Einsamer Höhenweg für einsame Spätherbsttage

Zwei kleine Klippen gilt es zu Herbstzeiten im Vorfeld dieser Rundwanderung hoch über dem Urner Reusstal zu umschiffen. Einerseits sollte man die Tour nicht zu spät im Jahr planen, um dem Wintereinbruch zuvor zu kommen. Auf der anderen Seite kann ein heftiger Föhn die Seilbahnfahrt von Amsteg nach Mittel-Arni hinauf vereiteln. Allerdings braucht es hier schon einen starken Sturm, da die Bahn recht gut geschützt im Windschatten des Axeli liegt, im Gegensatz zu jener von Intschi nach Arni, deren Trasse wesentlich exponierter verläuft und es deshalb häufiger zu Betriebseinstellungen kommt.

Die Seilbahn vom Amsteger Industriegebiet hinauf nach Mittel-Arni ist atemberaubend steil und lässt tief in die zerfurchten Felswände blicken. Von der Bergstation aus erreichen wir auf breitem Weg und nach kurzer Zeit den Arnisee. Bei der Sennhütte zweigt bergwärts ein schmaler Pfad ab, der an einer Wegkapelle vorbei direkt zum Eingang des Leitschachtals führt. Dort queren wir den gleichnamigen Bach bei dessen Fassung über eine Brücke. Am jenseitigen Ufer beginnt der kurze steile Aufstieg durch den stotzigen Wald zur Hangterrasse von Twären hinauf. Hier lassen sich die verschiedenen Verläufe der Gletschermoränen noch gut erkennen (Abb. 1). Zwischen diesen liegen vereinzelt kleine Tümpel, die seit der Eiszeit noch nicht ganz verlandet sind. Auf diesem ersten Wegabschnitt scheuchen wir mehrere Birkhühner auf, die mit gurrendem Alarmschrei davonfliegen. Zudem kommen wir kaum vorwärts, weil es so viele süsse Heidelbeeren zu naschen gibt.

Von nun an folgt der Pfad mehr oder weniger eben der Hangschulter bis zur Strahler- oder Jägerhütte von Redelbalmen und weiter zur Alp Wichel, die gut geschützt vor Lawinen auf einem Gratausläufer des Mittelstocks liegt. Leicht absteigend queren wir den aus dem nördlich gelegenen Felsenkessel abfliessenden Bach und verlassen den ins Tal führenden Weg bei der zweiten Abzweigung, die nicht zur Schindlachtalhütte, sondern unterhalb dieser den Steilhang traversiert bis zum breiten Weg, der dem Fuss des Wittenstocks entlang verläuft bis zur Sennhütte und dem langen Stall der Wildampferen, die schon von weitem zu sehen sind.

Der gesamte Höhenweg verzaubert durch seine Aussicht hinüber zu den Windgällen und zum Bristen, dessen Pyramide zwischen Maderaner- und Fellital hoch aufragt. Eindrücklich am Bristen sind das Gross- und Teiftal, durch die im Winter immer wieder mächtige Lawinen zu Tal fahren. Den Durchreisenden auf der Autobahn ist die von den umliegenden Bergen ausgehende Bedrohung wohl kaum bewusst, unterfahren sie doch diese Gefahrenstelle im sicheren Tunnel. Und der Felssturz von den Hälen Platten dürfte längst vergessen sein, auch wenn die Anrissstelle noch immer weithin gut sichtbar ist.

Wir steigen gegen Nordwesten zur Seewlisegg ab, wo sich die Alphütte hinter einen mächtigen Felsen duckt (Abb. 2 und 3). Die Längsseiten der Holzkonstruktion werden zudem durch dicke Steinmauern geschützt. Wir folgen dem Pfad weiter bis zur unteren der zwei Brücken, die zur Alp Staldi hinüberführen. Gleich jenseits des Intschital Bachs zweigt talwärts ein schmaler Weg ab, der kurz entlang des Wassers verläuft, dann aber gegen Nordosten in den Rostwald eintaucht. Er liegt über einer Wasserleitung und führt zur Heissigegg hinüber. Hier erreichen wir das Fahrsträsschen, das uns nach Hinter- und Mittel-Arni zurückbringt (Abb. 4).

Aufgepasst

In dieser Rubrik werden Berg- und Schneeschuhwanderungen vorgestellt, die in der Regel wenig bekannt sind, zu aussergewöhnlichen Orten führen und die Genugtuung einer besonderen persönlichen Leistung bieten, sei es, dass man sich am Abend nach der Arbeit noch zu einer kleinen körperlichen Anstrengung überwindet, bzw. sich in ein oder zwei Tagen abseits breit getretener Wege unvergessliche Naturerlebnisse erschliesst. Zur besseren Beurteilbarkeit des Schwierigkeitsgrades der Tourenvorschläge wird jeweils eine Einschätzung anhand der SAC-Skala für Berg- (T1 bis T6) und für Schneeschuhwanderungen (WT1 bis WT6) gegeben. Die schwierigste Wegstelle, unabhängig von ihrer Länge, bestimmt jeweils die Gesamtbewertung der Route. Letztendlich bleibt aber jeder selbst für die Beurteilung seiner Fähigkeiten und Eignung für die vorgestellte Wanderung verantwortlich. Die Gehzeiten sind Richtwerte und gelten für normal trainierte Wanderer. Sie müssen nicht zwingend mit den Angaben auf Wegweisern übereinstimmen.

Prof. Dr. med. dent. Christian E. Besimo

Riedstrasse 9
6430 Schwyz

christian.besimo@bluewin.ch

Im Banne eines rätselhaften Bergsturzgebietes

Die nachfolgende Wanderung liegt in einem prähistorischen Bergsturzgebiet, das der Wissenschaft nach wie vor viele Rätsel aufgibt. So fällt beispielsweise die Datierung kontrovers aus: erfolgte der Bergsturz vor 18 000 bis 13 000 Jahren vor unserer Zeitrechnung, also zu einer Zeit, als der Rhone-Gletscher noch das Tal bedeckte, oder erst vor rund 8000 Jahren, nach Rückzug des Eises? Zudem bleibt unklar, ob es sich um ein oder zwei Bergsturzereignisse handelt. Betrachtet man die Geländetopographie auf dem Blatt 1287 der Landeskarte 1:25 000 oder von der gegenüberliegenden Talseite aus, z.B. vom Illhorn, so glaubt man tatsächlich zwei unterschiedlich orientierte und strukturierte Anriss- und Rutschgebiete zu erkennen: eine grössere östliche, nach Süden orientierte Zone am Fusse der Varneralp mit dem glatten, nur spärlich bewachsenen Gleithorizont, der den Namen Blatte trägt, und eine westliche, nach Südwesten orientierte Zone unterhalb des Murmilitangil, die möglicherweise später zu Tal fuhr und deshalb von den bereits im Tal liegenden Gesteins- und Schuttmassen gebremst wurde, was die bucklige Topographie in diesem Bereich erklären könnte. Wie auch immer, ungeklärt bleibt auch die Tatsache, dass der Geschiebestrom erst bei Grône, also gut 12 Kilometer von der Abrissstelle entfernt zum Stillstand kam. Dies ist an der hügeligen Struktur im Talboden zu erkennen, die heute den westlichen Teil des Pfynwaldes und die Region von Sierre formt. Wie ist dies möglich, wenn nicht der Rhone-Gletscher die Schuttmassen weiter nach Westen transportiert hätte? Einig ist man sich dagegen über die Ursache des Bergsturzes. Durch den allmählichen Rückzug des Rhone-Gletschers am Ende der letzten Eiszeit blieb an seinem Fuss ein instabiler Hang zurück, dessen Abrutschen durch die gleichmässig abfallenden Kalksteinschichten begünstigt wurde. Da das Rhonetal in einer geologischen Störzone liegt, ist auch denkbar, dass ein Erdbeben das Abreissen der Gesteinsmassen ausgelöst hat (Quelle: Flüeler E: Berge entstehen – Berge vergehen. Wanderungen zu Bergstürzen entlang der Alpen. Hep Verlag, Bern 2011).
Hiermit haben wir genug Stoff zum Beobachten und Nachdenken während unseres Aufstiegs durch das Rutschgebiet zur Varneralp. Wir starten am oberen Ende der Maiensiedlung Cordona und folgen dem schmalen Weg gegen Osten in Richtung des Flottuwaldes. Wir bewegen uns hier im Bereich der Sprachgrenze, sodass uns abwechslungsweise französische und deutsche Flurnamen begegnen. Der Waldwuchs ist vorerst noch spärlich. Wir begegnen zur Hauptsache Waldföhren, die den gegebenen Bedingungen mit geringer Humusdecke sowie wenig Niederschlag und hohen Temperaturen bestens angepasst sind. In höheren Lagen wird der Waldwuchs dichter und vielfältiger, weil hier eine mächtigere Schicht von mineralienreichem Bergsturzmaterial liegen geblieben ist.


Der Pfad quert zweimal ein Fahrsträsschen, dem wir noch mehrmals begegnen werden. Auf 1520 Metern Höhe stossen wir auf den Pfad, der von der Varneralp nach Varen hinunterführt. Wir folgen diesem bergwärts in nordwestlicher Richtung bis zur Lichtung Couvinir, wo der Weg gegen Nordosten abbiegt (Abb. 1). Nach Verlassen des Waldes erkennen wir oberhalb der zweiten Hütte einen Pfad, der gegen Südosten in die Abrisszone des Bergsturzes am Rand der Varneralp hineinführt. Zwischen riesigen Blöcken hindurch erreichen wir die Alpwiesen bei Planitschal, von wo aus wir das nahe Ziel, die langgezogene Alphütte von Planigrächti sehen können. Einer der Blöcke hat die Form einer Mitra, weshalb er im Volksmund auch «Bischofschappe» genannt wird (Abb. 2). In Planigrächti geniessen wir eine herrliche Walliser Platte, während draussen ein heftiger Platzregen vorbeizieht. Dieses Jahr werden 200 Stück Vieh zur Muttertierhaltung, sieben Milchkühe für die Käseherstellung und fünf Pferde auf der Alp gesömmert. Bei der Besprechung des Rückweges mit den Alpleuten wird deutlich zwischen dies- und jenseits der «Grenze» unterschieden, also zwischen welsch und deutsch. Und noch eine Grenze ist nicht in Vergessenheit geraten: das schlechte Wetter kommt immer nur von der Berner Seite.


Auf dem Rückweg wenden wir uns vorerst gegen Westen bis zur Alphütte von Nüschelet, wo wir zum Aufstiegsweg zurückkehren (Abb. 3). Diesem folgen wir bis zur dritten Querung des Fahrsträsschens. Auf diesem erreichen wir talwärts nach rund hundert Metern in der ersten Geländeeinziehung eine undeutliche Pfadspur, die uns zu einer langgezogenen Lichtung hinunterführt, an deren Ende wir einen breiten Waldweg finden, der uns direkt nach Cordona zurückbringt (Abb. 4).

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Hoch über dem Illgraben

In St. Luc im Val d’Anniviers bieten sich zwei Doppelbesteigungen an einem Tag an, nämlich das Rothorn und die Bella Tola sowie das zum Rothorn unmittelbar nördlich benachbarte Schwarz- und Illhorn. Wir entscheiden uns diesmal für die letzteren beiden. Dabei verkürzen wir des unsteten Wetters wegen unseren Aufstieg, indem wir den vor Chandolin gelegenen Sessellift nach Tsapé hinauf benutzen.

Die Bergbauern von Chandolin, dem höchst gelegenen Walliser Dorf, betrieben früher eine Mehrstufenwirtschaft, Transhumanz genannt, wie sie auch in anderen Bergregionen der Alpen vorkam. Die hohe Lage des Dorfes führte jedoch dazu, dass sich die alljährliche Wanderung von Stufe zu Stufe in zwei Richtungen bewegen musste. Die Maiensässe und die Rebberge lagen talwärts, die Alpen bergwärts, eine spezielle Herausforderung, die vieler helfender Hände und somit kinderreicher Familien bedurfte.
Von Tsapé aus richten wir uns gegen Osten zum Illpass, von wo aus wir immer noch in östlicher Richtung über einen Moränenrücken den Lac Noir erreichen (Abb. 1). Der Aufstieg zum Schwarzhorn führt auf den ersten Metern entlang des Ostgrates, bevor er sich in einer weit ausholenden Kehre gegen Südosten den Südwesthang des Berges querend zum Gipfel wendet. Dort würde sich der Blick über das Rhonetal und die im Norden gelegenen Gebirgszüge öffnen, doch leider verwehren uns Nebel und Nieselregen diese Aussicht.

Auf dem Rückweg zum Illpass lassen wir uns aber trotzdem das Bad im sommerwarmen Lac Noir nicht nehmen, bevor wir den Verbindungrat zum Illhorn hinüber überschreiten. Der kleine Felszacken mit Kreuz wird gegen Westen umgangen und bei der kleinen Hütte kurz vor dem Abstieg zum Pas de l’Illsee lädt bei schönem Wetter ein Tisch mit Bänken zu beschaulicher Rast ein. Auch der Aufstieg zum Illhorn weiter gegen Norden ist kurz (Abb. 2). Der Tiefblick in den Illgraben ist atemberaubend. Dieser nährte über Jahrtausende den ausgedehnten Schuttkegel, auf dem heute der Pfynwald sowie das Dorf Susten liegen. Die Rhone wurde an den Nordrand des Tales gedrängt. Weit reicht die Aussicht gegen Westen über das Rhonetal. Interessant ist auch der Blick gegen Norden hinüber zur sogenannten Blatte oberhalb von Salgesch. Dieser Hang bildete in prähistorischer Zeit die Gleitfläche für einen riesigen Bergsturz, der die Hügel zwischen Sierre / Siders und Pfyn zurückgelassen hat. In diesem Hang mit seinem lockeren Bewuchs von Waldföhren im oberen und Flaumeichen im unteren Teil fallen zwei praktisch horizontal verlaufende Linien mit dichterem Baumbestand auf. Diese markieren den Verlauf der Grossi Wasserleitu von Varen und der tiefer gelegenen Suone von Salgesch, die beide aus der Raspille gespiesen werden. Die Raspille erhält ihr Wasser aus den von den Faverges und dem Trubelstock herunterziehenden Zuflüssen. Das wertvolle Wasser dient noch heute der Bewässerung der Rebberge und Felder von Salgesch und Varen.

Wir kehren zum Pas de l’Illsee zurück und steigen gegen Westen zur Cabane Illhorn ab, die am oberen Rand des Arvenwaldes von Chandolin liegt (Abb. 3). Hier geniesst man eine köstliche Küche. Der neue Anbau aus Holz bietet Übernachtungsmöglichkeit in sauberen Sechsbettzimmern und im Winter direkten Zugang zu den Skipisten.


Auf dem letzten Wegabschnitt queren wir gegen Südosten zum langen Stall von Plan Losier und weiter, allmählich gegen Süden drehend, auf einem schmalen Pfad unter dem Sessellift hindurch bis zum Geländepunkt 2076 Meter hinunter. Hier biegen wir gegen Norden auf den Weg nach Chandolin ab. Gleich nach erneuter Unterschreitung des Sesselliftes führt eine Wegspur zur Talstation hinunter (Abb. 4). Im Bereich dieses unteren Randes der Alpage de Chandolin stossen wir auf zahlreiche Spuren von alten Wasserleiten, auf Französisch Bisses genannt, die die Wiesen und Felder von Chandolin bewässert haben. Vor Erreichen des Weges nach Chandolin finden sich sogar noch ein paar ineinandergefügte Holzkennel. Die Fugen zwischen den einzelnen ausgehölten Stämmen wurden mit Moss abgedichtet. In meiner Kindheit wurden diese Wasserleiten noch benutzt und ich sehe in meiner Erinnerung die Bauern, wie sie nach dem auf Holzplättchen festgeschriebenem Plan zum festgesetzten Zeitpunkt ihre Wasserrechte wahr nahmen und mit Metall- oder Schieferplatten den Lauf der Bisse unterbrachen, um das Wasser auf ihre Wiesen und Felder zu leiten. Wehe dem, der sich nicht an die Vorgaben hielt; er wurde hart bestraft.

Prof. Dr. med. dent. Christian E. Besimo

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Appenzeller Winterimpressionen

Das Appenzeller Land war bisher, und ich gestehe es freimütig, zu Unrecht ein weisser Fleck auf unserer Landkarte. Zu römischen Zeiten hätte auf diesem weissen Fleck ‚Hic sunt leones, hier leben Löwen‘ gestanden, wie um zu rechtfertigen, warum man sich noch nie dorthin gewagt hat. Einen solchen Grund gibt es im Appenzeller Land nicht. Und trotzdem hat uns nur der Zufall nach Gais und auf den Gäbris bzw. den Höch Hirschberg geführt, weil sich eine Schneeschuhtour auf die Berra im Kanton Freiburg zerschlagen hat. Im Internet sind wir per Zufall auf das Gästehaus Bären in Gais gestossen und haben dort nicht nur ein heimeliges Zimmer mit Gartenterrasse und reichhaltigem Frühstück, sondern auch eine herzliche und zuvorkommende Bedienung durch die Familie Willi gefunden. Bei der Planung der zwei kleinen Winterwanderungen stiegen in mir Erinnerungen auf an ein Ferienlager auf dem Schwäbrig in der dritten Primarschulklasse; ich war also schon einmal vor langer Zeit im Appenzeller Land und begann zu rechnen, das war vor 52 Jahren!

Den Aufstieg zum Gäbris starten wir im Weiler Zwislen südlich des Dorfkerns von Gais und folgen dem Ausläufer des Sommersbergs nach Hebrig. Jenseits der Strasse und Bahnlinie Gais – Altstätten beginnen wir den Aufstieg zum Sommersberg mit seinem einsam gelegenen Bauernhof, wo wir herzliche Aufnahme in der vom Kachelofen geheizten Gaststube von Andrea und Köbi Brunner finden. Für die warme Jahreszeit gäbe es hier auch Tische und Bänke vor dem Haus mit herrlichem Ausblick. Heute herrscht Eiseskälte und die Wälder sind durch Reif verzaubert. Frisch aufgewärmt setzen wir unsere Winterwanderung gegen Nordosten über die Zufahrtsstrasse des Bauernhofes fort. Wir verlassen diese nach der ersten Linkskurve im Wald und steigen gegen Norden zur Moorsenke von Hofguet ab und am gegenüberliegenden Hang kurz wieder zum Hof Schwäbrig auf. Hier taucht das Ferienheim meiner Schulzeit aus dem Nebel auf mit den grossen Bäumen rundherum. Das Rauschen des Windes in den mächtigen Blätterkronen hatte uns in unsere Träume voller Abenteuer und Heimweh begleitet – eine Flut von Erinnerungen überwältigt mich, nicht zuletzt auch an den grässlichen Griessbrei mit der klebrigen Himbeersauce. Trotzdem, welch wunderbarer Ort für ein Ferienlager, es fällt mir nicht leicht, mich wieder loszureissen.

Gegen Westen ist es nicht mehr weit bis zum zugefrorenen Gäbris-Seeli und weiter leicht ansteigend zum Hof Unterer Gäbris, wo wir erneut einkehren, es ist ja auch wirklich kalt. Verdursten und verhungern muss man im Appenzeller Land offensichtlich nicht.
Wir geniessen die würzige Gerstensuppe und einmal mehr die Wärme des Kachelofens. Dann überraschen uns die Einheimischen mit ihrem mehrstimmigen Gesang und Zäuerlen, dem Naturjodel, der uns noch lange in den Ohren nachschwingt, die letzten Meter bis hinauf zum Gipfel des Gäbris und weiter über seinen Südwestgrat nach Obergais und Gais hinunter (Abb. 1 und 2).

Beim Aufstieg zum Höch Hirschberg am nächsten Tag herrscht noch grössere Kälte und fällt leichter Schnee. Wir wenden uns in Zwislen gegen Osten und durchwandern die Ebene bis zum Schiessplatz südlich von Schachen. Hier beginnt gegen Süden der Aufstieg praktisch in der Falllinie hinauf zur Lichtung der Brandegg. Der schmale Weg ist unter der Schneedecke nur schwer zu erkennen. Trotzdem fällt die Orientierung dank der vielen gelben Wegmarkierungen leicht. Wieder umgibt uns ein stiller, vom Raureif verzauberter Wald. Über den breiten Bergrücken erreichen wir schliesslich das Gasthaus auf dem Höch Hirschberg mit seiner herrlichen Rundsicht über das Rheintal und das Appenzeller Land hinaus bis hin zum Alpsteingebirge. Heute reicht der Blick nur bis zum Fänerenspitz, dafür erfreuen wir uns an der Schönheit des im Raureif erstarrten Waldes. Wir folgen weiter gegen Westen der Zufahrtsstrasse zum Höch Hirschberg bis in den Sattel vor Hütten. Von dort steigen wir in nördlicher Richtung vorerst über Weiden zur östlichen Ecke der langgezogenen Waldlichtung ab, wo wir auf einen Weg treffen, der uns nach Zwislen zurückführt.

Wer sich auch literarisch auf diese zwei Wanderungen einstimmen möchte, dem sei das 2008 im Verlag Appenzeller Volksfreund erschienene Büchlein ‚Wildermann: Geschichten vom Hörensagen – über Johann Fuchs, den Bölere-Bueb‘ von Praxedis Kaspar (ISBN 9783729110908) herzlich empfohlen, das im Bücherladen in Appenzell (www.buecherladen-appenzell.ch) bezogen werden kann. Es erzählt die wahre Geschichte eines Aussenseiters, die trotz aller Traurigkeit immer wieder zum Lachen anregt und uns diesem ursprünglich gebliebenen Landstrich sowie seinen Menschen näher bringt. Wer zum Abschluss auch noch ein besonderes kulinarisches Erlebnis wünscht, dem sei in Gais die ausgezeichnete Küche von Silvia Manser im Restaurant Truube wärmstens empfohlen.

Prof. Dr. med. dent. Christian E. Besimo

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Über den Allalin- und Hohlaubgletscher

Es ist für Zeitzeugen wohl nicht möglich, den Namen des Stausees Mattmark zu hören oder dort anzukommen, ohne an die Katastrophe vom 30. August 1965 denken zu müssen. Damals war um 17.20 Uhr, kurz vor dem Schichtwechsel, ein mächtiges Stück der Zunge des Allalingletschers abgebrochen. In der Folge wurde das Barackenlager durch rund zwei Millionen Kubikmeter Eis und Geröll, stellenweise über 50 Meter hoch verschüttet. 88 Menschen fanden damals den Tod, 65 ausländische und 23 Schweizer Werktätige. 11 Menschen wurden verletzt. Hätte sich der Gletscherabbruch nur eine halbe Stunde später ereignet, also nach dem Schichtende, hätten sich bis zu 700 Menschen in dem Barackendorf aufgehalten. Obwohl ich damals nur acht Jahre alt war, haben sich mir die Bilder der Katastrophe unvergesslich in meine Erinnerung eingebrannt. Deshalb schaue ich auch diesmal bei der Ankunft am Staudamm mit Beklemmung zum Allalingletscher hinauf, dessen Zunge sich aber zwischenzeitlich bis weit hinauf zurückgezogen hat und vom Tal aus gerade noch zu sehen ist.
Bereits während der sogenannten kleinen Eiszeit zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert spielte der Allalingletscher ein unberechenbares Spiel. In der Ebene von Mattmark bestand bereits ein natürlicher Bergsee, dessen Grösse von den Vorstössen und Rückzügen des Gletschers abhängig war. 1589, 1633, 1680 und 1772 stiess der Gletscher jeweils bis zur gegenüberliegenden Seite des Saastals vor und staute das Wasser. Mehrfach kam es in der Folge zu Flutwellen, die nicht nur den Talboden der Saaser Gemeinden verwüsteten, sondern auch Schäden bis hinunter nach Visp anrichteten.

Wir verlassen den höchsten Erdschüttdamm der Schweiz auf dem Fahrsträsschen entlang des Westufers des Stausees und folgen diesem bis unmittelbar nach dem ersten grossen Bach südlich des Tunnels (keine Stirnlampe notwendig), wo bergwärts der weiterhin fahrbare Zuweg der Schwarzbergalp abzweigt. Bei der Alp beginnt der stotzige, aber gute Bergweg zum Schwarzbergkopf hinauf. Dieser Pfad ist weiss-rot-weiss markiert. Im unteren Abschnitt ist er etwas ausgesetzt und erfordert Trittsicherheit. Leider liegt der Aufstieg in der prallen Morgensonne, der wir nicht entkommen, obwohl wir den ersten Bus für die Anfahrt gewählt haben. Dafür gewinnen wir rasch an Höhe, da der Pfad nach Querung der Felsbänder praktisch nur noch in der Falllinie verläuft.

Beim Aufstieg treffen wir auf Saaser Mutten, einen eigenständigen Schlag der Bergamaskerschafe. Sie haben lange, herunterhängende Ohren und einen deutlich gekrümmten Nasenrücken, der Ramsnase genannt wird. Ihr Bestand ist bedroht. 2014 wurden 103 der seltenen Saaser Mutten von italienischen Schäfern gestohlen und über den nahen Ofentalpass, eine alte Schmugglerroute, nach Italien getrieben. Die Diebe wollten mit dem Verkauf der Tiere Schulden abbezahlen. Sechs der gestohlenen Tiere wurden bei Domodossola von italienischen Wildhütern wiederentdeckt, die übrigen waren bereits verkauft und wohl auch geschlachtet worden.

Bis zum Schwarzbergkopf hinauf weitet sich der Blick über den Stausee hinaus auf den Grenzkamm rund um die Jazzilücke sowie den Ofental- und Monte Moropass. Gegen Westen schliessen Schwarzberg- und Strahlhorn die Rundsicht ab. Südwestlich des Schwarzbergkopfes führt ein Pfad durch Geröll und Schnee zum Allalingletscher hinunter, den man in der fast flachen, weitgehend spaltenfreien Zone zuerst in nordwestlicher, dann nördlicher Richtung quert (Abb. 1a). Die Route ist mit Stangen sehr gut gekennzeichnet. Die in der Folge weiss-blau-weiss markierte Pfadspur quert die teilweise auf Eis liegende Blockzone zwischen Allalin- und Hohlaubgletscher in der Nähe der östlich gelegenen Felsabbrüche (Abb. 1b). In diesem Bereich ist erneut Aufmerksamkeit und Trittsicherheit notwendig. Auf dem schmalen Hohlaubgletscher weisen erneut Stangen den Weg und danach weiss-blau-weisse Markierungen zum weithin sichtbaren Weg zur Britanniahütte SAC hinauf (Abb. 2). Die nahen Viertausender Allalin-, Rimpfisch- und Strahlhorn sowie das etwas weniger hohe Fluchthorn dominieren die ganze Zeit über diese herrliche Gletscherpassage. In der Hütte werden wir herzlich empfangen und geniessen das währschafte Mittagessen auf der sonnigen Terrasse mit Blick auf den langen Herweg über die Gletscher.

Der erste Abschnitt des früheren Verbindungswegs entlang des Hinter Allalins zur Bergstation Felskinn der Luftseilbahn Alpin Express kann infolge des fortgeschrittenen Gletscherschwunds und des nachlassenden Permafrosts nicht mehr begangen werden. Der aktuelle Weg führt durch die Ebene zwischen Klein Allalin und Egginer zum gleichnamigen Joch hinüber (Abb. 3). Der letzte Abschnitt über den ausgeaperten Chessjengletscher ist teilweise mit weissem Flies abgedeckt, damit eine einfache Passage überhaupt noch möglich bleibt (Abb. 4). Da ich Saas-Fee noch aus meinen Kindertagen kenne, bin ich einmal mehr erschüttert über das Ausmass des Gletscherrückgangs in den Alpen.

Erschreckend für uns war auch die Ausrüstung vieler der Menschen, denen wir auf dieser Gletschertour begegnet sind. Anstelle von festen, hohen Bergschuhen wurden knöchelfreie Laufschuhe ohne brauchbares Profil getragen, die innert kürzester Zeit vor eisiger Nässe trieften. Solche in alle Richtungen verformbare ‚Gurkensschuhe‘ haben im Hochgebirge nichts verloren. Kurze Hosen trugen zwar der Wärme des Sommertags Rechnung, nicht aber dem notwendigen Schutz bei einem Sturz auf dem Eis. In den modischen, teilweise am Po herumhängenden Rucksäcklein war wohl auch kein Platz für warme Zusatzkleidung, geschweige denn für eine Notfallapotheke, die angesichts des unsicheren Gangs ohne Bergstöcke mehr als angezeigt gewesen war. Gletscher bleiben Gletscher, weswegen die Route zu Recht weiss-blau-weiss markiert ist und somit bergerfahrenen Wanderern vorbehalten bleiben sollte, die wissen, was sie tun.

Aufgepasst

In dieser Rubrik werden Berg- und Schneeschuhwanderungen vorgestellt, die in der Regel wenig bekannt sind, zu aussergewöhnlichen Orten führen und die Genugtuung einer besonderen persönlichen Leistung bieten, sei es, dass man sich am Abend nach der Arbeit noch zu einer kleinen körperlichen Anstrengung überwindet, bzw. sich in ein oder zwei Tagen abseits breit getretener Wege unvergessliche Naturerlebnisse erschliesst. Zur besseren Beurteilbarkeit des Schwierigkeitsgrades der Tourenvorschläge wird jeweils eine Einschätzung anhand der SAC-Skala für Berg- (T1 bis T6) und für Schneeschuhwanderungen (WT1 bis WT6) gegeben. Die schwierigste Wegstelle, unabhängig von ihrer Länge, bestimmt jeweils die Gesamtbewertung der Route. Letztendlich bleibt aber jeder selbst für die Beurteilung seiner Fähigkeiten und Eignung für die vorgestellte Wanderung verantwortlich. Die Gehzeiten sind Richtwerte und gelten für normal trainierte Wanderer. Sie müssen nicht zwingend mit den Angaben auf Wegweisern übereinstimmen.

Abb. 4: Routenverlauf
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Saumpfad durch Täler, Dörfer und Schluchten

Das Centovalli war vor dem Bau der Fahrstrasse durch zwei Talwege erschlossen, die jeweils die Dörfer auf der Nord- und Südseite des Tales miteinander verbanden. Diese durch Trockensteinmauern, Pflästerung und Brücken befestigten Pfade dienten aber auch als wichtige lokale Handelswege, um den bescheidenen Überschuss an Landwirtschafts- und Handwerksprodukten, die für die Selbstversorgung nicht benötigt wurden, auf die Märkte in der Umgebung, insbesondere nach Locarno zu tragen und die mit dem geringen Entgelt erstandene Ware ins Tal zurückzubringen, die selbst nicht hergestellt werden konnte. Beide Wege können heute noch begangen werden. Auf dieser Wanderung wenden wir uns dem Pfad nördlich der Melezza zu, der die Dörfer auf der Sonnenseite des Centovalli miteinander verbindet.

Mit der Bahn fahren wir von Intragna nach Camedo, dem Grenzdorf zu Italien und Ausgangspunkt unserer Höhenwanderung. Vom Bahnhof steigen wir über die Fahrstrasse zum Dorf auf, das wir durch die Gasse gleich jenseits der Strasse bergwärts queren. Sie führt uns zur Mauer des Schulhausplatzes hinauf, die wir nach links umgehen, um so zur Strasse nach Borgnone zu gelangen. Der Beginn des alten Saumpfades ist kurz vor der Kirche noch zu finden, endet aber nach wenigen Metern im Wald im Brombeergesträuch und anderen Unannehmlichkeiten. Deshalb folgt man besser der Fahrstrasse, die wir kurz vor Borgnone bergwärts auf der Trasse des ehemaligen Saumpfades verlassen können. Nach dem Dorf bleiben wir nochmals ein kleines Stück auf der Fahrstrasse bis zur Capèla di Féman, wo heute der gut unterhaltene Saumpfad beginnt. Im weiteren Verlauf des Weges werden wir noch mehrmals auf Kapellen stossen, die im Sopraceneri häufig an gefährlichen Wegpassagen zum geistigen Schutz der Vorbeiziehenden errichtet worden sind. Gerade hier waren die grösseren überdachten Kapellen aber auch zur Darstellung des Reichtums der Spender gedacht, die sich mit ihrem Familienwappen im Gewölbe des Vordaches verewigten.
Schon nach kurzer Zeit stossen wir beim Riale di Mulitt zwischen Borgnone und Lionza auf die Ruinen mehrerer Mühlen. Es ist anzunehmen, dass die Wasserkraft hier wie auch andernorts (z.B. in St. Luc, Val d’Anniviers, Wallis) in mehreren Gebäuden gleich für mehrere Funktionen genutzt worden ist. Eine Hammerschmiede ist nachgewiesen. Gleich daneben findet sich ein ehemaliger Köhlerplatz, wo die für die Metallverarbeitung notwendige Holzkohle hergestellt wurde. Da auch ein Brunnen mit Waschtrog erhalten ist, bestand möglicherweise auch eine Walkmühle.
Der Saumpfad führt unterhalb von Lionza durch. Es lohnt sich aber bei der von der Familie Tondü gestifteten Kapelle den kurzen Aufstieg in Kauf zu nehmen, um auch dieses schmucke Dorf mit dem Palazzo dieser Familie zu erkunden. Die Tondü haben sich von armen Spazzocamini (Kaminfegern), die als Kinder in die oberitalienischen Städte verdingt worden sind, zum Landadel hochgearbeitet, eine Karriereleiter, die selten genug möglich war.


Der Weiterweg führt uns an den Weilern Gaggio und Piazz in die engen Gassen von Verdasio (Abb. 1). Am Dorfeingang steht eine Wegkapelle, die für einmal nicht der vor allem im Centovalli und im benachbarten Val Vigezzo verehrten Madonna di Re, sondern einer ungarischen Madonna geweiht ist, die nicht aus der Stirn, sondern aus den Augen geblutet haben soll. Zur Madonna di Re, die uns ebenfalls auf diesem Weg mehrmals begegnet, wird erzählt, dass ihr Bildnis zu bluten begann, nachdem ein ob des verlorenen Spiels wütender Boccia­spieler ihr die Holzkugel an die Stirn geworfen hatte (Abb. 2).


Nach Verdasio benutzen wir ein kurzes Stück den Saumpfad zum Monte die Comino, bevor der Talweg Richtung Slögna abzweigt, der stellenweise kunstvoll in die steilen und von Felsbändern durchzogenen Hänge gebaut ist (Abb. 3). Unschwer sind auf dem ganzen Weg ursprüngliche und neue Wegbefestigungen voneinander zu unterscheiden, indem die frühere Pflästerung höhere Stufen der schweren Lasten und der nackten oder nur mit Stoffschuhen geschützten Füsse wegen vermied. Auf diese Weise ist insbesondere abwärts durchwegs ein Gang mit kleinen Schritten ermöglicht worden, wie ich ihn in meinem Heimattal noch von Maria Gagetta gekannt habe. Sie ging zwar nicht mehr barfuss oder in Stoffschuhen, dafür aber jahrein, jahraus in Gummistiefeln bis zu den hoch gelegenen Alpweiden hinauf und wieder hinunter.


Im Abstieg von Costa nach Pila und weiter nach Intragna fährt die Pflästerung den mit schweren Wander- oder Bergschuhen Bewehrten nochmals kräftig in die Gelenke (Abb. 4). Grund genug, den Gang der Alten einmal auszuprobieren. Wem es gelingt, die kleinen Unebenheiten der Pflästerung wie Treppenstufen zu nutzen, der wird feststellen, dass er nicht nur schneller wird, sondern auch weniger rasch ermüdet. Eine schwere Last von 20 oder mehr Kilogramm denken wir uns bei dieser Übung lieber.


In der Schlucht zwischen Costa und Pila ist früher ebenfalls eine Mühle in Betrieb gewesen, wie auch hier der Name des Baches, Riale di Mulitt unschwer vermuten lässt. In Intragna ragt der höchste Campanile des Tessins weit über die Dächer des Dorfes hinaus. Wer noch nicht müde ist, kann diesen noch besteigen oder geruhsam das Talmuseum besuchen.

Aufgepasst

In dieser Rubrik werden Berg- und Schneeschuhwanderungen vorgestellt, die in der Regel wenig bekannt sind, zu aussergewöhnlichen Orten führen und die Genugtuung einer besonderen persönlichen Leistung bieten, sei es, dass man sich am Abend nach der Arbeit noch zu einer kleinen körperlichen Anstrengung überwindet, bzw. sich in ein oder zwei Tagen abseits breit getretener Wege unvergessliche Naturerlebnisse erschliesst. Zur besseren Beurteilbarkeit des Schwierigkeitsgrades der Tourenvorschläge wird jeweils eine Einschätzung anhand der SAC-Skala für Berg- (T1 bis T6) und für Schneeschuhwanderungen (WT1 bis WT6) gegeben. Die schwierigste Wegstelle, unabhängig von ihrer Länge, bestimmt jeweils die Gesamtbewertung der Route. Letztendlich bleibt aber jeder selbst für die Beurteilung seiner Fähigkeiten und Eignung für die vorgestellte Wanderung verantwortlich. Die Gehzeiten sind Richtwerte und gelten für normal trainierte Wanderer. Sie müssen nicht zwingend mit den Angaben auf Wegweisern übereinstimmen.

Prof. Dr. med. dent. Christian E. Besimo

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