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Die gesundheitlichen Auswirkungen von moderatem Alkoholkonsum sind Gegenstand anhaltender wissenschaftlicher Debatten und unterliegen häufig einer undifferenzierten Rezeption in den Medien. Über Jahrzehnte hinweg galt die Annahme, dass ein geringer bis moderater Alkoholkonsum, definiert als ein bis zwei Standarddrinks pro Tag, eine kardioprotektive Wirkung entfalten und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken könne. Diese Einschätzung basierte primär auf epidemiologischen Beobachtungsstudien, die häufig einen «J-förmigen» Zusammenhang zwischen Konsummenge und Mortalität aufzeigten: Demnach wiesen Personen mit moderatem Konsum ein geringeres Risiko auf als sowohl Abstinente als auch Hochkonsumenten.
In den vergangenen 20 Jahren erfolgte jedoch eine kritische Neubewertung der bisherigen Evidenz. Gross angelegte Studien, Metaanalysen, weiterentwickelte statistische Verfahren sowie eine intensivere Auseinandersetzung mit methodischen Verzerrungen – insbesondere dem Abstinenz-Bias und «Confounding» – führten zu einem Paradigmenwechsel in der Einschätzung der gesundheitlichen Risiken. Darüber hinaus mehren sich in letzter Zeit die Hinweise auf einen kausalen Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und bestimmten Krebsarten – ein Zusammenhang, der selbst bei geringen Konsummengen gelten soll, wenn auch mit vergleichsweise geringem Risiko.
Die wissenschaftliche Wahrheit verändert sich ständig. Neue Erkenntnisse, bessere Methoden sowie mehr und genauere Daten führen dazu, dass alte Annahmen überdacht werden. Was früher als gesund galt, kann heute ganz anders bewertet werden. Das ist kein Fehler, sondern ein Zeichen für Fortschritt.
Vor diesem Hintergrund hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihre Position überarbeitet. In der aktuellen Stellungnahme 2023 betont sie, dass kein Schwellenwert existiert, unterhalb dessen Alkoholkonsum als gesundheitlich unbedenklich gelten kann. Selbst geringe Mengen Alkohol sollen demnach das Risiko für verschiedene Erkrankungen erhöhen – insbesondere für bestimmte Tumorarten und deren Sterblichkeitsrate.
Für die Ärzteschaft und medizinisches Fachpersonal ergibt sich daraus die Notwendigkeit, die wissenschaftliche Datenlage differenziert zu verstehen und eine bestmögliche evidenzbasierte, personalisierte und risikoorientierte Beratung anzubieten. Die neu verbreitete Vorstellung, auch moderater Alkoholkonsum sei schädlich, wird angesichts der aktuellen Datenlage kritisch hinterfragt und korrigiert.
Begriffserklärungen – grundlegende Konzepte für die Bewertung von Alkoholstudien
Standarddrink
Ein Standarddrink enthält in Mitteleuropa etwa 10–12 Gramm reinen Alkohol. Dies entspricht beispielsweise:
• 100 ml Wein (ca. 12 % Volumenalkohol)
• 250 ml Bier (ca. 5 % Vol.)
• 30 ml Spirituosen (ca. 40 % Vol.)
J-Kurve
Der Begriff beschreibt die in vielen früheren Studien beobachtete Kurve, bei der moderater Alkoholkonsum mit einem niedrigeren Risiko für bestimmte Erkrankungen (z. B. koronare Herzkrankheit) verbunden ist als Abstinenz, während höhere Konsummengen das Risiko steigern.
Bias (systematische Verzerrungen)
Bias bezeichnet systematische Fehler, die Studienergebnisse verfälschen können. Bei Alkoholkonsumstudien sind vor allem folgende Bias-Typen bedeutsam: • Abstinenz-Bias: Oftmals werden ehemalige Trinker mit chronischen Erkrankungen und ältere Personen, welche mit dem Trinken aufgehört haben, fälschlich der Abstinenzgruppe zugerechnet. Dies führt dazu, dass Abstinente statistisch schlechter abschneiden als moderat Trinkende, obwohl die Unterschiede auf die Vorerkrankungen und nicht den Alkohol zurückzuführen sind. • «Non-Starter»-Bias: Menschen, die lebenslang keinen Alkohol konsumieren, unterscheiden sich häufig in sozialer, kultureller oder gesundheitlicher Hinsicht von Trinkern. Diese Unterschiede können das Risiko ebenfalls beeinflussen und Studien verzerren. • «Recall»-Bias/«Underreporting»: Viele Studienteilnehmer geben ihren tatsächlichen Alkoholkonsum ungenau an, häufig zu niedrig, insbesondere bei leichterem und unregelmässigem Konsum. Das kann zu einer Überschätzung des Risikos moderaten Alkoholkonsums führen.
Mendelsche Randomisierung (MR)
Ein innovatives und neues epidemiologisches Verfahren, das genetische Varianten als «natürliche Randomisierung» nutzt, um Kausalzusammenhänge zwischen Risikofaktoren und Erkrankungen zu prüfen. Die Methode kann konventionelle Bias-Effekte ausschliessen, hat jedoch eigene Limitationen (z. B. Pleiotropie, begrenzte Aussagekraft bei Dosierung).
Aktuelle Studienlage und Gründe für den Paradigmenwechsel
In den letzten Jahren haben sich drei Hauptgründe herauskristallisiert, welche die früher vorherrschende Sicht auf die Schutzwirkung von moderatem Alkoholkonsum auf die Gesundheit infrage stellen:
1. Abstinenz-Bias als methodische Schwäche älterer Studien
Fillmore et al. (1) veröffentlichten eine wegweisende Metaanalyse, die belegte, dass viele Studien die Gruppe der Abstinenten falsch definierten, indem ehemalige Trinker mit Vorerkrankungen, frühere Alkoholabhängige oder ältere Menschen, welche nicht mehr trinken, in diese Gruppe aufgenommen wurden. Damit kam es zur Überschätzung der gesundheitlichen Vorteile des moderaten Konsums.
Stockwell und Kollegen untersuchten darauf 87 Kohorten mit über 4 Millionen Teilnehmern (2). Nach Korrektur des Abstinenz-Bias stellte sich heraus, dass der vermeintliche Nutzen des moderaten Alkoholkonsums nicht mehr nachweisbar war. Dies bedeutet, dass der Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch moderaten Konsum deutlich überschätzt wurde.
2. Mendelsche Randomisierung (MR) als neuer methodischer Standard
MR-Studien erlauben die Bewertung kausaler Zusammenhänge auf der Grundlage genetischer Varianten, die den Alkoholkonsum beeinflussen. Diese Studien schliessen konventionelle Bias-Quellen wie den Abstinenz-, «Non-Starter»- und «Recall»-Bias aus.
Ergebnisse zeigen, dass die schützenden Effekte moderaten Konsums auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen häufig nicht bestätigt werden können, wenn diese Verzerrungen berücksichtigt werden. Einige MR-Studien berichten sogar von schädlichen Effekten bereits bei niedrigen Konsummengen.
3. Grössere Studien und feinere Risikobewertung
Grössere Datensätze ermöglichen das Erkennen selbst kleinster Risiken. Gleichzeitig steigt jedoch das Risiko von Verzerrungen («Confounding»), wenn wichtige Unterschiede – etwa Alter, Geschlecht oder Gesundheitszustand – nicht ausreichend kontrolliert werden.
Je mehr Teilnehmende eine Studie umfasst, desto eher lassen sich kleinste, aber reale Effekte statistisch nachweisen. Dabei gilt: Ein signifikanter Effekt zeigt, dass ein Zusammenhang wahrscheinlich kein Zufall ist – nicht jedoch, ob er medizinisch relevant ist.
Zwei zentrale Studien verdeutlichen diesen Zusammenhang:
Studie 1 – The Lancet, 2018 (3)
Analyse von 694 Datensätzen und 592 Studien mit Einschluss von etwa 2 ½ Milliarden Menschen weltweit. Ergebnis: Das Risiko für Sterblichkeit und Krebs steigt mit jedem Glas – d. h., auch bei geringem Konsum besteht ein, wenn auch sehr kleines, Risiko. Nur vollständiger Verzicht gilt als risikofrei. Diese Arbeit war wegweisend für den Paradigmenwechsel.
Studie 2 – The Lancet Oncology, 2021 (4)
Eine internationale Studie zur globalen Krebsbelastung durch Alkoholkonsum ergab, dass Alkohol bei 8 von über 100 Krebsarten als signifikanter Risikofaktor gilt. Im Jahr 2020 liessen sich weltweit rund 743 000 dieser neuen Krebsfälle – das entspricht etwa 4.1 % aller Diagnosen – auf Alkoholkonsum zurückführen. Davon wurden schätzungsweise 103 000 Fälle durch moderaten Konsum verursacht, was rund 0.6 % aller weltweiten Krebsfälle ausmacht.
Kritische Gegenpositionen zur WHO-Einschätzung
Ungeachtet der neuen WHO-Position verweisen mehrere aktuelle Studien auf wissenschaftliche Einwände und die Notwendigkeit einer differenzierteren Bewertung:
«Recall»-Bias und «Underreporting» als wesentliche Einschränkung
Sowohl der Abstinenz-Bias als auch der «Recall»-Bias können die Risikobewertung von Alkohol verzerren. Während der Abstinenz-Bias zu einer Unterschätzung gesundheitlicher Risiken führt, bewirkt der «Recall»-Bias eine Überschätzung, da der tatsächliche Konsum oft zu niedrig angegeben wird.
Der «Recall»-Bias ist ein systematischer Fehler, da Alkoholkonsum meist auf subjektiven Selbstauskünften basiert. Erinnerungsverzerrungen, Fehleinschätzungen oder bewusste Falschangaben – etwa aus Scham – spielen dabei eine Rolle (5).
Eine kanadische Studie mit 43 371 Teilnehmenden schätzte das «Underreporting» auf bis zu 75 %, besonders bei jungen und leichten Trinkern (6). Eine US-Studie mit 127 176 Personen kam zu dem Schluss, dass das erhöhte Krebsrisiko bei moderatem Konsum auf dieses «Underreporting» zurückzuführen sei – und somit das Risiko überschätzt wurde (7).
Studien mit positiver Evidenz für moderaten Konsum
Die positiven Effekte mässigen Alkoholkonsums sowie die differenzierte aktuelle Studienlage finden in der öffentlichen Debatte, sozialen Medien und Presse kaum Beachtung. Drei exemplarische Beispiele:
Neue Follow-up-Lancet-Studie relativiert Warnung vor mässigem Alkoholkonsum
Eine 2022 im Lancet veröffentlichte Folgestudie (8) widerspricht der viel beachteten ersten Lancet-Studie von 2018 (3) – siehe oben –, die «jeden Tropfen» Alkohol als schädlich bewertete und damit den WHO-Kurs beeinflusste. Für Menschen über 40 bestätigt diese Folgeuntersuchung – wieder mit Milliarden von Teilnehmern – die J-förmige Risikokurve: Leichter bis mässiger Konsum senkt das Risiko verlorener gesunder Lebensjahre im Vergleich zu Abstinenz – erst bei hohem Konsum steigt es deutlich. Die Auswirkungen variieren stark mit dem Alter. Bei 80-Jährigen zeigten sich selbst bei fast einem halben Liter Wein täglich keine gesundheitlichen Nachteile (9). Trotzdem wird die pauschale Warnung, dass jeder Tropfen schädlich sei, weiter verbreitet, während die differenzierte Studienlage kaum diskutiert wird.
NASEM-Studie 2024 (10)
Die unabhängige US-Organisation «National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine» untersuchte im Auftrag des US-Kongresses die gesundheitlichen Auswirkungen von Alkohol. Diese Studie dient als Grundlage für die noch in diesem Jahr zu aktualisierenden Ernährungsempfehlungen in den USA. Sie zeigt, dass moderater Konsum (ein Standarddrink pro Tag für Frauen, bis zwei für Männer) die Gesamtmortalität leicht senkt und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen leicht vermindert. Gleichzeitig erhöht geringer Konsum leicht das Krebsrisiko, vor allem für Brustkrebs bei Frauen. Für Typ-2-Diabetes deuten Daten auf ein geringeres Risiko hin, vermutlich durch positive Effekte auf den Zuckerstoffwechsel. Zu Adipositas, Demenz und kognitivem Abbau gibt es keine klaren Hinweise auf eine Wirkung. Zusammenfassend sind die Autorinnen und Autoren jedoch vorsichtig und der Ansicht, dass es keine ausreichenden Belege gibt, um irgendeine Menge an Alkoholkonsum mit ausreichender Sicherheit zur Gesundheitsförderung zu empfehlen.
Wissenschaftliche Stellungnahme der American Heart Association – AHA, Juli 2025 (11)
Die AHA, weltweites Referenzzentrum für kardiovaskuläre Forschung, Medizin und Prävention, bestätigt, dass ein bis zwei Standarddrinks pro Tag das Risiko für Herzkrankheiten, Schlaganfall, plötzlichen Herztod und Herzschwäche leicht senken können. Ihre evidenzbasierten Leitlinien haben weltweit grossen Einfluss auf medizinische Versorgung und Gesundheitsvorsorge.
Diese drei hochwertigen Beispiele verdeutlichen, dass die WHO-Position in wissenschaftlichen Kreisen umstritten ist und weiterhin differenzierte Forschung erforderlich bleibt – idealerweise in Form prospektiv randomisierter Studien.
Grenzen der Mendelschen Randomisierung (12)
Die Mendelsche Randomisierung (MR) ist eine neue und innovative Methode, um zu prüfen, ob ein Risikofaktor wie mässiger Alkoholkonsum direkt Krankheiten wie Herzinfarkt oder Krebs verursacht. Dabei werden genetische Varianten genutzt, die den Alkoholkonsum beeinflussen, um Krankheitsrisiken unabhängig von Selbstauskünften zu vergleichen.
MR hat jedoch wichtige Grenzen bei der Beurteilung mässigen Alkoholkonsums. Drei Voraussetzungen müssen erfüllt sein:
1. Die Gene müssen den Alkoholkonsum tatsächlich beeinflussen.
2. Sie dürfen nicht mit anderen Risikofaktoren wie Rauchen oder sozialem Status verbunden sein.
3. Sie wirken nur über Alkoholkonsum und nicht über andere Wege (keine Pleiotropie).
• Begrenzte Übertragbarkeit: Genvarianten unterscheiden sich in der Häufigkeit zwischen Bevölkerungsgruppen, daher sind Ergebnisse nicht immer übertragbar.
• Vereinfachte Annahmen: MR geht oft von einem linearen Risiko mit steigender Alkoholmenge aus, während der tatsächliche Zusammenhang meist komplex (U- oder J-förmig) ist und positive Effekte bei moderatem Konsum möglich sind.
• Kaum praktische Hinweise: MR sagt nicht, ab welcher Menge Alkohol ungesund wird noch wie kurzfristige Trinkänderungen die Gesundheit beeinflussen – wichtige Informationen für Gesundheitsberatung.
Zukunftsperspektive: Die UNATI-Studie (9)
Die University of Navarra Alumni Trialist Initiative (UNATI) ist eine prospektiv randomisierte kontrollierte Studie (non-inferiority RCT), die erstmals den Einfluss von moderatem Alkoholkonsum auf die Gesundheit direkt mithilfe dieser Methode untersucht. Teilnehmende werden zufällig in zwei Gruppen eingeteilt: Die einen trinken moderat Alkohol, vor allem Rotwein zu den Mahlzeiten, die anderen verzichten komplett.
Diese Methode gilt als Goldstandard, da sie andere Einflussfaktoren ausschliesst und klare Ursache-Wirkungs-Beziehungen erlaubt. Bislang gab es keine vergleichbare Studie dieser Art beim Menschen.
Die UNATI-Studie startete 2024 in Spanien mit 10 000 Teilnehmern im Alter von 50 bis 75 Jahren und läuft über vier Jahre. Ziel ist es, zu klären, ob moderater Alkoholkonsum das Risiko für Herzinfarkte, Krebs oder Demenz beeinflusst und ob völliger Verzicht gesundheitlich vorteilhafter ist.
Finanziert wird das Projekt vom Europäischen Forschungsrat (ERC) mit rund 2.5 Millionen Euro. Eine ähnliche, jedoch rigorosere US-Studie (MACH15) musste 2018 aus umstrittenen Gründen frühzeitig abgebrochen werden (13, 14, 15, 16).
Die Ergebnisse, die frühestens 2028 erwartet werden, könnten eine entscheidende Evidenzbasis schaffen und die bestehenden WHO-Richtlinien entweder bestätigen oder widerlegen.
WHO und Alkoholkonsum – ein einseitiger Kurs?
Da rund die Hälfte der Weltbevölkerung Alkohol konsumiert – viele davon in moderaten Mengen –, hat der Paradigmenwechsel der WHO hin zu einer «Null-Alkohol»-Strategie weitreichende Auswirkungen auf die Gesundheitspolitik vieler Länder. Medien haben die Botschaft aufgegriffen und damit eine Anti-Alkohol-Kampagne in der westlichen Welt ausgelöst, die viele Menschen – insbesondere ältere – verunsichert und dazu bewegt hat, selbst auf kleinste Mengen zu verzichten.
Gesundheitsempfehlungen sollten auf einem breiten und transparenten wissenschaftlichen Konsens basieren. Die WHO hat jedoch weder die Zusammensetzung der Berater der Expertengruppe noch die Entscheidungsprozesse offengelegt. Es wird vermutet, dass insbesondere kanadische Experten des «Low-Risk Alcohol Drinking Guidelines Scientific Expert Panel» – sie stufen jeglichen Alkoholkonsum als bedenklich ein – massgeblich beteiligt waren. Tim Stockwell, Leiter der kanadischen Expertengruppe und führender Alkoholepidemiologe mit Verbindungen zu den Guttemplern – einer Organisation, die seit 150 Jahren weltweit für Abstinenz von Alkohol und Drogen kämpft –, engagiert sich stark gegen jeglichen Konsum. Er hat die WHO beraten und die neue Position massgeblich mitgeprägt.
Dies lässt vermuten, dass die WHO-Richtlinien weniger auf einem breiten wissenschaftlichen Konsens beruhen, sondern eher eine einseitige, ideologisch geprägte Sicht widerspiegeln.
Schlussfolgerungen für die ärztliche Praxis
I. Die WHO verfolgt eine bevölkerungsbezogene Präventionsstrategie und orientiert sich mit ihrem Paradigmenwechsel zu «Null Alkohol» an grösstmöglicher Sicherheit – auch bei geringen individuellen Risiken.
II. Ein klarer wissenschaftlicher Konsens zum gesundheitlichen Nutzen oder Schaden moderaten Alkoholkonsums fehlt jedoch. Entgegen jüngeren Untersuchungen deuten aktuelle umfassende Studien erneut auf protektive Effekte bei moderatem Konsum in Bezug auf das kardiovaskuläre System und die Gesamtsterblichkeit hin.
III. Die gesundheitlichen Auswirkungen im Einzelfall sind wahrscheinlich gering und abhängig von individuellen Faktoren (z. B. Lebensstil, Alter, Vorerkrankungen, sozialer Kontext).
IV. Ein vollständiger Verzicht bleibt medizinisch die sicherste Option, kann jedoch individuelle Lebensqualität und soziale Teilhabe beeinträchtigen.
V. Für gesunde Erwachsene ab 40 Jahren scheint ein massvoller Konsum (1–2 Standardgetränke/Tag) im sozialen Kontext mit keinem relevanten Gesundheitsrisiko verbunden zu sein und könnte sogar vorteilhafte Effekte haben.
VI. Ärztliche Empfehlungen sollten differenziert, evidenzbasiert und patientenzentriert erfolgen – nicht pauschal oder moralisierend.
VII. Angesichts der ausstehenden Ergebnisse der UNATI-Studie erscheint eine vorschnelle Übernahme der rigorosen WHO-Richtlinien in der Schweiz nicht angezeigt.
Abkürzungen AHA American Heart Association MACH15 Moderate Alcohol and Vascular Health Trial 15 (15 g alcohol/day) MR Mendelsche Randomisierung NASEM National Academy of Sciences, Engineering, and Medicine RCT Randomized Prospective Trial UNATI University of Navarra Alumni Trialist Initiative USA United States of America WHO World Health Organization – Weltgesundheitsbehörde
Historie
Manuskript eingegangen: 23.10.2025
Angenommen nach Revision: 30.10.2025
Quelle Dieser Artikel ist eine Ausarbeitung meiner initialen Broschüre: Moderater Alkoholkonsum – Gesundheit oder Gift im Glas? https://www.selection-schwander.ch
Prof. em. Dr. med. Joseph Osterwalder MPH
Scheffelstr. 1
CH-9000 St. Gallen
jo@j-osterwalder.ch
Der Autor hat keine Interessenkonflikte im Zusammenhang mit diesem Artikel deklariert.
• Die WHO verfolgt seit 2023 eine neue Präventionsstrategie im Umgang mit mässigem Alkoholkonsum, die auf maximale Sicherheit abzielt – selbst bei geringem individuellem Risiko. Dieser Paradigmenwechsel hin zu «Null Alkohol» ist jedoch nicht evidenzbasiert.
• Wissenschaftlich gibt es wegen der inhärenten Mängel von Beobachtungsstudien keinen Konsens über den Nutzen oder Schaden von moderatem Alkoholkonsum. Mehrere aktuelle hochwertige Studien belegen – entgegen der Ergebnisse einer Reihe von jüngeren Untersuchungen – wieder positive Auswirkungen auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit sowie die Gesamtsterblichkeit.
• Die gesundheitlichen Auswirkungen moderaten Alkoholkonsums sind individuell unterschiedlich und hängen von Faktoren wie Alter, Lebensstil und Vorerkrankungen ab. Ein vollständiger Verzicht gilt zwar als medizinisch sicher, kann jedoch die Lebensqualität beeinträchtigen – und potenzielle positive gesundheitliche Effekte bleiben ungenutzt.
• Ärztliche Empfehlungen sollten evidenzbasiert, differenziert und patientenzentriert sein, insbesondere solange die Ergebnisse der UNATI-Studie noch ausstehen. Eine vorschnelle Übernahme strenger WHO-Richtlinien erscheint derzeit nicht ratsam.
1. Fillmore K, Kerr WC, Stockwell T, Chikritzhs T, Bostroms A. Moderate alcohol use and reduced mortality risk: Systematic error in prospective studies. Addiction Res and Theory 2006;1482):101-132
2. Stockwell T, Zhao J, Panwar S, Roemer A, Naimi T, Chikritzhs T. Do „Moderate“ Drinkers Have Reduced Mortality Risk? A Systematic Review and Meta-Analysis of Alcohol Consumption and All-Cause Mortality J Stud Alcohol Drugs. 2016 Mar;77(2):185-98. doi: 10.15288/jsad.2016.77.185
3. GBD 2016 Alcohol collaborators. Alcohol use and burden for 195 countries and territories, 1990-2016: a systematic analysis for the global burden of disease study 2016. Lancet 2018; 392(10152):105-1035
4. Rumgay H, Shield K, Charvat H, Ferrari P, Sornpaisarn B, Obot I et al. Global burden of cancer in 2020 attributable to alcohol consumption: a population-based study. Lancet Oncol 2021 Aug;22(8):1071-1080. doi: 10.1016/S1470-2045(21)00279-5
5. Emberson JR, Benett DA. Effect of alcohol on risk of coronary heart disease and stroke: causality bias, or a bit of both. Vasc health and Risk Manag 2006;2(3):239-249
6. Stockwell T, Zhao j, MacDonald. Who under-reports their alcohol consumption in telephone surveys and how much? An application of the” yesterday method” in a national Canadian substance use survey. Addicition 2014;109:1657-1666
7. Klatsky A, Udaltsova N, Li Y, Baer D, Tran HN, Friedman GD. Moderate alcohol intake and cancer: the role of underreporting. Cancer Causes Control 2014;25.693-699
8. GBD 2020 Alcohol Collaborators. Population-level risks of alcohol consumption by amount, geography, age, sex, and year: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2020. Lancet 2022; 400: 185–235
9. Miguel A Martínez-Gonzalez. Should we remove wine from the Mediterranean diet?: a narrative review. The American Journal of Clinical Nutrition 119 (2024) 262–270
10. National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine. 2025. Review of Evidence on Alcohol and Health. Washington, DC: The National Academies Press. https://doi.org/10.17226/28582
11. Piano MR, Marcus GM, Aycock DM, Buckman J, Hwang CL, Larsson SC, Mukamal KJ, Roerecke M; on behalf the American Heart Association Council on Lifestyle and Cardiometabolic Health; Council on Cardiovascular and Stroke Nursing; Council on Clinical Cardiology; and Stroke Council. Alcohol Use and Cardiovascular Disease: A Scientific Statement From the American Heart Association. Circulation 2025 Jul 8;152(1):e7-e21. doi: 10.1161/CIR.0000000000001341. Epub 2025 Jun 9.
12. Davies NM, Holmes MV, Davey Smith G. Reading Mendelian randomisation studies: a guide, glossary, and checklist for clinicians. BMJ. 2018 Jul 12;362:k601. doi: 10.1136/bmj.k601.PMID:30002074
13. Spiegelman D, Lovota LC, Khudyakov, Wilkens TL, Adebamowo, Adebamowo SN et al. The Moderate Alcohol and Cardiovascular Health Trial (MACH15): Design and methods for a randomized trial of moderate alcohol consumption and cardiometabolic risk. European Journal of Preventive Cardiology 2020, Vol. 27(18) 1967–1982
14. Dyer O. $100m alcohol study is cancelled amid pro-industry “bias”. BMJ 2018;361:k2689 doi: 10.1136/bmj.k2689 (Published 19 June 2018)
15. Mitchell G, Lesch M. Alcohol industry involvement in the moderate alcohol and cardiovascular health trial. Am J Public Health 2020;110(4):485-488
16. Dejong W. The Moderate Alcohol and Cardiovascular Health Trial: Public health advocates should support good science, not undermine it. European Journal of Preventive Cardiology (2021) 28, e22–e24
Einige Infektionskrankheiten werden durch «Vektoren» (Insekten oder Zecken) übertragen. Entscheidend ist eine sorgfältige Reise- und Expositionsanamnese. Hautveränderungen liefern wichtige Hinweise: Bei uns kommt das Erythema migrans relativ häufig vor. Ist die Einstichstelle zusätzlich nekrotisch, kommen Tularämie (bei uns) oder eine Rickettsiose (primär das Afrikanische Zeckenbissfieber bei Safarireiserückkehrern, selten andere Rickettsiosen) als Ursachen infrage. Bei febrilen Tropen- und Subtropen-Rückkehrern immer an die Malaria denken. Mückenübertragene «Arboviren» wie Dengue und Chikungunya nehmen zu. Bei Juckreiz an Fingern oder im Intimbereich immer an Skabies denken und niederschwellig behandeln – besonders in Asylunterkünften und bei Kindern in Kitas.
Certain infectious diseases are transmitted by «vectors» (insects or ticks). A careful travel and exposure history is essential. Skin lesions provide important clues: Erythema migrans is relatively common in Switzerland. If the site of the bite is also necrotic, tularemia (in Europe) or rickettsiosis (primarily African tick bite fever in travelers returning from a safari, rarely other rickettsioses) are considerations. In febrile travelers returning from the tropics and subtropics, always think of malaria. «Arboviruses» such as dengue and chikungunya are increasing. If fingers or intimate areas are itchy, always think of scabies and have a low threshold to initiate treatment, especially in asylum centers and children in daycare centers. Keywords: Insekten, Zecken, Hautulkus, Erythema migrans, Tularämie, Dengue, Chikungunya, Malaria, FSME
Einleitung
Mücken- und Zeckenstiche gehören zum Praxisalltag und können ganz spezifische Infektionen verursachen. Hausärzte/-innen sollten die wichtigsten «vektorübertragenen» Krankheiten kennen (1). Durch den Klimawandel sowie zunehmende Reise- und Migrationsbewegungen werden sie vermutlich noch häufiger werden. Ob es einer Abklärung oder Therapie bedarf, hängt von der Reiseanamnese, dem Hautbefund und Begleitsymptomen wie Fieber ab. Meldepflichtig sind FSME, Dengue, Chikungunya, Tularämie, Diphtherie, Westnilvirus und Zika, nicht aber die Borreliose (2).
Rote Hautflecken bei Patienten ohne Reiseanamnese
Wir beschränken uns auf Hautbefunde. Für eine detaillierte Diskussion der Borreliose siehe unsere publizierten Artikel (3–5).
Ein 45-jähriger Patient kommt montags in die Praxis mit einer geröteten Stelle an der Wade. Am Sonntag war er im Wald und hat danach eine Zecke an der Wade entfernt. Ist das eine Borreliose?
Nein. Die Inkubationszeit passt nicht: Ein Erythema migrans tritt frühestens 3 Tage (spätestens 32 Tage) nach Zeckenstich auf. Hier handelt es sich am ehesten um eine lokale allergische Reaktion, die in den ersten 1–2 Tagen nach Zeckenstich auftritt. Empfehlung: Beobachten, ev. antipruritisch behandeln, sollte innert weniger Tage verschwinden. Falls nicht: Wiedervorstellung (3, 6).
Wie weiss ich, dass eine Läsion sicher ein Erythema migrans (EM) ist?
100 % diagnostische Sicherheit gibt es nicht. EM bleibt eine klinische Diagnose der erfahrenen Ärztin, siehe Tab. 1.
Soll ich ein EM serologisch bestätigen?
Nein. Nur 30–80 % der EM sind zum Zeitpunkt der ärztlichen Vorstellung Borrelienseropositiv, und 20 % werden nie seropositiv. Eine negative Serologie heisst nicht, dass die Patientin kein EM hat und dass keine Antibiotika indiziert sind (eine Antibiotikagabe kann die Serokonversion zusätzlich verhindern) (3). Wichtig sind auch die 4–13 % Leute, die in der Schweiz wegen früherer Exposition bereits Borrelienseropositiv sind (7) – eine positive Serologie beweist also das EM nicht.
42-jährige Patientin in Baselland mit Fieber, Schüttelfrost, Abgeschlagenheit und einem 5 mm nekrotischen Ulkus nach einem Stich von einem «käferartigen Insekt» am Oberarm im April 2024 (Tab. 1/Bild 2). Was hat sie?
Dies könnte eine Tularämie sein. Tularämie wird in der Schweiz meist durch Zeckenstiche übertragen. Seit 2004 ist sie meldepflichtig und die Zahl der gemeldeten Fälle nimmt zu (8). Daran sollte man bei einem Hautulkus mit nekrotischer Kruste (Eschar, Schorf, tâche noire) an der Einstichstelle denken. Eschar plus lokale Lymphadenopathie ist die häufigste Manifestationsart («ulzeroglanduläre» Tularämie), meist mit Fieber und Gliederschmerzen (9). Seltener sind Fieber ohne Hautulkus («typhoidale» Form), nur lokale Adenopathie ohne Ulkus («glanduläre» Form), Pneumonie (daran denken bei Exposition (beruflich oder privat) und ausgeprägter mediastinaler Adenopathie) oder Pharyngitis/Stomatitis (selten; bei oraler Ansteckung).
Wie kläre ich eine mögliche Tularämie ab?
Empfohlen sind die PCR aus Biopsie oder Abstrich (10) aus dem Ulkus und eine zweizeitige Serologie: also Antikörperbestimmung heute und in 3–4 Wochen wiederholen. Denn bei Präsentation kann die Patientin noch seronegativ oder erst IgM-positiv sein (Vorsicht: IgM gelegentlich falsch positiv!) – in der zweiten Serologie sollten IgG aufgetaucht sein; IgG sind diagnostisch zuverlässiger als IgM. Die Kultur wird nicht empfohlen (Ansteckungsgefahr im Labor) (10).
Gibt es eine Differenzialdiagnose?
Ja, bei schmerzhaftem Eschar am Kopf (meist verdeckt unter den Haaren) und zervikaler Lymphadenopathie, v.a. bei Kindern, liegt gelegentlich TIBOLA («tickborne lymphadenopathy») vor. Der Erreger heisst Rickettsia slovaca und tritt auch in Mitteleuropa auf (11).
Tularämie-Therapie?
Bei Tularämie-Verdacht sollte niederschwellig empirisch mit Ciprofloxacin oder Doxycyclin (10–14 Tage) behandelt werden – weil 1. unbehandelt möglicherweise schwerer Verlauf, und 2. erst später gesicherte Diagnose (Resultat der 2. Serologie liegt bei Präsentation noch nicht vor) (9, 12).
Treten zeckenassoziierte Infektionen vor allem im Sommer auf ?
Ja, Hauptsaison ist nach wie vor von April bis November. Neuerdings werden aber FSME- und Borreliose-Fälle vom BAG schon im Januar registriert – wegen der Klimaerwärmung werden wir selbst im Winter nicht mehr von den Zecken verschont: niederschwellig an zeckenassoziierte Infekte denken (13, 14)!
Insektenassoziierte Infekte bei Reiserückkehrenden
Was, wenn Tularämieähnliches Bild (Fieber, nekrotisches Hautulkus) bei einer Reiserückkehrerin aus dem Krüger Park in Südafrika auftritt?
Dann käme am ehesten ein Afrikanisches Zeckenbissfieber in Frage (Tab. 1), verursacht durch Rickettsia africae. Dieses ist nach Subsahara-Rückkehr, v.a. nach Safaris, gar nicht so selten (etwa 5 % der Rückkehrenden, bis zu 25 % der febrilen Rückkehrenden) (15)! Oft Beginn mit einem makulopapulösen Ausschlag, und im Verlauf Eschar an der Einstichstelle mit Umgebungsrötung (gelegentlich: mehrere Zeckenstiche bzw. Eschars). 85–90 % der Betroffenen haben Fieber und grippeähnliche Symptome (15, 16). Die klinische Diagnose (Trias aus Zeckenstich, Fieber und Hautbefund) ist nur in einem Drittel der Fälle korrekt (17). Daher ist – wie bei Tularämie und Rickettsiosen allgemein – eine Abklärung mittels PCR aus Abstrich/Ulkusbiopsie sowie eine zweizeitige Serologie erforderlich. Wiederum gilt: Bei der Präsentation ist die Serologie oft noch negativ, weshalb eine niederschwellige Behandlung mit Doxycyclin (100 mg 1-0-1 für sieben Tage) empfohlen wird (16, 18).
Wann soll ich noch an eine Rickettsiose denken?
Zahlreiche Zecken sind weltweit mit Rickettsien befallen (19), die entsprechenden Krankheiten beim Menschen in der Schweiz aber selten. Daran denken (wegen möglicher schwerer Verläufe) bei kürzlichen Immigranten oder Reisenden aus dem Balkan, Mittelmeerraum, Nordafrika, Nord-, Mittel- oder Südamerika mit Fieber, Kopfschmerzen, makulopapulösem Ausschlag oder lokalem Eschar – auch bei Hotelferien ohne Rucksack, Camping usw. (Tab. 1/Bild 3) (20–23). Die Diagnose erfolgt via PCR aus Ulkusabstrich, Biopsie eines Eschars oder Hautausschlag-Einzelläsion (v.a. Petechien) oder zweizeitigserologisch (Achtung: Kreuzreaktionen zwischen den einzelnen Rickettsien-Spezies) (24, 25).
Ein 42-jähriger Patient aus Kenia wohnt seit 20 Jahren in der Schweiz. Nun war er 3 Wochen lang in Kenia, wo er seine Familie besucht hat. Eine Malaria-Prophylaxe hat er nicht genommen. 5 Tage nach Rückkehr in die Schweiz hat er Fieber und fühlt sich sehr schwach. Wie abklären?
Malaria ist die bei weitem häufigste Ursache für Fieber nach der Rückkehr aus Subsahara-Afrika (26) und deutlich seltener nach Rückkehr aus der Karibik, Lateinamerika oder Asien. Wichtig: Bei jedem febrilen Tropen-Rückkehrer Malaria suchen (Mikroskopie und Schnelltest, allenfalls PCR im Blut; Tab. 2)! Besonders gefährdet sind Migranten aus Endemiegebieten, die sich immun wähnen und daher auf eine Malariaprophylaxe verzichten. Sie besitzen oft eine erworbene Malaria-Teilimmunität. Diese geht nach Emigration (weil fehlende regelmässige Reinfektionen) über die Jahre verloren.
Eine 32-jährige Patientin fühlt sich seit ihrer Rückkehr aus Costa Rica fiebrig, krank, mit Kopf- und diffusen Gliederschmerzen, Übelkeit und Appetitlosigkeit. Soll ich sie ins Spital einweisen?
Nicht unbedingt. Nach Ausschluss von Malaria kommen v.a. Arbovirosen wie Dengue, Chikungunya oder Zika in Frage; Dengue ist dabei mit Abstand am häufigsten (429 bzw. 19 bzw. 9 gemeldete Fälle im Jahr 2024 (27)). Importierte Fälle von Dengue und Chikungunya nehmen in der Schweiz zu (siehe Kasten «Insekten und Klima»), schwere Verläufe sind aber selten.
Ihre Leberwerte sind erhöht (AST und ALT beide 300-400) – an was denken?
Wir raten ab vor voreiligen Diagnosen. Dengue wäre gut möglich (Diagnostik siehe Tab. 2), aber auch akute Cholezystitis, infektiöse Mononukleose (EBV, CMV), akute HIV-Infektion, Leptospirose und Malaria.
Soll sich der 27-jährige Reiserückkehrer aus Brasilien auf Zika testen lassen, bevor er ungeschützten Sex hat? Seine Freundin hat einen Kinderwunsch.
Nein. Die grossen Epidemien von 2015–16 sind vorbei und vor einer serologischen Testung raten wir ab, auch wenn dies gelegentlich empfohlen wird (28, 29) – wegen falsch positiven (Kreuzreaktionen mit anderen Flaviviren und deren Impfungen wie FSME, Gelbfieber etc.) und bis zu 20 % falsch negativen Antikörper-Resultaten. Das Zika-Virus ist sexuell übertragbar, v.a. von Männern auf Frauen (denn: monatelange Viruspersistenz im Sperma möglich) und kann teratogen sein (Tab. 2): Daher sollen Reiserückkehrende (auch wenn asymptomatisch) zwei Monate nach Rückkehr nur geschützten Sex haben.
Was ist mit Gelbfieber?
Auch Gelbfieber ist durch ein Flavivirus verursacht und ist gefürchtet wegen der hohen Sterblichkeit (30). Gelbfieber tritt nur in Südamerika und Afrika auf. Trotz Ausbrüchen in Ländern wie Brasilien (31, 32) ist Gelbfieber bei uns selten – dank hoher Impfrate und meist lebenslangem Impfschutz (Ausnahme: Immunsuppression). Wichtig ist die Analyse der genauen Reiseroute (Impfung nicht nötig bei z. B. Strandferien in Kenia).
Fieber und Hautabszesse nach Reiserückkehr
Meine Patientin kommt aus Thailand zurück und hat seit zwei Wochen mehrere nicht heilende, eitrige Wunden nach «Mückenstichen». Ursache?
Nach Insektenstichen oder kleineren Hautverletzungen kommt es in den Tropen häufiger als hierzulande zu lokalen Abszessen. Die hohe Temperatur und Feuchtigkeit begünstigen bakterielle Besiedlung der Haut und Superinfektionen von banalen Wunden (wie nach Instektenstichen) mit Strepto- oder Staphylokokken. Die Diagnose ist klinisch und die Therapie erfolgt pragmatisch: Co-Amoxicillin für einige Tage (33). Abstrich/Kultur aus der Wunde/Abszess braucht es bei unkomplizierten Fällen nicht.
Seit fünf Wochen zeigt ein Asylsuchender aus Syrien zwei grössere Hautabszesse «nach Insektenstichen» an den Beinen. Was abklären?
In einem ersten Schritt den Ball flach halten und ein paar Tage Co-Amoxicillin geben. Falls darunter keine Besserung, an resistente Erreger wie MRSA denken (bei prominenter Abszessbildung Suche nach PVL-Toxin Produktion). Bei Migranten kommt es gelegentlich zu Fällen von Hautdiphtherie (Herkunftsländer: v.a. Afghanistan, Syrien, aber auch Iran, Maghreb), Leishmaniose, und mykobakteriellen Infekten (34). Zur Abklärung entnimmt man eine Biopsie vom Wundrand – für Histopathologie, PCR, Kultur – am besten vorher Rücksprache (35,36). Bei Verdacht auf Hautdiphtherie rasch Rücksprache mit Infektiologie, Abnahme eines Nasen-/Rachenabstrichs (Diphtherie-Toxin-PCR) und Meldung an Kantonsarzt <48h (37,38).
Wann soll ich an eine kutane Leishmaniose denken?
V.a. bei Migranten aus dem Nahen/Mittleren Osten sowie bei Reiserückkehrern aus dem Mittelmeerraum und Lateinamerika, vereinzelt auch nach Südeuropa-Reisen (39). Die Evolution der kutanen Leishmaniose beträgt Wochen bis Monate, daher ist die Abgrenzung zu den sich meist in Tagen entwickelnden bakteriell superinfizierten Mückenstichen in den allermeisten Fällen einfach (39, 40). Die Therapie ist bei allen Formen (kutan, mukokutan, systemisch) komplex – am besten Rücksprache mit der Infektiologie oder Tropenmedizin (36).
Juckende Papeln
In einer Kita in Zürich sind zwei Kinder im Alter von 2 und 4 Jahren, die sich seit drei Tagen ständig an den Fingern kratzen. Dort sieht man rote Papeln, v. a. in den Fingerzwischenräumen. Was tun?
Frühzeitig an Skabies denken, um Ausbrüche zu verhindern. Bei jedem Juckreiz, vor allem, wenn er nachts stärker ausgeprägt ist und sich an den Fingern, Händen und im Intimbereich lokalisiert. Die Diagnose erfolgt klinisch (41). Achtung: Lokal ist eventuell noch keine Abnormalität ersichtlich oder es sind nur wenige gerötete Papeln vorhanden. Wenn mehrere Personen ein «Ekzem» haben, immer an Skabies denken (Tab. 3).
Wie eng muss der Kontakt sein, um Skabies zu übertragen?
Geschätzt sind 10 bis 20 Minuten direkten Hautkontakts nötig. Ein- bis zweimal die Hand schütteln genügt nicht. Die Übertragung erfolgt oft innerhalb von Familien, in überfüllten, gemeinsam genutzten Räumen oder durch sexuellen Kontakt. Eine Übertragung ist auch via Bettwäsche oder Gegenstände möglich, daher sind die flankierenden Massnahmen bei der Behandlung wichtig (Tab. 4). Und: Gleichzeitig und niederschwellig alle engen Kontaktpersonen mitbehandelt (78)!
Könnte dieser juckende Ausschlag auch durch Filzläuse bedingt sein?
Ja, daran denken, wenn der Intimbereich betroffen ist. Die Übertragung erfolgt vor allem durch engen, meist sexuellen Kontakt. Die Diagnose erfolgt klinisch: Typisch sind juckende Papeln (vor allem an behaarten Stellen), dazu eventuell bläuliche Bissstellen. Auch Kopfläuse sind immer wieder Thema in den Medien, vor allem nach den Sommerferien. Hilfreiche Informationen dazu gibt es beispielsweise beim Schulärztlichen Dienst des Kantons Zürich (43, 44).
Eine Studentin mit juckenden Papeln am Oberarm ist eben aus Paris zurückgekehrt, wo sie in einem sehr günstigen Hotel übernachtet hat. Was ist mit Bettwanzen?
Ja, Bettwanzen sind möglich. Die juckenden, erythematösen Papeln treten vor allem an unbedeckter Haut, also an den Extremitäten, im Nacken und am Kopf, auf. Aufgrund der zunehmenden Reisetätigkeit und Immigration nehmen die Fälle zu. Für 2023/24 gibt es zudem Hinweise auf russische Desinformationskampagnen bezüglich Bettwanzen in Frankreich (45, 46).
Können Milben, Läuse und Wanzen gefährliche Infektionskrankheiten übertragen?
Bei Skabies und Bettwanzen sind keine Erregerübertragungen bekannt. Läuse (allerdings nur Kleiderläuse) können u.a. Bartonellen und Rickettsien der Typhus-Gruppe übertragen, v.a. unter schlechten hygienischen Bedingungen (z. B. Obdachlose, Asylsuchende) (47, 48).
Neurologische Symptome
Ein Gärtner wurde vor ein paar Tagen von einer Zecke gestochen. Nun hat er Fieber und Kopfschmerzen. Ist das FSME?
Vielleicht. Die FSME nimmt in der Schweiz zu (13, 49). Allerdings erkranken nur die wenigsten Menschen nach einem Zeckenstich: Schätzungsweise 35 von 10.000 Personen entwickeln nach einem Zeckenstich grippeähnliche Symptome, die auf eine FSME-Infektion zurückzuführen sind. Nur ein bis vier dieser 35 Personen entwickeln anschliessend neurologische Beschwerden (50). Die Diagnose erfolgt mittels IgM-Antikörper im Blut (bei Ungeimpften) oder mittels LP (bei Geimpften), siehe Tab. 5 und Abb. 1.
Ein 7-jähriges Mädchen war vor einigen Wochen mit den Pfadfindern im Wald. Nun stellt der Pädiater eine periphere Fazialisparese fest. Ist sie durch Borrelien bedingt?
Ja, das könnte eine frühe Neuroborreliose sein. Zur Abklärung sollten Borrelien-IgM- und -IgG-Antikörper im Serum bestimmt werden. Eine Liquoruntersuchung ist bei Anzeichen einer ZNS-Beteiligung wie Meningitis erforderlich. Bei einer Beteiligung der peripheren Nerven (z. B. Radikulitis) fehlen die intrathekalen Antikörper oft (4), sodass auf die LP verzichtet werden kann. Die Prognose unter Doxycyclin ist sehr gut. Bleibende neurologische Defizite sind selten (51).
Ich dachte, Doxycyclin ist bei Kindern kontraindiziert?
Nicht mehr. Doxycyclin wurde fälschlicherweise mit den Nebenwirkungen von Tetrazyklin – wie Zahnverfärbungen und Zahnschmelzhypoplasie – in Verbindung gebracht. Bei einer Therapiedauer < 21 Tagen darf Doxycyclin auch Kindern unter 8 Jahren gegeben werden; das Risiko der genannten Zahnschäden ist sehr gering (52, 53).
Ein Lastwagenfahrer klagt über Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, eine Woche nach Rückfahrt aus Griechenland. Drei Tage später kommt eine Hüftflexionsschwäche links dazu. Ein Ausschlag ist nicht vorhanden. Was abklären?
In Frage kommen FSME, virale (oft Varizella-Zoster-) Meningitis und Neuroborreliose. Aufgrund der Reiseanamnese ist auch das West-Nil-Virus (WNV) zu berücksichtigen. Am besten sollte eine Abklärung mittels Serologien im Blut und Lumbalpunktion erfolgen (Tab. 5 und Abb. 1).
Eine 44-jährige Patientin hat seit Jahren teils invalidisierende Kopf- und Nackenschmerzen. Weil ihr eine Naturärztin sagt, diese könnte eine Neuroborreliose sein, wünscht sie eine Borrelien-Serologie. Soll ich sie machen?
Hier kommen wir an die Grenzen einer patientenzentrierten Medizin. Siehe unsere Artikel zur Borreliose (3–5). Wegen des Problems der falsch-positiven Befunde gibt es nur wenige gut etablierte Indikationen für eine Borrelien-Serologie. Chronische Kopf- und Nackenschmerzen gehören nicht dazu.
Mona Ruedin 1 Dr. med. Sandra Koehli Weber 2 Dr. med. Angelika Noethiger 3 Dr. med. Miriam Weissbach 4 Prof. Dr. med. Noémie Boillat Blanco 5 PD Dr. med. Andreas Neumayr 6,7 Prof. Dr. med. Philip Tarr 1,7 (Korrespondenz: philip.tarr@unibas.ch) 1 Infektiologie und Spitalhygiene, Universitäres Zentrum Innere Medizin, Kantonsspital Baselland, Bruderholz 2 Leiterin Schulärztlicher Dienst Kanton Zürich, Volksschulamt, Zürich 3 Kantonsärztlicher Dienst, Gesundheitsdirektion Kanton Zürich, Zürich 4 FMH Allgemeine Innere Medizin, Gemeinschaftspraxis Mühleberg BE 5 Service des Maladies Infectieuses, Centre Hospitalier Universitaire Vaudois, Lausanne 6 Swiss Tropical and Public Health Institute, Basel 7 Universität Basel, Basel
Copyright
Aerzteverlag medinfo AG
Mona Ruedin
Infektiologie und Spitalhygiene
Universitäres Zentrum Innere Medizin
Kantonsspital Baselland
Bruderholz
PD Dr. med. Andreas Neumayr
– Swiss Tropical and Public Health Institute
Basel
- Universität Basel
Basel
Prof. Dr. med. Philip Tarr
– Infektiologie und Spitalhygiene
Universitäres Zentrum Innere Medizin
Kantonsspital Baselland
Bruderholz
– Universität Basel, Basel
philip.tarr@unibas.ch
Die Autorenschaft hat keine Interessenskonflikte im Zusammenhang mit diesem Artikel deklariert.
Mücken wie die Tigermücke breiten sich aus und auch in der Schweiz könnte es zu lokal erworbenen «Arbovirus»-Infektionen wie Dengue und Chikungunya kommen. Die meisten Fälle werden bei uns aber noch viele Jahre reisebedingt auftreten.
Die FSME nimmt bei uns zu. Die wichtigsten zeckenübertragbaren Erkrankungen sind die Borreliose und seltener Tularämie und – meist reisebedingt – Rickettsiosen
(v.a. Afrikanisches Zeckenbissfieber).
Nicht verpassen sollten wir die Skabies. Die Behandlung sollte bereits bei geringem Verdacht begonnen werden. Filzläuse und Bettwanzen kommen seltener vor.
Bei Fieber nach Tropenrückkehr immer an Malaria denken. Häufig sind auch Dengue und vor allem nicht insektenstichassoziierte Erkrankungen wie virale Atemwegsinfekte die Ursache.
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