häufige vorzeitige ventrikuläre Kontraktionen mit Symptomen.

VT-Ablation: Erkrankung ist epikardial, Arrhythmien sind Katecholamin-sensitiv, multiple VT sind zu erwarten, VT-Lokationen vorhersagbar. Es kann mehr als ein Eingriff notwendig sein. Betablocker als Langzeittherapie.
Fazit: Katheterablation reduziert Arrhythmielast. Das Substrat ist epikardial. Wiederauftreten ist nicht unüblich (ca. 40% nach 4 Jahren). ALVC hat geringere Erfolgsraten. Primäre substratbasierte Ablation in spezialisierten Zentren ist der empfohlene Therapieansatz.

Massnahmen zur Verhinderung der Krankheitsprogres-sion – die Bedeutung sportlicher AktivitƤt auf ACM

A(RV)C ist die führende Ursache für SCD bei jungen kompetitiven Athleten. Die Inzidenz des plötzlichen kardiovaskulären Todes bei jungen Leistungssportlern ist in der Region Venetien in Italien seit der Einführung eines landesweiten systematischen Screenings deutlich zurückgegangen, so Prof. Dr. Domenico Corrado, Padua. Die Verringerung der Sterblichkeit war überwiegend auf eine geringere Inzidenz des plötzlichen Todes durch Kardiomyopathien zurückzuführen, die mit der zunehmenden Identifikation von Athleten mit Kardiomyopathien bei der Vorbereitung des Screenings einherging (Corrado D et al. JAMA 2006;296:1593-1603).

Prof. D. Corrado

Sportliche AktivitƤt hat einen Einfluss auf ARV/C, wie der Referent zeigte. Kƶrperliche AktivitƤt erhƶht die rechtsventrikulƤre Vergrƶsserung, dagegen findet keine Ƅnderung der LV- oder LA-Grƶsse oder -Funktion statt. Genelusive, nicht-familiƤre ARVD/C ist mit kƶrperlicher AktivitƤt sehr hoher IntensitƤt verbunden, was darauf hindeutet, dass Bewegung eine unverhƤltnismƤssige Rolle in der Pathogenese dieser FƤlle spielt. Da Bewegung die Herzstruktur negativ verƤndert und Herzrhythmusstƶrungen fƶrdert, ist eine BewegungseinschrƤnkung gerechtfertigt, so der Referent.
In einem Rattenmodell wurde eine Myokardfibrose nach längerem intensivem Bewegungstraining dokumentiert, zusammen mit Veränderungen der Herzkammerfunktion und erhöhter Arrhythmie-Induktivität. Diese Ergebnisse stützen die Annahme, dass ein langfristig kraftvolles Ausdauertraining in einigen Fällen ein nachteiliges Remodelling fördern und ein Substrat für Herzrhythmusstörungen bilden kann.
Bei Athleten mit RV-Dilatation/Dysfunktion und VA sind Mutationen in den desmosomalen Genen prƤvalent. Plakophilin-2-Mutationen sind die hauptsƤchlichen Determinanten der familiƤren ARVD/C. Sport und gesunde GentrƤger: Sportbedingte phƤnotypische Expression und/oder Progression der Krankheit.
Sport- und gesunde GentrƤger:

  • Sportbedingte phƤnotypische Expression und/oder Krankheitsverlauf
  • PhƤnotyp der spƤt einsetzenden Erkrankung (2.-4. Lebensjahrzehnt): Jugendliche, die eine Desmosom-Genmutation tragen, kƶnnen noch zu jung sein, um den Krankheits-PhƤnotyp zum Zeitpunkt der PPS zu zeigen (Falschnegative)
  • Herzkammerflimmern kann auftreten, bevor der PhƤnotyp auftritt (desmosomale gendefektbedingte Reduktion des Natriumstroms).

Wie mit Herzinsuffizienz bei ACM umgehen?

Die pharmakologischen Optionen zur Behandlung der ARVD/C bestehen aus arrhythmischen Wirkstoffen, Betablockern und Herzinsuffizienz-Medikamenten, so Prof. Dr. Dr. h.c. Frank Ruschitzka, Zürich.

Prof. F. Ruschitzka

Der Referent stützte sich dabei auf ein Consensus-Statement einer Internationalen Task Force. Für ARVC/D-Patienten, die eine rechts- oder links-seitige Herzinsuffizienz entwickeln, ist die Standardbehandlung mit ACE-Inhibitoren, ARBs, Betablockern und Diuretika empfohlen (Klasse-I-Empfehlung). Für ARVC/D-Patienten mit asymptomatischer RV- und/oder LV-Dysfunktion kann eine Behandlung mit ACE-Inhibitoren oder ARBs in Betracht gezogen werden (IIb). Betablocker sind empfohlen bei ARVC/D Patienten mit wiederkehrenden VT, geeigneten Therapien oder unangemessenen ICD-Interventionen infolge von Sinustachykardie, SVT oder AFib/Flattern mit hoher ventrikulärer Rate (Klasse I). Betablocker sollten bei allen Patienten mit ARVD/C, unabhängig von Arrhythmien, in Betracht gezogen werden (Klasse IIa). Die prophylaktische Gabe von Betablockern bei gesunden Genträgern ist nicht empfohlen (Klasse III), so die Guidelines.
Die Herzinsuffizienz ist hƤufig und bei Patienten mit ARVD/C nicht ausreichend erkannt.
Der Referent zeigte die Entwicklung der Behandlung der Herzinsuffizienz über die Jahre von den palliativen über die neurohormonalen Medikamente zu den Devices und ARNI bis zu den SGLT-Inhibitoren, die als Antidiabetika entwickelt wurden, sich aber bei Herzkranken als effektiv erwiesen und auch bei ARVD/C eine rationale Bedeutung haben. Sie reduzieren das interstitielle Ɩdem, die Vorlast, Nachlast, sowie LV und Wandstress. Sie verbessern die Nierenfunktion und die kardiovaskulƤre Physiologie, verhindern den Natrium-Wasserstoffaustausch verbessern die Bioenergie sowie die Natriurese.

Der Zürcher ARVC Forschungspreis

Der mit CHF 30 000 dotierte, von der Georg und Bertha Schwyzer-Winiker Stiftung, der Baugartenstiftung und Dr. Hans-Peter Wild gestiftete Preis für die Grundlagenforschung ging an Frau Dr. med. Marina Cerrone für die Arbeit Ā«Disruption of Ca2+, Homeostasis and Connexin 43 Hemichannel Function in the Right Ventricle Preceds Overt Arrhythmogenic Cardiomyopathy in Plakophilin-2-Deficient MiceĀ», publiziert in Circulation 2019. Die Preisübergabe erfolgte durch den NobelpreistrƤger Prof. Rolf Zinkernagel, Zürich.
Der Preis für Klinische Forschung ging an Dr. med. Ling Chen für die Arbeit mit dem Titel «A novel genotype-based clinicopathology classification of arrhythmogenic cardiomyopathy provides novel insights into diseae progression», publiziert im European Heart Journal 2019. Die Würdigung erfolgte durch Prof. Frank Ruschitzka.

Den krƶnenden Abschluss fand der der Arrhythmie gewidmete Nachmittag mit den Rhythmen der Musici Volanti, die das Publikum mit ihrem variantenreichen Programm verzauberten.

Prof. Dr. Dr. h.c. Walter F. Riesen

riesen@medinfo-verlag.ch

Schlechte Erreichung der Lipidzielwerte bei Patienten mit symptomatischer peripherer Arterienerkrankung

Internationale Richtlinien betrachten periphere Arterienerkrankung (PAD) als einen mit sehr hohem kardiovaskulärem (CV) Risiko assoziierten Zustand (1-3). Es hat sich gezeigt, dass Patienten mit PAD sogar ein höheres Risiko für CV-Ereignisse haben als Patienten mit koronarer Herzkrankheit (4-7). Der Grund dafür ist möglicherweise die Dyslipidämie und der erhöhte Entzündungszustand der Erkrankung, wie die Erhöhung des C reaktiven Proteins (CRP), welche bei PAD ausgeprägter ist als bei koronaren Patienten, andeutet. (8,9). In den Leitlinien wird eine strikte Risikofaktorenkontrolle empfohlen. Diese umfasst unter anderem die Kontrolle des LDL-Cholesterins. In randomisierten klinischen Studien erwiesen sich Statine als wirksam in der Senkung kardiovaskulärer Ereignisse auch bei Patienten mit PAD (10, 11). Es hat sich aber gezeigt, dass die Adhärenz zur Statintherapie im Allgemeinen mangelhaft ist, trotz des gut dokumentierten Nutzens dieser Therapie. Im Gegensatz zur Literatur über Patienten mit CAD gibt es nur wenig klinische Daten über die Einhaltung einer lipidsenkenden Therapie (LLT) und das Erreichen der Zielwerte bei Patienten mit PAD.
Deshalb war das Ziel einer an einem universitären Zentrum durchgeführten grossen Beobachtungsstudie die Definition der Behandlungspraktiken bei aufeinander folgenden, nicht ausgewählten Patienten mit symptomatischer PAD, die sich einer Revaskularisierung der unteren Extremitäten unterzogen hatten (12). Dabei wurden die Trends bei der Erreichung der LDL-C-Zielwerte über die Zeit und das Verhältnis zu kardiovaskulären Mortalitätsraten bewertet.
1109 Patienten mit chronischer, symptomatischer PAD (Fontaine II, III oder IV), die an einem tertiären universitären Zentrum für eine endovaskuläre Revaskularisierung der unteren Extremitäten vorgesehen waren, wurden in die Studie eingeschlossen.

Lipidsenkende Therapie

Ungefähr zwei Drittel der Patienten (69.3%) erhielten Statine. Die am häufigsten verschriebenen Statine waren Atorvastatin (52.3%) und Rosuvastatin (23.5%). Die mittlere Statindosis normalisiert auf 40mg Simvastatin (13) betrug 52mg pro Tag. Über die Zeit nahm die lipidsenkende Therapie von 59% im Jahr 2010 auf 81% im Jahr 2017 zu. Obschon eine signifikante Verbesserung der LDL-Cholesterinwerte von 2010 bis 2017 (Mittelwert 2.85mmol/l vs. 2.07mmol/l) stattfand, blieb die Zielwerterreichung bescheiden. Nur 295 (27%) der Patienten wiesen die von den Richtlinien empfohlenen Werte unter 1.8mmol/l auf, während 504 Patienten (45.4%) Werte über 2.6mmol/l hatten, davon lagen 37% sogar über 3.5mmol/l. Die meisten Patienten (73.4%) wiesen nicht die von den Richtlinien empfohlenen Ziel-Werte auf.
Über die Zeit zeichnete sich aber eine konsistente Abnahme der LDL-Cholesterinwerte ab, die besonders deutlich nach Einführung einer Lipidklinik im Jahre 2016 war. Trotzdem waren in den Jahren 2016 und 2017 immer noch nur 42% bzw. 45% unterhalb des Zielwerts von 1.8mmol/l.
Die Rate an Statinintoleranz war in dieser Studie erstaunlich gering mit nur 1.8%, was im Hinblick auf Literaturdaten erstaunlich ist. Vermutlich handelt es sich bei der untersuchten Kohorte mit symptomatischer PAD um Patienten, die ihre Muskelschmerzen eher der zugrunde liegenden Krankheit zuschrieben als der Statintherapie.

Überlebensdaten

Neben der Erfassung der lipidsenkenden Therapien und der Zielwerterreichung war die Untersuchung der Auswirkungen auf die kardiovaskulƤre MortalitƤt ein weiteres Studienziel. Es zeigte sich dabei, dass mit Statin behandelte Patienten eine signifikant niedrige kardiovaskulƤre MortalitƤt aufwiesen als solche, die nicht mit einem Statin behandelt wurden (4% vs. 11%, p<0.01).

Fazit

Die Studie vermittelt ein zeitgemässes Real-World-Bild des derzeitigen Standes der lipidsenkenden Therapie bei Patienten mit symptomatischer peripherer arterieller Krankheit. Es geht daraus hervor, dass eine Verbesserung der Risikofaktorkontrolle möglich, aber derzeit ungenügend ist. Anreize für eine bessere Lipidkontrolle sollten sich auf Patienten mit peripherer arterieller Krankheit konzentrieren

Quelle: Dopheide JF et al.Poor attainment of lipid targets in patients with symptomatic peripheral artery disease. J Clin Lipidol 2018; 12:711-717

Prof. Dr. Dr. h.c. Walter F. Riesen

riesen@medinfo-verlag.ch

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ABI et risque cardiovasculaire

Lā€™ā€Šā€Šankle-brachial index (ABI), appelĆ© aussi index cheville-bras voire index de pression systolique, permet de poser le diagnostic dā€™ā€ŠartĆ©riopathie oblitĆ©rante des membres infĆ©rieurs (AOMI), et est un marqueur puissant de maladies cardiovasculaires. La pertinence clinique de cet index permet au mĆ©decin traitant de suivre avec une attention particuliĆØre surtout les patients Ć¢gĆ©s, souvent peu symptomatiques du fait dā€™ā€Šune mobilisation limitĆ©e, mais Ć  haut risque de complications. Le risque Ć©volutif vers des Ć©vĆ©nements cardiovasculaires majeurs (major adverse cardiovascular events, MACE), ainsi des Ć©vĆ©nements majeurs aux membres infĆ©rieurs (major adverse limb events, MALE) est rĆ©el. Nous ne traiterons pas de la prise en charge de lā€™ā€ŠAOMI, mais proposerons des notions rĆ©capitulatives sur lā€™ā€ŠutilitĆ© et lā€™ā€ŠinterprĆ©tation de la mesure de lā€™ā€ŠABI, thĆØme principal de cet article.

Lā€™ā€ŠABI correspond au rapport entre la pression systolique la plus Ć©levĆ©e mesurĆ©e par Doppler continu au niveau pĆ©dieux et tibial postĆ©rieur, et la valeur tensionnelle systolique la plus haute au niveau humĆ©ral. Il est primordial de mesurer la pression humĆ©rale bilatĆ©ralement, une asymĆ©trie significative pouvant tĆ©moigner dā€™ā€Šune stĆ©nose sous-claviĆØre mĆŖme asymptomatique. La valeur de lā€™ā€ŠABI serait erronĆ©e en cas dā€™ā€Šutilisation de la pression la plus basse.
Les Ć©tudes ont montrĆ© que la mesure de lā€™ā€ŠABI est en principe reproductible (1) . Toutefois, comme pour tout examen opĆ©rateur-dĆ©pendant, lā€™ā€ŠexpĆ©rience est un facteur dĆ©terminant pour une mesure fiable et prĆ©cise, ceci en particulier chez des patients avec une atteinte oblitĆ©rante significative. Le personnel non expĆ©rimentĆ© devra sā€™ā€ŠentraĆ®ner au-delĆ  de quelques essais, mĆŖme aprĆØs supervision initiale par un spĆ©cialiste (2).

ABI et diagnostic dā€™ā€ŠAOMI

Le tableau 1 dĆ©taille la correspondance clinique en fonction des valeurs de lā€™ā€ŠABI. Une valeur dā€™ā€ŠABI infĆ©rieure ou Ć©gale Ć  0.90 est retenue comme posant le diagnostic dā€™ā€ŠAOMI. Des Ć©tudes ont montrĆ© une excellente spĆ©cificitĆ© et une bonne sensibilitĆ©, par rapport Ć  lā€™ā€Šangiographie montrant des lĆ©sions stĆ©nosantes (3). Un ABI est considĆ©rĆ© normal entre cette valeur et 1.40 (4). Des valeurs supĆ©rieures tĆ©moignent dā€™ā€Šune rigiditĆ© artĆ©rielle, la pression de compression Ć  la cheville Ć©tant supĆ©rieure Ć  la pression effective dans le vaisseau. La mĆ©diacalcose, qui se manifeste principalement en cas de diabĆØte et dā€™ā€Šinsuffisance rĆ©nale terminale, en est lā€™ā€Šune des causes. Elle nā€™ā€Šest pas en elle-mĆŖme Ć  lā€™ā€Šorigine de stĆ©nose intraluminale, mais peut sans autre ĆŖtre associĆ©e Ć  une condition oblitĆ©rante athĆ©romateuse.
Une valeur dā€™ā€ŠABI dans la norme ne permet pas dā€™ā€Šexclure formellement une AOMI. Une rigiditĆ© artĆ©rielle dĆ©butante peut surestimer partiellement la pression distale. La concordance de la valeur de lā€™ā€ŠABI avec la morphologie des courbes Doppler permettrait de mieux nuancer cet aspect. Toutefois, cette notion nĆ©cessiterait dā€™ā€Šanalyser des courbes spectrales en plus de la valeur tensionnelle systolique mesurĆ©e pour le calcul de lā€™ā€ŠABI. En cas de diabĆØte et/ou dā€™ā€Šinsuffisance rĆ©nale chronique, la prudence dā€™ā€ŠinterprĆ©tation dā€™ā€Šun ABI dans la norme est donc de mise. Dans ces conditions, la mesure de lā€™ā€Šindex orteil/bras (toe/brachial index, TBI) est prĆ©cieuse. En effet, les artĆØres digitales sont rarement touchĆ©es par des calcifications (3), et la valeur de pression mesurĆ©e correspond Ć  celle effective dans le vaisseau. Une valeur du TBI infĆ©rieure Ć  0.70 est considĆ©rĆ©e comme pathologique. Une Ć©tude rĆ©cente a montrĆ© que, sur 3760 patients inclus, le 20.5% avait un ABI dans la norme mais un TBI diminuĆ© (5). Seule une partie de ces patients avait toutefois un diabĆØte voire une insuffisance rĆ©nale chronique, la prĆ©sence dā€™ā€Šune vasculite pouvant aussi ĆŖtre Ć  lā€™ā€Šorigine de cette constellation.

ABIā€Š: marqueur dā€™ā€ŠAOMI et de risque cardiovasculaire systĆ©mique

Ces derniĆØres annĆ©es ont vu une Ć©volution significative non seulement dans la prise en charge de lā€™ā€ŠAOMI, mais aussi dans la prise de conscience que lā€™ā€ŠAOMI est un tĆ©moin potentiel dā€™ā€Šune atteinte vasculaire plurilocalisĆ©e. La pathologie athĆ©romateuse prĆ©sente en effet un caractĆØre systĆ©mique, et nā€™ā€Šest pas seulement spĆ©cifique aux membres infĆ©rieurs.
Sans entrer dans les dĆ©tails, rappelons quā€™ā€Šen cas dā€™ā€ŠAOMI, 25-70% des patients prĆ©sentent une atteinte coronarienne associĆ©e, jusquā€™ā€ŠĆ  20 % une atteinte stĆ©nosante carotidienne supĆ©rieure Ć  70%, sans oublier les lĆ©sions pouvant survenir dans dā€™ā€Šautres territoires vasculaires, notamment mĆ©sentĆ©rique et rĆ©nal (4).
Un ABI ≤ 0.90 tĆ©moigne dā€™ā€Šune AOMI, et est donc associĆ© Ć  une augmentation du risque cardiovasculaire, tant en ce qui concerne la morbiditĆ© que la mortalitĆ© cardiovasculaire et totale (6). Il est, par ailleurs, intĆ©ressant de noter que les informations donnĆ©es par lā€™ā€ŠABI se rĆ©vĆØlent significatives au-delĆ  de scores habituellement utilisĆ©s pour dĆ©terminer le risque cardiovasculaire des patients, comme par exemple le Framingham risk score (3). Un ABI diminuĆ© permet, par consĆ©quent, non seulement de poser le diagnostic dā€™ā€ŠAOMI, mais reprĆ©sente aussi un puissant marqueur du risque cardiovasculaire, mettant le patient dans une catĆ©gorie Ć  haut risque (3, 6-9).
Lā€™ā€Šassociation entre un ABI > 1.40 et une augmentation du risque cardiovasculaire est reconnue (3, 6, 8). Rappelons que, parmi les pathologies associĆ©es Ć  des valeurs Ć©levĆ©es de lā€™ā€ŠABI, le diabĆØte et lā€™ā€Šinsuffisance rĆ©nale terminale reprĆ©sentent en elles-mĆŖmes des facteurs de risque cardiovasculaire. Un ABI > 1.40 est surtout associĆ© Ć  des complications cĆ©rĆ©brovasculaires (3, 10).

Le patient asymptomatique est aussi Ć  risque

Il serait erronĆ© de penser que les patients asymptomatiques ne sont pas concernĆ©s par lā€™ā€Šaugmentation du risque cardiovasculaire. Le concept que la majoritĆ© des patients avec une AOMI sont asymptomatiques, doit ĆŖtre nuancĆ©. On estime quā€™ā€Šenviron 30% de ces patients prĆ©sentent une AOMI dite « masquĆ©e ». Il sā€™ā€Šagit de patients prĆ©sentant une pathologie (orthopĆ©dique, rhumatologique, neurologique, etc) limitant lā€™ā€Šeffort, et empĆŖchant lā€™ā€Šexpression dā€™ā€Šune claudication artĆ©rielle. Dā€™ā€Šautres patients prĆ©sentent une neuropathie, par exemple diabĆ©tique, supprimant la sensation douloureuse Ć  lā€™ā€Šeffort, mais aussi au repos. Il sā€™ā€Šagit donc de patients particuliĆØrement fragiles, avec un risque important de passer dā€™ā€Šun stade asymptomatique Ć  un stade avancĆ© et grave de lā€™ā€ŠAOMI.
MĆŖme chez les sujets asymptomatiques, un ABI pathologique est associĆ© Ć  un risque cardiovasculaire augmentĆ© (7, 10, 11). Lā€™ā€ŠĆ©valuation de lā€™ā€ŠABI serait donc en principe Ć  proposer non seulement aux patients symptomatiques, mais aussi Ć  dā€™ā€Šautres classes de patients, comme recommandĆ© par des directives rĆ©centes (tableau 2) (4).

Lā€™ā€ŠischĆ©mie critiqueā€Š: une condition Ć  ne pas sous-estimer

Lā€™ā€ŠischĆ©mie critique est une condition Ć  haut risque de complications. Il sā€™ā€Šagit dā€™ā€Šune ischĆ©mie au repos, symptomatique gĆ©nĆ©ralement sous forme de douleurs Ć  lā€™ā€Šavant-pied. Les patients peuvent ĆŖtre rĆ©veillĆ©s la nuit par les douleurs. Une amĆ©lioration, voire une rĆ©gression de la symptomatologie, peut se manifester lors du passage de la position couchĆ©e Ć  assise ou debout, tĆ©moignant dā€™ā€Šune rĆ©serve de perfusion. Du point de vue des paramĆØtres hĆ©modynamiques, elle se confirme par un ABI < 0.40, par une pression Ć  la cheville < 50 mmHg, une pression digitale < 30 mmHg, ainsi quā€™ā€Šune mesure transcutanĆ©e de pression dā€™ā€ŠoxygĆØne < 30 mmHg (4). En cas de symptomatologie au repos, une prise en charge de revascularisation doit ĆŖtre considĆ©rĆ©e.
Il y a toutefois des patients, en particulier gĆ©riatriques, qui restent asymptomatiques, y compris Ć  lā€™ā€Šeffort (moindre au vu dā€™ā€Šune mobilisation limitĆ©e). Une intervention de revascularisation prĆ©ventive nā€™ā€Šest pas proposĆ©e, hormis dans les cas dā€™ā€Šune menace dā€™ā€Šocclusion dā€™ā€Šun geste interventionnel prĆ©alable (occlusion par exemple dā€™ā€Šun pontage qui amĆØnerait le patient Ć  un stade symptomatique). Ces patients asymptomatiques nĆ©cessitent toutefois un suivi clinique strict, et une prise en charge immĆ©diate par exemple lors dā€™ā€Šune blessure mĆŖme minime ou dā€™ā€Šune infection dĆ©butante. Ces conditions sont en effet Ć  haut risque Ć©volutif, y compris vers une amputation. Lā€™ā€ŠĆ©tat initialement asymptomatique doit ĆŖtre considĆ©rĆ© comme particuliĆØrement fragile chez ces patients.
Concernant les complications vasculaires systĆ©miques, lors de condition dā€™ā€ŠischĆ©mie critique des membres infĆ©rieurs, lā€™ā€ŠĆ©volution vers un infarctus du myocarde, un dĆ©cĆØs cardiovasculaire, et un accident vasculaire cĆ©rĆ©bral est deux fois plus frĆ©quente par rapport aux stades moins graves dā€™ā€ŠAOMI(12).

Dr Luca Calanca

Centre Hospitalier Universitaire Vaudois
Service dā€™ā€ŠAngiologie
Ch. de Mont-Paisible 18
1011 Lausanne

Dr Marco Fresa

Centre Hospitalier Universitaire Vaudois
Service dā€™ā€ŠAngiologie
Ch. de Mont-Paisible 18
1011 Lausanne

Pr Lucia Mazzolai

Centre Hospitalier Universitaire Vaudois
Service dā€™ā€ŠAngiologie
Ch. de Mont-Paisible 18
1011 Lausanne

lucia.mazzolai@chuv.ch

Les auteurs nā€™ā€Šont dĆ©clarĆ© aucun conflit dā€™ā€ŠintĆ©rĆŖts en relation Ć  cet article

  • Un ABI ≤ 0.90 permet de poser le diagnostic dā€™ā€ŠAOMI et est un marqueur dā€™ā€Šaugmentation du risque cardiovasculaire.
  • Les patients avec une AOMI asymptomatique prĆ©sentent aussi un risque cardiovasculaire augmentĆ©.
  • Lā€™ā€ŠAOMI est une condition pouvant Ć©voluer vers des complications systĆ©miques et/ou locales graves.
  • Les personnes Ć¢gĆ©es asymptomatiques, surtout en cas de mobilitĆ© rĆ©duite, nĆ©cessitent un suivi strict et une prise en charge rapide en cas de complications mĆŖme dĆ©butantes.
  • Lā€™ā€ŠischĆ©mie critique est une condition Ć  haut risque de complications.

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Mycose, prurit et dyspareunie

Le prurit gĆ©nital et la dyspareunie sont des symptĆ“mes Ć  la fois courants et complexes dans la vie gynĆ©cologique quotidienne. Les symptĆ“mes et les tableaux cliniques se chevauchent largement, ce qui peut parfois rendre le diagnostic extrĆŖmement difficile et retarder le dĆ©but dā€™ā€Šune thĆ©rapie adĆ©quate. Cet article vise Ć  donner un aperƧu des diagnostics diffĆ©rentiels et se concentre sur la genĆØse infectieuse.

Prurit gƩnital comme symptƓme principal

Le prurit vulvaire ou vaginal est un symptĆ“me majeur courant en gynĆ©cologie, en gynĆ©cologie de lā€™ā€Šenfant et de lā€™ā€Šadolescent cā€™ā€Šest mĆŖme le symptĆ“me le plus courant avec plus de 60ā€Š% (1). La liste des causes possibles est longue et ce nā€™ā€Šest pas toujours une infection fongique qui en est responsable. Moins de 50ā€Š% des femmes ayant un prurit vulvaire ou vaginal souffrent en fait de candidose vulvovaginale. Cependant, en prĆ©sence de cette derniĆØre, le prurit est le symptĆ“me cardinal qui, dans 90ā€Š% des cas, est associĆ© Ć  une candidose vulvo-vaginale (2). En cas de prurit gĆ©nital, le diagnostic diffĆ©rentiel doit prendre en compte les allergies, les irritations cutanĆ©es (produits de soin et dā€™ā€ŠhygiĆØne, etc.), les infections de la vulve et/ou du vagin, les maladies internes (par exemple diabĆØte sucrĆ©, polyarthrite rhumatoĆÆde, lupus Ć©rythĆ©mateux dissĆ©minĆ©), lā€™ā€Šatrophie gĆ©nitale (carence en œstrogĆØnes), les nĆ©oplasies, les maladies cutanĆ©es chroniques non infectieuses (par exemple lichen sclĆ©reux) ou une genĆØse psychologique (3). Un aperƧu des diagnostics diffĆ©rentiels est donnĆ© au tableau 1. Le traitement est gĆ©nĆ©ralement basĆ© sur la maladie sous-jacente ou, si aucune cause spĆ©cifique ne peut ĆŖtre trouvĆ©e, il peut ĆŖtre pour une pĆ©riode temporaire de nature purement symptomatique (par exemple, corticostĆ©roĆÆdes locaux, lotion de lavage au pH neutre, crĆØme grasse).

Dyspareunie

La dyspareunie, le rapport sexuel douloureux, touche environ 8-22ā€Š% de toutes les femmes (4). Il faut distinguer la dyspareunie superficielle (souvent prĆØs de lā€™ā€ŠintroĆÆtus, lors de la pĆ©nĆ©tration) de la dyspareunie profonde. Les causes les plus courantes de dyspareunie chez les femmes de moins de 50 ans sont la dermatose vulvaire, lā€™ā€ŠendomĆ©triose, le syndrome de douleur vulvaire provoquĆ©e, le syndrome de douleur pelvienne myofasciale (myofacial pelvic pain syndrome) et la cystite interstitielle / le syndrome vĆ©sical douloureux (painful bladder syndrome). Lā€™ā€Šatrophie urogĆ©nitale est la cause la plus frĆ©quente chez les femmes de plus de 50 ans (5), (6). Le tableau 2 donne un aperƧu des diagnostics diffĆ©rentiels les plus importants.
Une classification purement psychologique de la dyspareunie doit ĆŖtre Ć©vitĆ©e, car diffĆ©rentes composantes sont souvent prĆ©sentes. GĆ©nĆ©ralement, une sensation de brĆ»lure ou une douleur lancinante se produit avant, aprĆØs ou pendant les rapports sexuels. Lā€™ā€ŠintensitĆ© peut varier et dĆ©pend de la position sexuelle choisie, surtout dans les cas dā€™ā€ŠadhĆ©rences et dā€™ā€ŠendomĆ©triose (7).
Une anamnĆØse dĆ©taillĆ©e et lā€™ā€Šexamen gynĆ©cologique constituent la base du diagnostic. Il faut certainement exclure une genĆØse inflammatoire, infectieuse ou nĆ©oplasique (6).
ThĆ©rapie : Comme il sā€™ā€Šagit dā€™ā€Šun symptĆ“me, la thĆ©rapie est basĆ©e sur la maladie sous-jacente. Le traitement symptomatique comprend lā€™ā€Šutilisation de lubrifiants contre la sĆ©cheresse vaginale ainsi que lā€™ā€Šutilisation dā€™ā€ŠanesthĆ©siques locaux contre les troubles de la vulve. Une attention particuliĆØre doit Ć©galement ĆŖtre accordĆ©e Ć  lā€™ā€ŠĆ©ducation et Ć  lā€™ā€Šinformation des patientes.

Colpite et vulvovaginite

La vaginite ou colpite est une inflammation du vagin. Souvent, elle sā€™ā€Šaccompagne dā€™ā€Šune inflammation des organes gĆ©nitaux externes, dans ce cas, on parle de vulvovaginite. Lā€™ā€Šinflammation peut ĆŖtre causĆ©e par une infection, une inflammation ou des changements dans la flore vaginale physiologique (3). La vulvovaginite peut ĆŖtre asymptomatique, mais dans la plupart des cas, elle se manifeste par des symptĆ“mes tels que des dĆ©mangeaisons ou des brĆ»lures vulvovaginales prononcĆ©es, une rougeur des parois vaginales ou des organes gĆ©nitaux externes et des pertes vaginales, parfois malodorantes. La dysurie ou la dyspareunie peuvent Ć©galement se produire (8).
Les causes les plus courantes sont de nature infectieuse. Les trois causes infectieuses les plus courantes, la vaginose bactĆ©rienne, la vulvovaginite Ć  candida et la trichomonase, reprĆ©sentent ensemble environ 90ā€Š% des infections (9) (tableau 3). Les causes non infectieuses de la vaginite comprennent lā€™ā€Šatrophie vaginale, les corps Ć©trangers (restes de tampon ou de prĆ©servatif), les allergĆØnes et les irritants et dā€™ā€Šautres entitĆ©s moins courantes comme les maladies systĆ©miques.

Flore vaginale physiologique

La flore normale du vagin est formĆ©e par des lactobacilles (bactĆ©ries Dƶderlein), des bĆ¢tonnets Gram-nĆ©gatifs. Le glycogĆØne est stockĆ© dans les cellules Ć©pithĆ©liales squameuses du vagin par action œstrogĆ©nique. Le glycogĆØne des cellules Ć©pithĆ©liales Ć©liminĆ©es est mĆ©tabolisĆ© par les lactobacilles en lactate, qui est responsable de lā€™ā€Šenvironnement acide du vagin (8), (9). Ceci maintient la flore vaginale normale et supprime la croissance des germes pathogĆØnes (3). Le fluor vaginal est essentiellement produit par transsudation. Le fluor physiologique vaginal a un pH de 4,0 – 4,5, est blanchĆ¢tre, mince, acide, non malodorant et asymptomatique. La quantitĆ© normale est <ā€Š5ā€Šml/24h.

Vulvovaginite Ć  Candida

La candidose vulvovaginale est la cause la plus courante de prurit et de pertes vulvovaginales et la deuxiĆØme cause la plus courante de colpite aprĆØs la vaginose bactĆ©rienne. Cependant, la prĆ©valence exacte est difficile Ć  dĆ©terminer, car les espĆØces de Candida se trouvent dans le tractus gĆ©nital dā€™ā€Šenviron 20ā€Š% de toutes les femmes ne prĆ©sentant pas de signes cliniques dā€™ā€Šinfection (colonisation), de sorte que la dĆ©tection de Candida ne suffit pas Ć  elle seule pour poser un diagnostic (2). Dans une Ć©tude amĆ©ricaine rĆ©cente, 77,5 ā€Š% des femmes ont dĆ©clarĆ© avoir eu une candidose vulvovaginale au moins une fois dans leur vie, dont 34,6 % ont souffert de candidose vulvovaginale rĆ©currente (ā‰„ā€Š4 Ć©pisodes par an) (10). La prĆ©valence de la candidose vulvovaginale est la plus Ć©levĆ©e chez les femmes en Ć¢ge de procrĆ©er. Au-delĆ  de la mĆ©nopause, lā€™ā€Šapparition de la candidose vulvovaginale est inhabituelle, sauf chez les femmes sous œstrogĆ©nothĆ©rapie. Elle est Ć©galement inhabituelle chez les filles prĆ©-pubĆØres, chez qui la candidose vulvovaginale est parfois surdiagnostiquĆ©e (11).
Contrairement Ć  la vaginose bactĆ©rienne, la candidose vulvovaginale ne rĆ©duit pas le nombre de lactobacilles vaginaux. Les espĆØces de Candida sont facultativement pathogĆØnes. Environ 80ā€Š% des infections sont causĆ©es par Candida albicans, les autres infections sont principalement causĆ©es par Candida glabrata ou tropicalis (2). Une infection fongique cliniquement manifeste Ć  Candida ne se dĆ©veloppe que si, en plus dā€™ā€Šune numĆ©ration bactĆ©rienne suffisante, il existe une disposition ou des facteurs de risque (2). Les facteurs de risque comprennent le diabĆØte sucrĆ© (surtout en cas de mauvais contrĆ“le de la glycĆ©mie), lā€™ā€Šutilisation dā€™ā€Šantibiotiques, des taux Ć©levĆ©s dā€™ā€ŠÅ“strogĆØnes (contraceptifs oraux, grossesse, œstrogĆ©nothĆ©rapie) et lā€™ā€Šimmunosuppression (11).
Le symptĆ“me dominant est le prurit. Mais on dĆ©crit aussi souvent une sensation de brĆ»lure, une rougeur vaginale et une sensation de douleur prononcĆ©e. Les petites lĆØvres peuvent ĆŖtre oedĆ©mateuses et enflĆ©es. La dysurie et la dyspareunie peuvent Ć©galement se produire (11). Les pertes sont gĆ©nĆ©ralement blanches, Ć©paisses, friables et souvent collantes sur les parois vaginales (2). Mais parfois, elles peuvent ĆŖtre complĆØtement absentes. Le pH vaginal est gĆ©nĆ©ralement normal, ce qui permet de distinguer la candidose de la vaginose bactĆ©rienne et de la colpite Ć  trichomonas. Lā€™ā€ŠintensitĆ© des symptĆ“mes peut varier considĆ©rablement, par exemple des symptĆ“mes lĆ©gers Ć  minimes semblent se produire dans les infections Ć  Candida glabrata ou parapsilosis (en particulier dans les infections associĆ©es aux cathĆ©ters) (11) (2). Le diagnostic se fait par lā€™ā€Šexamen des organes gĆ©nitaux externes, du vagin et du col de lā€™ā€ŠutĆ©rus. Le col de lā€™ā€ŠutĆ©rus prĆ©sente habituellement des rĆ©sultats normaux. En outre, le diagnostic microscopique doit ĆŖtre effectuĆ© Ć  lā€™ā€Šaide de prĆ©parations natives. La microscopie optique rĆ©vĆØle des fils hyphaliques typiques et ramifiĆ©s. Ceux-ci sont formĆ©s de spores de candida ellipsoĆÆdes dans un environnement favorable Ć  lā€™ā€ŠhĆ“te. En lā€™ā€Šabsence de symptĆ“mes, leur apparition peut correspondre Ć  une seule colonisation, alors que les fils hyphaliques sont souvent en corrĆ©lation avec une maladie symptomatique (2).
En cas de symptĆ“mes classiques ainsi quā€™ā€Šen cas de dĆ©tection microscopique de Candida, une culture nā€™ā€Šest pas absolument nĆ©cessaire. Toutefois, elle doit ĆŖtre effectuĆ©e si aucune dĆ©tection microscopique nā€™ā€Ša Ć©tĆ© possible avec les symptĆ“mes correspondants et un pH normal, ou en cas de symptĆ“mes persistants ou rĆ©currents (11). Bien que la dĆ©tection par PCR montre une spĆ©cificitĆ© et une sensibilitĆ© Ć©levĆ©es, elle nā€™ā€Ša guĆØre Ć©tĆ© utilisĆ©e jusquā€™ā€ŠĆ  prĆ©sent dans le diagnostic de routine.
Comme aucun des symptĆ“mes nā€™ā€Šest pathognomonique de la candidose vulvovaginale, il faut tenter de dĆ©tecter la maladie par microscopie native, coloration de Gram ou culture en cas de soupƧon clinique afin dā€™ā€ŠĆ©viter un surdiagnostic et un surtraitement subsĆ©quent. Comme les autodiagnostics sont souvent erronĆ©s, ils doivent ĆŖtre faits avec prudence et lā€™ā€ŠautothĆ©rapie avec des mĆ©dicaments en vente libre nā€™ā€Šest pas recommandĆ©e. Dans une Ć©tude amĆ©ricaine, seule une minoritĆ© dā€™ā€Šenviron 500 femmes sans formation mĆ©dicale a pu Ć©tablir un diagnostic correct (11ā€Š% des femmes sans et 35ā€Š% des femmes avec une candidose vulvovaginale antĆ©rieure) (11).
ThĆ©rapieā€Š: Il existe plusieurs mĆ©dicaments disponibles sous diffĆ©rentes formes posologiques. Pour les infections non compliquĆ©es, un traitement local avec Clotrimazole ou Ɖconazole est recommandĆ© (crĆØme 7-10 jours et suppositoires vaginaux 3-6 jours). En cas dā€™ā€Šinfection compliquĆ©e, un traitement systĆ©mique avec une dose unique de Fluconazole 150 mg 1x ou dā€™ā€ŠItraconazole 200mg 2x doit ĆŖtre administrĆ© en plus. Dans le cas dā€™ā€Šinfections chroniques rĆ©currentes, il existe des schĆ©mas thĆ©rapeutiques rĆ©pĆ©titifs.
Lā€™ā€ŠefficacitĆ© du traitement probiotique, par exemple avec les comprimĆ©s vaginaux Gynoflor pour restaurer la flore vaginale, nā€™ā€Ša pas Ć©tĆ© scientifiquement prouvĆ©e.
Le traitement du partenaire sexuel asymptomatique ne semble pas être bénéfique pour la patiente.

Dr. med. Jeannette Baldinger

Frauenklinik
Kantonsspital St. Gallen
Rorschacher Strasse 95
9007 St. Gallen

jeannette.baldinger@kssg.ch

Prof. Dr. med. RenƩ Hornung

Frauenklinik
Kantonsspital St. Gallen
Rorschacher Strasse 95
9007 St. Gallen

Les auteurs nā€™ā€Šont dĆ©clarĆ© aucun conflit dā€™ā€ŠintĆ©rĆŖts en rapport avec cet article.

  • Le prurit gĆ©nital est un symptĆ“me courant, mais moins de 50% des femmes prĆ©sentant ce symptĆ“me ont en fait une candidose vulvovaginale.
  • Dans la plupart des cas, la candidose vulvovaginale sā€™ā€Šaccompagne de dĆ©mangeaisons. Les autres symptĆ“mes possibles sont la rougeur, lā€™ā€ŠÅ“dĆØme ou la douleur, alors que dans la vaginose bactĆ©rienne, les signes dā€™ā€Šinflammation sont gĆ©nĆ©ralement absents.
  • La dyspareunie peut avoir des causes multiples. Une anamnĆØse dĆ©taillĆ©e et un examen gynĆ©cologique soigneux mais prĆ©cis sont essentiels. Une cause organique doit ĆŖtre spĆ©cifiquement recherchĆ©e ou exclue.

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